Mit Irrwurz auf Entdeckungsreise

 

   

 

 

TENGRISMUS - DER SCHAMANISMUS SIBIRIENS

4 Geister:

Erlik: Zerstörung, Transformation; Norden

Ulgen: Kreativität; Süden

Umai: Beschützerin; Westen

Tengri: Pause zwischen den Zyklen, Ruhephase; Osten

Elemente:

Feuer: Sonne

Wasser: Regen, Gewässer

Erde: Boden, Steine, Berge

Luft: Wind, Himmel

ERLIK UND DIE FISCHE - GEDÄCHTNIS, ERINNERUNG

Erlik: wird dargestellt als alter Mann mit schwarzen Haaren und Bart. Die Augen sitzen tief. Erlik sitzt auf einem Bullen und lebt in einem Schloß aus rostigem Eisen.

Zu Erliks Schloß geht man normalerweise nicht selbst hin. Eher trifft man Helfergeister des Erlik.

Erlik kann sich auch als Raubtier zeigen. Raubtiere fressen alte, kranke Tiere => Reinigung.

Im Altai gibt es Felszeichnungen von Erliks großen Mund, in den alles hineinfällt.

Erliks Themen: Transformation, Tod, Ende, Zerstörung, riesiges Feuer, Vernichtung, kaputt machen, Schmutz, Unterwelt, Vergangenheit, Herbst, abnehmender Mond, Lebensende, Ausatmen, Reinigung

Opfergaben für Erlik: Feuer, Räuchern

Erliks Plätze: totes Material, abgestorbene Bäume, Sumpf, Moder, Moor, Höhlen, Unterwelt; Erlik-Plätze ziehen Energie raus; sie sind gut, um etwas loszuwerden; Reinigung

Männer haben wegen ihrer Zerstörungskraft mehr Erlik-Energie als Frauen.

Erliks Energie hilft, alte Dinge loszuwerden. Was man nicht nutzt, zieht nur Energie ab.

Man soll sich regelmäßig selbst reinigen, sonst tut es Erlik.

Hausreinigung: Renovieren, Putzen, Trommeln, Räuchern; gute Geister ins Haus einladen.

U-Bahn: Erlik-Welt; die Aura wird in der U-Bahn ganz klein; viel negative Gruppenenergie und schlecht gelaunte Menschen; Elektrosmog

Die Vergangenheit ist oft noch ein Teil von uns und verfolgt uns. Je mehr man an der Vergangenheit festhängt, desto schwieriger ist das Leben. Deshalb: negative Vergangenheit bereinigen, z.B. durch Vergebung, damit sich die Gefühle und Einstellungen dazu ändern können. Alte Versprechen, Gelübde und Verantwortungen aufheben!

Ahnenfotos soll man nur an Gedenktagen rausholen und dann wieder wegpacken.

Energie aus der Vergangenheit zurückholen: Man stellt sich vor, dass man mit einem Boot auf einem Fluß fährt. Hinter dem Boot schwimmen Fische (= vergangene Situationen). Man stellt sich eine bestimmte Situation vor und stellt die Verbindung zu einem der Fische her, der für diese Situation steht. Mehrmals hintereinander fest einatmen und sanft ausatmen. Man holt sich dadurch die Kraft vom Fisch zurück, der dabei immer kleiner und blasser wird. Nach und nach stellt man sich Situationen vor und holt die Energie zurück. Wenn man damit fertig ist, rudert man wieder ans Ufer und steigt aus dem Boot aus.

Tod/Schlaf: der Tod ist das Ergebnis eines Lebens und Beginn eines neuen Lebens. Der Schlaf ist das Training für den Tod. Die Seele verläßt dabei den Körper. Letzte Gedanken und Gefühle vor dem Einschlafen beeinflussen den Schlaf und die Träume. Die Vorbereitung für eine gute Nacht fängt schon morgens an. Genauso ist es beim Tod. Der letzte Gedanke vor dem Tod gibt die Richtung für das nächste Leben vor. Der Tod ist der Wechsel vom materiellen ins spirituelle Dasein. Die Vorbereitung auf den eigenen Tod ist wichtig. Sich fragen: "Wo will ich nach dem Tod hin?"

Ein schöner Tod ist es, bei guter Gesundheit am Ende des Lebens, wenn man alt ist, zu sterben. Wenn das Leben beendet ist, verabschiedet man sich und ein neues Leben ist dran.

Die Hölle sind Anhaftungen und Erinnerungen, die uns an der Erde festhalten.

Sich nicht an vergangene Leben erinnern zu können, ist ein Schutz. Es würde sonst alles zu viel werden. Die Erinnerungen an frühere Leben kommen nur, wenn man dazu bereit ist.

Verstorbene: Friedhöfe halten Seelen fest, weil da viel getrauert wird. Man soll Tote loslassen, damit die Seele gehen kann. Die Seelen Verstorbener in Häusern sollen ins Licht geführt werden. Man muß ihnen den Weg weisen.

Traumkörper: er hat fünf verschiedene Seelen. Im Tod gehen normalerweise vier der Seelen zu ihren Ursprungsbereichen zurück. Nur der Seelenanteil, der vom Auge des Bewußtseins kommt, geht ins nächste Leben. Wenn man es plant, kann man im nächsten Leben denselben Traumkörper bekommen. Wenn man den Traumkörper komplett mitnimmt, kann es sein, dass man im nächsten Leben wieder genauso aussieht wie im früheren. Wenn man ein Sch...-Leben hatte, soll man sich fürs nächste Leben lieber einen neuen Traumkörper wünschen.

Vier Wölfe:

1. Weißer, junger Wolf: der Morgen; die Verbindung mit der Zukunft: was kommt Neues?

2. Grauer Mutterwolf: der Tag; das Leben genießen; die Schönheit der Welt erfahren; die Energie von Liebe und Harmonie

3. Roter Vaterwolf: der Abend; Transformation; er frißt Altes weg; man kann ihm alles geben, was man nicht mehr braucht

4. Schwarzer Großvaterwolf: die Nacht; Weisheit; die Fähigkeiten der Wölfe lernen; die Kraft der Wölfe liegt in der Gruppe

ULGEN UND DIE VÖGEL - NEUES KREIEREN, ZUKUNFT

 Ulgen wird dargestellt als alter Mann mit weißem Bart und Haaren. Er ist der "gute Geist". Bei ihm ist ein Regenbogen als Glückssymbol.

Ulgen ist umgeben von Wolken; diese verändern sich dauernd. Die Zukunft ist nicht festgelegt, wir können sie verändern. Je näher die Zukunft ist, desto fester ist sie schon und kann nicht mehr gut verändert werden. Was zeitlich weiter weg ist, kann noch verändert werden.

Ulgens Themen: Frühling, Regenbogen (Glückssymbol), Kreativität, schöpferische Fähigkeiten, Manifestieren, etwas Neues wünschen, Neubeginn, Geburt, materielle Energie

Ulgens Plätze: Berggipfel, Höhen, Licht, Leichtigkeit; geeignet, wenn man etwas über die Zukunft erfahren möchte

Opfergaben an Ulgen: Rauch, Botschaft für den Himmel

Körper: Kopf, Hals, Schultern: Kopf = Neues aufnehmen, Luft, Essen, Infos; Augen = Bilder aufnehmen; Ohren = Klang; Mund = Essen, Luft; Nase = Luft, Gerüche

Weißer Vogel: Botschafter zwischen Himmel und Erde; er fliegt mit unseren Gedanken hoch zum Himmel.

Vögel sind die Tiere der Oberwelt. Bei der Schamanenkleidung sind Federn am Kopf angebracht. Federn sind ein Kanal für die Heilenergie von oben. Engel/Spirits fliegen da, wo man die Federn bewegt.

Krafttier Adler: Freiheit, Unabhängigkeit, Blick von oben, weite Perspektive, König der Vögel

4 Adler:

Süd-Adler: Licht, Himmel, Zukunft

West-Adler: Heilung

Nord-Adler: Jagd

Ost-Adler: Weisheit aller Adler

Manifestation: mit dem Geist von Ulgen zusammen etwas was Neues erschaffen. Jeder Gedanke ist eine Botschaft an den Himmel, der uns eine Antwort schickt. Wir kreieren unsere Zukunft zusammen mit den anderen Menschen und den Spirits des Ulgen. Ulgen beobachtet uns und gibt uns, was unseren Gedanken entspricht. Er kann Gedanken lesen. Wenn man Befürchtungen hat, bekräftigt man das damit. Ulgen nimmt alles an: Gedanken, Gefühle, Worte. Wenn man Ulgen um etwas bittet, soll man klar sagen, was man möchte und daran glauben, dass sich der Wunsch erfüllt.

Viel Energie hilft, besser manifestieren zu können. Man zieht das an, was man braucht (und auch das, was man nicht braucht). Die Energie kommt zuerst von den Eltern und der Familie.

Wer Schlechtes wünscht, bekommt auch das. Glaubenssätze überprüfen! Man muß lernen, mehr positive als negative Gedanken zu haben. Wenn negative Gedanken da sind, diese erkennen und ändern. Das Leben, die Gedanken und die Sicht auf das Leben verändern. Je mehr positive Gedanken man in die Zukunft schickt, desto mehr Positives kommt auf einen zu. Negative Gedanken machen offen für Negativität. Der persönlichen Kraft vertrauen und an große Dinge glauben, hilft zu manifestieren.

Alles sind Bilder; negative Bilder durch positive ersetzen. Auch Probleme haben Bilder; diese zum Positiven hin verändern. Gefühle genau anschauen. Was steckt dahinter?

Ein Wahrsager erschafft mit seiner Vorhersage zusammen mit dem Fragendem die Zukunft. Deshalb soll man nur Gutes voraussagen, sonst produziert man Negatives. Positives sagen schafft Positives. Vorsicht vor Wahrsagern, die Negatives vorhersehen und gleich gegen Geld Abhilfe mit verkaufen!

Der Fluss des Lebens kommt von vorne und fließt durch uns hindurch. Der Fluss bringt das, was wir ausgeschickt haben.

Bevor Neues kommen kann, muß man erstmal Altes loswerden, was man nicht mehr braucht. Nicht sich und sein Leben bis oben vollstopfen, sondern immer Platz frei lassen für Neues, das kommen möchte. Bevor man materialisiert, muß man Platz schaffen. Es muß der Raum für Neues da sein.

Anhaftungen sind Rollen, Abhängigkeiten, Verbindungen, Süchte. Sich davon reinigen; Platz machen für neuen Geist. Sie sind wie Eierschale um einen herum. Je dicker die Schale, desto mehr Anhaftungen hat man. Alte Leute haben mehr als junge.

Wünsche: man soll auf seine Wünsche achten und nicht zu viel wünschen, sonst kommt so viel, dass man nicht mehr damit umgehen kann. Ein einfaches Leben ist besser, dann muß man sich nicht um so viel kümmern. Materielle Dinge nehmen Energie. Weniger ist mehr, sonst arbeitet man nur für materielle Dinge.

Vom Gefühl her bereit sein für Neues. Wenn man nicht bereit ist, oder die Wunscherfüllung nicht gut tun würde, wird der Wunsch nicht erfüllt.

Zwei sich widersprechende Wünsche erfüllen sich nicht.

Wichtig ist Vertrauen, dass die Spirits machen, was für einen gut ist. Ohne Vertrauen ist der Wunsch hinfällig.

"Ich erschaffe..." = aktiv

"Ich wünsche..." = passiv

Wir sind alle Schöpfer, also "erschaffen" statt "wünschen" formulieren.

Laut aussprechen, was man will, hat mehr Kraft als es nur zu denken.

Im schamanischen Gebet visualisiert man, was man von den Spirits erbittet.

Wunschbaum:

1. Der Wunsch muß in Harmonie sein mit den Regeln der Welt; er muß dem Lauf der Natur entsprechen. Keine Wünsche, durch die andere Schaden nehmen!

2. Absicht: in den Wunsch hineinfühlen. Wie fühlt sich das an? So merkt man, ob der Wunsch reell ist oder nur ein "Furz im Kopf". Verschiedene Seiten betrachten, auch die, die evtl. nicht so gut sind an dem, was man sich wünscht. Entscheidung treffen für etwas, das sich materialisieren soll.

3. Schöpfung zuerst in der Traumwelt: das Gewünschte existiert in der Vorstellung schon. Mit Bildern arbeiten (auch malen).

4. Gefühle in die Schöpfung bringen ist wie Kraftstoff. Bei einem großem Wunsch müssen Gefühle von vielen Menschen drin sein.

5. Beginnen zu Materialisieren; Grundlagen schaffen

6. Dranbleiben, nicht nachlassen

7. Realität: Wunsch hat sich materialisiert; sich drüber freuen und bedanken

Schöpfungsgeschichte Sibiriens: erst war nur ein Meer mit Enten; die Enten haben Eier gelegt, daraus wurde die Welt. Die Ente war das erste Tier, das Tengri geschaffen hat.

Wenn man Harmonie in Familie und Beziehungen will, ist die Ente dafür ein gutes Krafttier.

Themen der Ente: Sauberkeit, Ordnung, Harmonie, Schutz

Die Ente kann einen von einem Platz zu einem anderem bringen. Sie lebt ein einfaches Leben und ist nicht egoistisch. Die Ente fliegt im Winter weg; wenn sie wiederkommt, ist das die Verheißung des Sommers.

UMAI UND DIE TIERE DES WALDES

Umai sitzt in einer Jurte. Sie hat in einer Hand eine Tasse mit Erde und in der anderen Hand eine Pflanze. Umai kümmert sich um Tiere, Pflanzen, alle Lebewesen. Frauen können sich gut mit Umai verbinden

Umai-Themen: weibliche, mütterliche Energie, Heilung, Mutter Erde, Schutz, Pflege, Nähren, Wachstum, Sauberkeit, Freude, Leben genießen, Vertrauen, dass alles gut ist/wird, Höhepunkt, Blüte, langes Leben, Lebensenergie Naturgeister.

Opfergaben für Umai: Erde, Steine

Umais Plätze: mittlere Lagen; da fühlt man sich wohl; sie machen stark und stabil; geben Kraft; am Bett soll Umai-Energie sein

Körper: Immunsystem; Oberkörper, Bauch

Krafttier Hirsch: die eigene persönliche Kraft ist ein Geschenk der Erde; geerdet sein

Reise zu Umai: hilft, Balance zu finden. Bei Umais Platz sind die Seelen der ungeborenen Wesen. Der Schamane kann zu Umais Jurte reisen und von dort Kinderseelen zu Eltern mit Kinderwunsch bringen.

Umais Jurte steht in einer Waldlichtung in einem großen Wald mit vielen Tieren und Pflanzen, auch Fabelwesen. Innen ist die Jurte viel größer als von außen. In der Jurte hängen Babywiegen der ungeborenen Kinderseelen. Umai kümmert sich um sie. In der Mitte ist ein Feuerplatz. Umai ist eine junge Frau und ca. 4 m groß. Umai singt, wenn sie hereinkommt. Alle fühlen sich wohl. Umais Berührung ist heilend. Man kann auch Menschen in die Jurte bringen zur Heilung.

Jurte: ist rund wie der Bauch einer Schwangeren. In der Jurte ist es wie im Mutterleib; sie harmonisiert Energien. Die Jurte ist gut für hyperaktive Kinder, um zur Ruhe zu kommen. Die Spitze der Jurte ist die Verbindung zum göttlichen Kanal nach oben.

Häuser mit Ecken: Ecken ziehen Energie raus. In Rundbauten bleibt die Energie drin. In der Natur gibt es keine Ecken. Pflanzen in Zimmerecken harmonisieren Ecken.

Kranke Kinder: sie zeigen kranke Energie in der Familie an. Wenn es in der Familie nicht stimmt, sind die Kinder dauernd krank. Unbewußt schicken Eltern ihren Kindern negative Energie. Kinder bereinigen das Karma der Familie.

Ajami: (sprich: Aiami) Geist des Ortes, an dem man geboren wurde. Die Energie des Geburtsorts prägt einen. Sie bleibt dort, auch wenn man wegzieht. Ajami ist ein Naturgeist; er kann auch in Gärten oder in der Landschaft sein. Alle Lebewesen in der Gegend sind wie Verwandte/Familie. Man kann Hilfe von allen Lebewesen dort bekommen. Eltern brachten ihr neugeborenes Kind früher raus in die Natur und zeigten es den Naturwesen. Ajami beschützt einen und kann heilen. Er ruft einen wieder nach Hause (Heimweh). Wenn der Geburtsort zubetoniert wird und Bäume gefällt werden, ist das schlecht für Ajami.

Ajamis sind an allen Plätzen gleich stark, nur die Energie ist verschieden. Es gibt auch Stammesajami; das sind Orte, an denen die Vorfahren lebten.

Ajami erscheint Männern als weibliche Gestalt und Frauen als männlich Gestalt. Im Altai sagt man, Ajami ist wie die Frau oder der Mann eines Schamanen (nicht sexuell); es ist die Ergänzung des anderen Pols.

Hausgeist: Umai gilt als Beschützerin der Häuser. Hausgeister passen auf die Energie im Haus auf. Sie halten das Haus von negativen Energien rein. Man gibt ihnen als Dank dafür zu essen; sie nehmen die Essenz des Essens auf. Wenn zu viele destruktive Energien im Haus sind, ziehen die Hausgeister aus; sie brauchen Harmonie. Wenn die guten Geister im Haus weg sind, herrscht im Haus Erlik-Energie und Dinge gehen kaputt. Wenn man das Gefühl hat, dass keine Hausgeister da sind, kann man sie einladen. In Mehrparteienhaus muß man sich gegen die anderen Wohnungen und deren Energie abgrenzen. Hausgeistern soll man regelmäßig danken und sie wahrnehmen. Sie halten die Energie im Haus harmonisch. Haustiere und Kinder können Hausgeister wahrnehmen. Sie sehen wie weiße Lichtbälle aus. Es gibt im Haus normalerweise viele Hausgeister; sie bewegen sich schnell durch die Zimmer. Sie können auch um das Haus herum sein und es beschützen. Hausgeister sind manchmal auf Fotos sichtbar als Orbs. Sie haben im Haus Lieblingsplätze wo es warm und trocken ist, oft unterhalb der Decke. Hausgeister tratzen einen manchmal, lassen Dinge verschwinden oder machen sie unsichtbar. Sie machen so etwas nicht aus negativen Gründen, sondern wollen, dass man auf sie aufmerksam wird. Hausgeister verraten manchmal ihre Namen; es können seltsame oder altertümliche Namen sein. Wenn man nach Hause kommt, soll man die Hausgeister begrüßen und wenn man weggeht sich verabschieden. Hausgeister bleiben bei einem Umzug im Haus. Jedes Haus hat eigene Hausgeister. Bei einem Neubau werden Hausgeister durch eigene Intention und Gefühle erschaffen. Hausgeister mögen es sauber (aufräumen, putzen). Wenn zu viel negative Energie im Haus ist, soll man reinigen (z.B. Räuchern).

Länger leben: man selbst entscheidet, wann man alt sein möchte. Sich sagen: "Ich bin immer jung!" Wenn man sich jung fühlt, bleibt man jung. Umai hilft dabei; sie will, dass man Spaß am Leben hat. Wenn man sich älter fühlt kommt Erlik (Verfall). Die Verbindung zu Umai verlieren bedeutet, dass Erlik kommt und den Tod bringt. Gedanken, alt zu sein, verhindern den Spaß am Leben. Wer das Leben nicht genießen kann, stirbt. Die Verbindung zu einem jüngerem Geist kommt vom Denken. Jung denken! Das Leben genießen!

"Jungbrunnen": in der sibirischen Tradition gibt es die Vorstellung eines Sees, in den man alt reinsteigt und jung wieder rauskommt. Auch jeder reale See hat verjüngende, reinigende Wirkung. In Sibirien gibt es einen See, der als Nabelschnur zum Himmel gilt.

Gesundes Leben: auf Lebensmittel, Wasser, Luft achten.

Luft: Nadelwälder haben gute Luft; Nadelbäume reinigen die Luft.

Wasser: energetisieren; in normalem Wasser sind viel freie Radikale. Das beste Wasser ist Schmelzwasser von Gletschern/Bergen, Regenwasser oder fließendes Wasser. Der PH-Wert von Wasser soll bei über 7 liegen. Grundwasser ist totes Wasser.

Essen: am besten direkt vom Baum essen; Früchte, Nüsse, Sprossen, Rohkost. Freie Radikale sind in Fleisch und Essen, das lange herumgestanden ist.

Ein Wedel aus Pferdehaaren reinigt die Energie. Eine Mütze gestrickt aus Pferdehaaren hilft bei Kopfschmerzen.

Wenn man das Leben nicht ändert, verschwindet die Krankheit nicht. Die falsche Lebensweise hat krank gemacht. Kranken soll man Wissen vermitteln, wie sie ihr Leben ändern können; machen müssen sie selbst. Heiler können und sollen Krankheiten nicht einfach "wegmachen".

Leben ändern: nicht mehr das machen, was man nicht mag, sondern das, was man mag. Oder: etwas Erfreuliches an dem finden, was man nicht mag.

Wenn man seine Arbeit nicht mag, mag einen die Arbeit und alles drum herum (Kollegen etc.) auch nicht. Entweder die innere Einstellung oder den Arbeitsplatz ändern. Jede Arbeit oder Dinge haben einen Geist. Man soll positiv dazu eingestellt sein. Wenn man etwas nicht mag, soll man es weggeben, loslassen.

Bei psychisch Kranken hat sich die Seele vom Körper getrennt. Sie müssen ihre Lebensfreude wiederfinden. Bei Depressiven hat ein negatives Bild die Aufmerksamkeit. Es muß durch ein positives Bild ersetzt werden.

TENGRI UND DAS AUGE DES BEWUSSTSEINS

Tengri sitzt in einer Jurte. Die Jurte hat viele Augen; es sind die Seelen der Menschen, die nach dem Tod zu Tengri kommen. Die Seelen sind unsterblich und wandern durch alle Inkarnationen.

Tengri hat Pfeil und Bogen als Zeichen der Kraft.

Tengri-Themen: Hauptseele, Großer Geist, Weisheit, Wissen, Lehren, Ruhe, Stille, Winter, Schlaf, Ausruhen, sich mit geistiger Energie verbinden, Zustand nach dem Tod und vor einem neuem Leben. Indische Yogis geben alles Alte her (Namen, Erinnerungen etc.) und kommen an Tengri-Ort mit demselben physischen Körper neu raus.

Tengris Plätze: Anomalien (Zeit/Raum), z.B. am Untersberg; ziehen UFOs an; für ungewöhnliche Erfahrungen; für Retreats, Pausen, sich sammeln; altes Leben ablegen und neues annehmen; Schicksal verändern

Tengri hat die Welt erschaffen. Er hilft, aus der materiellen Realität herauszutreten. Tengri existiert in der materiellen und spirituellen Welt und läßt uns die Welt außerhalb der materiellen Ebene erfahren. In Träumen erleben wir die andere, nicht-materielle Welt. Man soll auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der materiellen Realität und der anderen, inneren Realität achten. Tengri hilft, zwischen beiden Realitäten einen Ausgleich zu schaffen. Beide Realitäten sind miteinander verbunden; der Mensch ist der Verbindungspunkt. Kraftorte helfen, die Balance zwischen den Realitäten zu halten. Erst kommt die spirituelle Welt, dann die materielle. Die materielle Realität saugt einen aus, versklavt. In der spirituellen Welt ist alles existent; sie ist wie ein "großer Supermarkt".

Alles existiert durch die Absicht Tengris zu erschaffen. Solange Tengri die Absicht hat, existiert auch die Materie (=> Welle-Teilchen-Dualismus). Das Universum ist flexibel und nicht determiniert. Naturgesetze und Regeln können sich ändern

Tengri ist der Ruhepunkt für die Seele. Die Seele ruht sich im Schlaf aus und ist bei Tengri. Es ist wichtig, jede Nacht die Schlafphasen zu haben, wo man bei Tengri ist. Das ist schwierig, wenn man Schmerzen hat oder für alte Leute.

Zu Tengri gehört das Kronenchakra, die Verbindung zum Hohen Geist.

Tengri kann uns in kurzer Zeit viele Infos geben. Tengris Weisheit kommt als Energie. Tengri ist der Geist, der uns widerspiegelt.

Tengri-Heilung: sich mit der Tengri-Energie verbinden und einfließen lassen hat entspannende Wirkung. Heilung geschieht durch Entspannung. Tengri-Energie, Universelle Energie, Kosmische Energie,Quanten-Energie ist alles dasselbe

Tengri etwas widmen/weihen: Den Gegenstand hochhalten und sagen: "Tengri, das ist für Dich. Ich werde gut darauf aufpassen." Der Gegenstand erhält Tengris Name (z.B. Tengri-Rassel). Den Gegenstand hat man dann zwar noch und kann ihn weiter benutzen, aber er gehört Tengri. Es ist ist wie mit der Kirche als Haus Gottes. Man kann Tengri Ritual-Gegenstände widmen. Traditionell werden Tengri die schönsten und besten Dinge gewidmet, z.B. ein Pferd. Man kann es dann nicht mehr verkaufen, denn es gehört ja Tengri.

Materialisieren: Wenn man etwas möchte, reagiert das Universum darauf. Wir sind Gott; wir erschaffen diese Welt. Tengri ist wie ein großer Computer; man kann da wie im Internet alles bestellen. Man soll nur das bestellen, was man selbst möchte. Wenn eine andere Person etwas anderes möchte und bestellt, ist es Tengris Aufgabe, das so zu arrangieren, dass es für beide mehr oder weniger paßt.

 Bewußtsein: so lange man unbewußt ist, ist man leicht beeinflußbar. Die meisten Menschen sind in einem Film und wissen nicht, was da abläuft. Das Bewußtsein kann man trainieren wie einen Muskel. In emotionalen Momenten ist man sehr bewußt. Wenn man bewußt ist, wertet man nicht Gut-Schlecht; man versteht dann die Hintergründe. Deshalb: Blick erweitern, Hintergründe sehen.

Gesundheit ist mit Bewußtsein verbunden. Wer nicht bewußt ist, wird eher krank.

1. Sich selbst dabei beobachten, wie man etwas macht. Der Beobachter ist neutral.

2. Der Beobachter wird zum Regisseur des eigenen Films => bewußte Entscheidung, das Leben zu verändern. Der Regisseur soll Distanz zum Schauspieler haben, sonst kann er nichts verändern. Er hat das ganze Bild und hilft, die Realität zu verändern.

Beobachter + Regisseur = Bewußtsein

Regisseur + Schauspieler = Unbewußt

Wir sind Regisseur des Lebensfilms und können ihn verändern. Der Regisseur ist der Teil in mir, der auswählt.

Bei Menschenansammlungen (z.B. Oktoberfest) gibt es ein Gruppenbewußtsein mit viel destruktiver Energie. Man wird dabei selbst schnell unbewußt. Jede Gruppe hat ein eigenes Bewußtsein. Oft kippt eine positive Absicht (Feiern) in negatives Verhalten (Schlägern). Deshalb soll man sich von großen Gruppen fernhalten. Die meisten Gruppen sind gegen etwas.

Wir werden ständig durch negative Nachrichten negativ beeinflußt. Man soll sich da nicht reinziehen lassen.

Wenn man anderen Rat aufzwingen will, macht man deren Problem zum eigenen. Wenn man nicht um Rat gefragt wird, soll man nichts machen. Manchmal muß jemand durch ein Problem durchgehen, um zu lernen. Deshalb soll man anderen nicht einfach etwas abnehmen.

Schamanische Astrologie: sieht Planeten im Körper angesiedelt; man kann das nutzen, um das Leben zu ändern. Man kann Planetengeister ins eigene Leben einladen, z.B. Venus, um weiblicher zu sein. Es gibt Rituale, um sich mit Planeten zu verbinden.

Schamanische Astrologie arbeitet nur mit Sonne, Mond und den sichtbaren Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Uranus, Neptun und Pluto werden nur bei Ländern, Gruppen, Ereignissen herangezogen, nicht bei Personen. Auch mit Mondknoten wird nicht gearbeitet.

Sonne und Mond: wichtigste Sterne; man muß schauen, wo sie im Radix stehen.

Die Sterne segnen uns im Moment der Geburt. Planeten bringen bestimmte Gaben; wir müssen wissen, wie wir sie nutzen können. Es gibt keine guten oder schlechten Planeten.

Die Trommel ist wie ein Radix; man kann die Planeten daraufmalen.

Wie sind die Planeten im Radix verteilt? Sie zeigen das Schicksal an und welche Energie dominant ist.

Viele Planeten oberhalb der AC/DC-Achse: Ulgen-Energie

Viele Planeten in der Mitte: Umai-Energie

Viele Planeten unterhalb der AC/DC-Achse: Erlik-Energie

Alle Planeten sind auf der AC/DC-Achse aufgereiht: Tengri-Energie; kommt selten vor, z.B. bei Jesus, Schamanen, besonderen Menschen

Sonne: aktiv; Künstler; Aufmerksamkeit haben wollen

Mond: sensibel, spirituell; Medium, Hellseher; Körperform dick, schwabbelig; langsame Bewegungen; anderen Energie absaugen

Mond in Erlik-Bereich (unterhalb der AC/DC-Achse): hilft beim Loslassen, Reinigung; man spürt, was bereinigt, losgelassen werden soll; guter Berater, Diagnostiker

Gesicht: Augen; groß, offen = Mondtyp; klein, schmal = Sonnentyp

rechtes Auge größer = Sonne; linkes Auge größer = Mond

Merkur: Flügel an den Füßen; klein, sehr schnell; Botschafter, Kommunikation; verbindet miteinander; Mitteilungen, Nachrichten, Zeitschriften, Internet; Fähigkeit, Menschen oder Infos zusammenzubringen; oberflächlich; viel und gerne reden

Merkur-Menschen sehen lange jung aus; sind eher klein.

Gesicht: Kinn

Venus: Liebe, Schönheit; runde, weibliche Körperform; kleine bis mittlere Körpergröße; Männer mit viel Venus-Energie sind oft Künstler, Musiker

Gesicht: Lippen; wenn die Lippen eine schöne Form haben, ist Venus gut repräsentiert; Lippen anmalen = Venus aktivieren

Mars: Krieg, Sport, männliche Energie; Körperbild wie Bodybuilder; Mars-Körperbild sieht bei Männern gut aus, bei Frauen nicht so.

Bei viel Mars-Energie soll man viel Sport machen, sonst wird man von eigenen Aggressionen zerstört, z.B. bei Mars im Erlik-Bereich

Mars in Umai-Bereich: beschützend, stark; Familie, Freunde, Haus beschützen; Sicherheit

Mars in Ulgen-Bereich: andere motivieren, mitreißen, Ziele erreichen

Gesicht: Mars = Nase, Wangenknochen

Große Nase = starke Mars-Energie; kleine Nase = wenig Mars-Energie

Jupiter: Wachstum; König; Körperform klein, gedrungen, kompakt

Gesicht: Augenbrauen

Saturn: setzt Grenzen, Beschränkungen, Probleme, Einengungen, Kargheit, Verbote, Regeln, Ernsthaftigkeit; Lehrer, Mütter; Körperform groß, schlank, knochig

Gesicht: Stirn

In der Antike hatten Planeten und Götter die gleichen Namen. Man kann Planeten wie Geister anrufen. Wenn ein Planet zerstörerisch wirken kann (z.B. Mars), wurden ihm Opfergaben gebracht. Olympische Spiele wurden gemacht, um Mars zu besänftigen. Dadurch kam es nicht zum Krieg. Wenn es nicht so viel Sport geben würde, würde es noch mehr Krieg geben.

In einer Partnerschaft soll man sich gegenseitig als Götter sehen. Der Partner gehört einem nicht; er ist wie ein Gott. So streitet man nicht, weil man mit einem Gott nicht streitet. Fehler: jemanden als Besitz betrachten, wie einen Hund; bringt viele Probleme.

GEDANKEN SIND BOTSCHAFTEN AN DEN HIMMEL.

Buchtipp:

Olga Kharitidi: Das weiße Land der Seele