Mit Irrwurz auf Entdeckungsreise





PFLANZEN

Ackerfrauenmantel: ist als Salat eßbar. Verwendet wird er als Tee bei Blasen- und Nierensteinen und Darmentzündung

Ackerschachtelhalm: Zinnkraut; Schachtelhalm ist eine der ältesten Pflanzen auf Erden. Er wächst auf feuchten, lehmigen Böden.
Es gibt ca. 20 verschiedene Arten, nur eine davon, nämlich der Ackerschachtelhalm, hat Heilwirkung; alle anderen sind giftig.  Verwendet wird das junge Kraut, das im Frühjahr und Frühsommer gesammelt wird.
Enthält viel Kieselsäure für die Haut und stärkt die Knochen, Knorpel und das Bindegewebe. Dazu Ackerschachtelhalm als Tee trinken und einen Aufguss daraus ins Badewasser geben.
Wirkt innerlich blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und diuretisch; auch als Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierenbeckenentzündung, Harngrieß, Gicht und Rheuma. Dazu Ackerschachtelhalm als Tee trinken und (Sitz)Bäder aus dem Aufguss machen. Auch bei Frauenleiden Sitzbäder mit Aufguss aus Ackerschachtelhalm machen. 
Als Badezusatz 100 Gramm Ackerschachtelhalm eine Stunde in einem Liter heißen Wasser ziehen lassen, abseihen und dem Badewasser beimischen. Darin baden hilft bei Rheuma und Gicht.
Bei starken Regelblutungen Ackerschachtelhalm-Tee trinken wirkt blutstillend. 
Ackerschachtelhalm hilft bei Lungenproblemen und wurde früher bei Tuberkulose verwendet. Äußerlich als Waschung anwendbar bei Frostbeulen, Wunden und Ausschlag; adstringierend und blutstillend. Bei Zahnfleischbluten damit den Mund spülen.
Haare waschen mit Ackerschachtelhalm-Aufguss hilft bei Kopfschuppen und macht kräftige Haare.
Füße in Ackerschachtelhalm-Aufguss baden hilft bei Fußschweiß.
Bei Ödemen ein Leintuch mit einem Aufguss aus Ackerschachtelhalm tränken und auf die Stelle auflegen. Mit einem trockenen Tuch umwickeln und 15 Minuten einwirken lassen. Auch bei Krampfadern kann man Umschläge mit kaltem Aufguss von Ackerschachtelhalm machen. Stärkt die Venen und das Bindegewebe.
Bringt durch den hohen Anteil an Kieselsäure Klarheit, Ordnung und Struktur.
Die Sprossen kann man im Frühling als Gemüse essen; die Knollen werden wie Kartoffeln zubereitet. Als Kräftigungsmittel kann man fein gemahlene Ackerschachtelhalme mit ins Essen geben.
Früher wurde Ackerschachtelhalm zum Putzen von Zinngeschirr verwendet - daher sein Name “Zinnkraut”.

Ackerstiefmütterchen: enthält Salicylsäure und Saponine. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Kopfschmerzen, Husten und Halsentzündungen; äußerlich bei Hauterkrankungen.

Ackerwinde: enthält Herzglykoside und Alkaloide; Wurzeln sind abführend.

Alant: mag fette Böden. Wurzeln enthalten Inulin, das zu Diätzucker verarbeitet wird. Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei festsitzendem Husten und Bronchitis.

Aloe Vera: enthält Anthraglykoside
Regt innerlich angewendet die Darmperistaltik an; als Abführmittel, zum Blutreinigen und für Entfettungskuren.
Hilft äußerlich bei Herpes, Schuppenflechte, Wunden, Hautverletzungen; hemmt Entzündungen; bindet Feuchtigkeit in der Haut.
Innerlich eingenommen kann Aloe die Wirkung von Cortison, Diuretika und Digitalisglykosiden verstärken.
Aloe-Vera-Saft kann bei Überdosierung zu Durchfall, Nierenschäden und Elektrolytverlust führen.

Alraune: Nachtschattengewächs; enthält  Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin - giftig! Verzehr verursacht Atemlähmung. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Zauberpflanze; soll böse Geister vertreiben. 
Wurzel in Menschengestalt wurde gewaschen und in Seide gekleidet wie ein Mensch; sollte Glück und Gesundheit bringen. 
Wurde von Ärzten in der Antike als Narkotikum bei OPs verwendet (Wurzel in Wein getränkt). 

Andorn: verwendet wird das Kraut innerlich bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, mangelndem Gallenfluß und bei zu schwacher Blutung.

Anis: verträgt sich im Beet gut mit Koriander. Verwendet werden die Früchte als Tee oder Inhalation bei Schnupfen, festsitzendem Husten und Bronchitis. Hilft als Gewürz bei Verdauungsstörungen, Verstopfung, Bauchkrämpfen und Blähungen; fördert den Milchfluß.

Arnika: steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht gepflückt werden.
Verwendet werden die Blüten äußerlich bei Verletzungen, Quetschungen, Prellungen, Verstauchungen, Venenleiden, Muskel- und Gelenkbeschwerden.
Arnika-Tinktur: Arnikablüten in eine Flasche geben, mit Schnaps auffüllen und drei Monate in die Sonne stellen. 
Nicht innerlich anwenden! Vorsicht bei Allergien gegen Korbblütler!

Aronstab: enthält Oxalat, Aroin, cyanogene Scharfstoffe und Alkaloid Coniin - giftig! Verzehr verursacht Haut- und Schleimhautreizungen, Heiserkeit, Magen- und Darmstörungen. Durch Hautkontakt kommt es zu Rötungen und Blasen. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Die Blüte lockt mit Aasgeruch Insekten an.

Artischocke: enthält Bitterstoff Cynarin. Verwendet werden die Blätter innerlich bei Leber- und Gallenbeschwerden,  Verdauungsstörungen, Diabetes. Senkt zu hohen Cholesterinspiegel und verhindert Arteriosklerose. 
Kann zu Blähungen führen. Hemmt den Milchfluß - nicht für Schwangere!

Augentrost: verwendet wird das Kraut äußerlich als Waschung oder Umschlag bei Bindehautentzündung, Gerstenkorn und müden roten Augen; innerlich bei Husten und Heiserkeit.
Rezept: aus einem TL Augentrost einen Tee kochen, abkühlen lassen und damit  mehrmals am Tag die Augen waschen.

Bachnelkenwurz: Rosengewächs; wächst an Bachufern; enthält viele Gerbstoffe
Verwendet wird die Wurzel innerlich bei Durchfall, Ruhr und Infektionen; äußerlich bei Wunden; antibakteriell, schweißtreibend, entzündungshemmend und adstringierend.

Bärentraube: Heidekrautgewächs; mag saure Böden. Steht bei uns unter Naturschutz.
Verwendet werden die Blätter; wirkt adstringierend und desinfizierend; innerlich bei Blasenentzündung. Blätter machen den Harn zu sauer für Bakterien.

Bärlauch: enthält schwefelartiges ätherisches Öl und viel Vitamin C.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Magen-Darmstörungen, Verdauungsproblemen, Blähungen, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Arteriosklerose, Würmern; lindert Asthma.
Bärlauch-Pesto nur mit trockenen Blättern machen, wird sonst schlecht. Nicht tiefkühlen, sondern zum Konservieren in Olivenöl einlegen.

Baldrian: wächst in feuchten Gebüschen, Wiesen, Gräben; enthält Alkaloide und ätherisches Öl. 
Baldrian kannten bereits die Römer und Germanen als organ- und nervenstärkendes Mittel. War früher auch Aphrodisiakum und Pestmittel. 
Baldrian soll den Teufel vertreiben und wurde deshalb von den Bauern in den Stall und an der Haustür aufgehängt.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Unruhe, Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Angstzuständen, Herzneurosen; wirkt krampflösend, beruhigend, magenstärkend. Auch als Badezusatz wirksam.

Basilikum: enthält ätherisches Öl und viele Mineralstoffe u.a. Magnesium. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Verdauungsstörungen, Magengeschwüren, Wurmbefall, Entzündungen; fördert den Milchfluss.

Beifuß: enthält viele Bitterstoffe. Wächst an Wegrändern und Böschungen, auf nährstoffreichen Sand- und Lehmböden. Beifuß verdrängt ihre Nachbarpflanzen; wächst lieber für sich alleine im Beet.
Mondpflanze; Gegenspieler zum Johanniskraut = Sonne. Wurde bereits in Pharaonengräbern gefunden. Beifuß wurde früher gegen wunde Füße in die Schuhe gelegt.
Fördert die Träume und wirkt auf das Unterbewußtsein; stellt Verbindung zur Anderswelt her.
Verwendet wird innerlich das Kraut; wirkt anregend auf Appetit, Verdauung und Stoffwechsel; durchblutet alle Schleimhäute; unterstützt die Leber; hilft bei Kopfschmerzen; erwärmt Unterleib und Füße; fördert die Beckendurchblutung (kleines Becken) und den Energiefluß zwischen Herz und Gebärmutter; regt die Menstruation an; beschleunigt das Austreiben der Nachgeburt. Aktiviert das Wurzelchakra.
Räucherpflanze: desinfizierend und reinigend beim Räuchern (=> Krankenzimmer); Räuchern auch zur Geburtseinleitung.
Wird in der TCM zur Moxabustion verwendet.

Beinwell: Enthält wundheilendes Allantoin. Mag fette Böden; duldet im Beet keinen Senf als Nachbarn.
Verwendet werden Wurzeln und Blätter; wundheilend. Bad daraus hilft bei Knochenbrüchen und Quetschungen.
Salbe aus der Wurzel herstellen: bei Knochenbrüchen und Verletzungen (Verstauchungen, Prellungen); hilft, die ursprüngliche Struktur wieder herzustellen. Blätter klopfen und woigeln und auf Prellungen auflegen.
Enthält Pyrrolizidinalkaloide - nicht innerlich anwenden!

Besenginster: enthält Alkaloid Spartein - giftig! Verzehr führt zu Lähmung der glatten Muskulatur mit Darmstörungen, Harndrang und Kreislaufproblemen. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Bibernelle: verwendet werden die Wurzeln innerlich bei festsitzendem Husten, Bronchitis und Verdauungsstörungen; immunstärkend, harn- und schweißtreibend, entzündungshemmend.

Bilsenkraut: enthält Alkaloid Hyoscyamin - giftig! Verzehr verursacht Pupillenerweiterung, heiße, trockene Haut, Sehstörungen, Schluck- und Sprechstörungen, Bewußtlosigkeit. Alle Pflanzenteile sind giftig. 

Birke: Pionierpflanze; mag nasse Böden; trocknet die Böden aus. Enthält viele Gerbstoffe und Flavonoide.
Verwendet werden die Blätter, Knospen und der Saft innerlich als Durchspülungstherapie bei Blasen- und Nierenerkrankungen, Rheuma, Gicht und Ödemen. Äußerlich hilft der Saft bei Wunden und Ausschlag.
Birkenhaarwasser: eine Handvoll frische Birkenblätter, einen EL Brennesselwurzeln, zwei EL Brennesselblätter, einen EL Kapuzinerkresse (Blüten und Blätter), einen EL Arnikablüten, einen halben EL Rosmarin, vier Gewürznelken, einen Liter Schnaps. Kräuter in Schraubglas geben und mit dem Schnaps übergießen; drei Wochen ziehen lassen, abseihen und abfüllen.

Bittere Schleifenblume: enthält Senfölglykoside und Bitterstoffe. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Appetitlosigkeit, Magen- und Gallenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Übelkeit; krampflösend, entzündungshemmend.

Blauer Eisenhut: enthält Alkaloid Aconitin -  eine der giftigsten Pflanzen Europas. Verzehr verursacht Kribbeln der Haut, Brennen im Mund, Schweißausbruch, Erbrechen, Koliken, Durchfall, Kreislaufstörungen, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen. Drei bis sechs mg Aconitin reichen als tödliche Dosis. Alle Pflanzenteile sind giftig. Bereits Hautkontakt kann eine Vergiftung bewirken. Wurde früher als Pfeilgift verwendet.
In der Medizin Herz- und Nervenmittel.

Blutwurz: enthält Gerbstoffe. Verwendet werden die Wurzeln äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, schlecht heilenden Wunden, Hämorrhoiden; innerlich bei Durchfall und zur Magenstärkung; antiviral, antibakteriell, adstringierend. Bad daraus hilft bei Knochenbrüchen und Quetschungen. 
Im Bayerischen Wald wird daraus Verdauungsschnaps hergestellt.

Bockshornklee: enthält Schleimstoffe; diese quellen im Wasser auf und wirken erweichend, reizlindernd, abführend, antibakteriell; bei Entzündungen der Schleimhäute.
Verwendet werden die Samen äußerlich bei Hautentzündungen und Furunkeln.

Bohne: enthält Toxalbumin Phasin - giftig! Verzehr verursacht Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Kollaps. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die rohen, reifen Samen. Durch Erhitzen werden Bohnen ungiftig.
Bohnen mögen im Beet Tomaten, Radi und Sellerie als Nachbarn; sie mögen keine Zwiebeln oder Knoblauch.

Bohnenkraut: enthält ätherisches Öl, Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe. 
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Verdauungsstörungen sowie bei festsitzendem Husten und Bronchitis.
Wie der Name schon besagt, wird es gerne Bohnengerichten beigegeben.

Borretsch: enthält viel Linolensäure. Verträgt sich im Beet gut mit Erdbeeren.
Aus den Samen wird Öl gewonnen, das reich an Gamma-Linolensäure ist und bei Neurodermitis, trockener und empfindlicher Haut hilft.
Frische Blätter eignen sich zum Würzen.

Breitwegerich: enthält Schleim-, Bitter- und Gerbstoffe
Der Saft aus den Blättern hilft äußerlich bei Wunden und Insektenstichen; innerlich bei Magen-Darmproblemen, Durchfall, Gastritis, Harnwegskatarrhen, Atmewegsinfektionen.
Die frischen Blätter kann man in Salat geben.

Brennessel: enthält viel Silicium, Kalium, Magnesium, Eisen, Provitamin A.
Sie steigert bei ihren Nachbarpflanzen den Gehalt an ätherischen Ölen.
Brennessel-Sud ist ein guter Kompost-Beschleuniger. 
Ca. 70 Tierarten leben von der Brennessel.
Aus Brennesselfasern wurden bereits im Neolithikum Stoffe hergestellt. Früher wurde mit Brennessel auch Wolle gefärbt.
Der tantrische Yogi Milarepa ernährte sich jahrelang nur von Brennesseln bis er grün wurde.
Verwendet werden Kraut und Wurzeln als Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung; bei rheumatischen Erkrankungen das Kraut verwenden. Bei Prostatavergrößerung Tinktur aus der Wurzel einnehmen. Kräftigt Haare und Kopfhaut; schützt vor Haarausfall.
Rezept: drei TL Blätter mit einer Tasse kaltem Wasser übergießen; zehn Minuten ziehen lassen; täglich drei Tassen trinken.
Frühlingstriebe geben vitaminreiche und blutreinigende Suppe. 

Brombeere: wächst in lichten Wäldern und Brachflächen; enthält Gerbstoffe. Nicht länger als zehn Minuten kochen, sonst gehen die Wirkstoffe verloren. Gerbstoffe wirken leicht stopfend, deshalb hilft Brombeerblättertee bei Durchfall; wirkt auch blutreinigend. Zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Heiserkeit, Erkältungen; als Waschung bei Hauterkrankungen.
Brombeerblätter sind sehr aromatisch und werden vielen Kräuterteemischungen beigegeben.

Brunnenkresse: wächst an fließenden, kühlen Gewässern.  Enthält Bitter- und Gerbstoffe und viel Vitamin C. War früher wichtige Pflanze gegen Skorbut.
Verwendet wird das Kraut äußerlich bei Muskel- und Weichteilrheuma. Hilft bei Altersflecken, Hautentzündungen und empfindlicher Haut. Blätter woigeln und auf schlechtheilende Geschwüre auflegen.
Innerlich anwenden bei Gallenbeschwerden, Rheuma, Gicht und bei festsitzendem Husten (frisches Kraut, Pressäfte). Brunnenkresse wirkt blutreinigend, diuretisch, fiebersenkend.

Christrose:  enthält Herzglykoside - giftig! Verzehr verursacht Haut- und Nierenreizungen, Harndrang, Lähmungen. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln.

Dill: beinhaltet viele Mineralstoffe. Wird auch Gurkenkraut genannt, weil er gut in den Gurkensalat paßt. Dill mag im Beet keine Gelben Rüben als Nachbarn.
Dillsamen regen die Verdauung an, helfen bei Blähungen, Völlegefühl und Bauchkrämpfen. 

Dornige Hauhechel: enthält viel ätherisches Öl und Gerbstoffe. Verwendet wird die Wurzel als Durchspülungstherapie bei Blasenentzündung und Nierengrieß. Nicht bei Ödemen infolge von Herz- oder Niereninsuffizienz einnehmen!

Eberraute: ist mit Wermut und Beifuß verwandt; enthält Bitterstoffe und ätherisches Öl.
Wird innerlich verwendet bei Verdauungsstörungen, Magenproblemen und bei Husten.
Ihr feiner, zitroniger Geschmack paßt gut in Bratensoßen und Salatsoßen.

Echte Nelkenwurz: enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe. Hat gelbe Blüten; wenn sie verblüht sind, werden sie stachelige Kugeln, die an der Kleidung hängenbleiben. Wurzel fest reiben => riecht nach Nelke.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Durchfall und Verdauungsbeschwerden; äußerlich bei Heiserkeit, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Hämorrhoiden und schlecht heilenden Wunden; antiseptisch.
Wurde früher zum Würzen verwendet. Junge Blätter kann man in Salat geben.

Echter Ehrenpreis: verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Asthma, Bronchitis, Erkältungen, Rheuma und Gicht; äußerlich bei Mund- und Rachenschleimhautentzündungen.

Echtes Labkraut: enthält viel Kieselsäure. Heißt auch Herrgottsstroh, weil es in der Krippe vom Jesus war. Wurde früher als Füllung für Kissen verwendet.
Verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Ödemen und Blasenentzündung; diuretische Wirkung.

Efeu: enthält Hederin und Falcarinol - giftig! Verzehr führt zu Krämpfen, Schleimhautentzündungen, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, beschleunigten Puls; Hautkontakt führt zu Reizungen. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Verwendet werden die Blätter bei Husten und Bronchitis; krampflösend. Wickel aus Efeu straffen die Bauchdecke nach der Geburt.
Hilft seelisch bei Trauer, Angst, Verlust, Loslassen.

Eibe: enthält Alkaloid Taxin - giftig! Verzehr führt zu Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Durchfall, Nierenschädigung. Alle Pflanzenteile sind giftig, außer der rote Samenmantel. Keine Pflanzen von unter Eiben ernten - giftig!
Griechisch Toxon = Pfeil, toxikum = Pfeilgift
Kelten und Germanen benutzten Amulett aus Eibenholz zur Abwehr von Krankheiten, Unheil, schwarzer Magie. Eiben-Rune "Eiwas" hat apotropäische Wirkung.

Eibisch: enthält Schleimstoffe. Verwendet werden die Blätter und Wurzeln als Tee innerlich bei trockenem Reizhusten, Entzündungen in Mund- und Rachen sowie bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen.
Rezept: einen TL Eibischblätter mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen; ein bis zwei Stunden ziehen lassen, dabei oft umrühren; vor dem Trinken leicht erwärmen.

Eiche: enthält viele Gerbstoffe; wirken leicht stopfend. Nicht länger als zehn Minuten kochen, sonst gehen die Wirkstoffe verloren.
Eichenrindentee bei Ekzemen, Hautleiden, Ausschlag, Flechten, Milchschorf, Erfrierungen, schlecht heilenden Wunden als Waschung verwenden; zum Gurgeln bei Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündung. Bei Hämorrhoiden Sitzbad, bei Fußpilz Fußbad aus Eichenrindentee machen.

Eisenkraut: war den Kelten heilig; Wundkraut bei Verwundungen durch Eisenwaffen; apotropäische Wirkung.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit sowie bei Husten und Bronchitis; stärkt die Sehkraft; gut zum Ausleiten; fördert Milchfluß sowie die Monatsblutung.

Engelstrompete: wird bis zu zwei Meter hoch. Alle Pflanzenteile sind giftig! Als Tee aufgegossen oder geraucht gibt es Vergiftungen mit tödlichen Atemlähmungen.

Engelwurz: enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe.
Wurde von den Erzengeln in Zeiten der Pest zur Erde gebracht und galt als Mittel gegen Pest und bösen Zauber. Lichtpflanze: hat schneeweißen Stern im Stengelquerschnitt.
Verwendet wird die Wurzel innerlich bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsstörungen; harn- und schweißtreibend, entzündungshemmend, immunstärkend bei Erkältungen und stark desinfizierend; hilft bei Stress.

Enzian: enthält Bitterstoffe; steht unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich als Tee und Tinktur zur Appetitanregung, bei Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen.
Der beliebte Enzian-Schnaps wird aus den Wurzeln des Gelben Enzian hergestellt.
25 Gramm getrocknete Enzianwurzeln zerkleinern und mit einem halben Liter Schnaps aufgießen. Zwei Monate ziehen lassen und gelegentlich schütteln. Danach abseihen. 

Erdbeere: enthält Gerbstoffe; verträgt sich im Beet gut mit Borretsch.
Trägt Blüten und Früchte gleichzeitig. Weiße Blüte = Reinheit, rote Beere = Fruchtbarkeit => Symbol der Jungfrau Maria.
Erdbeerblättertee ist aromatisch und wird vielen Kräuterteemischungen beigegeben.
Erdrauch: verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei krampfartigen Gallen-, Magen-, Darmbeschwerden und bei Verstopfung; äußerlich als Waschung bei Psoriasis und Hautproblemen.

Erle: Holz färbt sich bei Fällen rot und macht ächzende Geräusche; wurde deshalb als Wohnstätte von Naturgeistern betracht (siehe Goethes Ballade “Der Erlkönig”).
Gerbstoffe aus dem Holz wurden früher zum Haarefärben verwendet.
Blätter und Rinde wirken adstringierend, z.B. bei schlecht heilenden Wunden.

Estragon: mag fette Böden; enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe
Verwendet wird das Kraut innerlich zur Appetitanregung, bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Magenbeschwerden, Ödemen; äußerlich als Öl bei Rheuma. 
Estragon ist ein beliebtes Küchenkraut für Fleischgerichte, Salate, Suppen, Soßen.

Eukalyptus: enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe und Eucalyptol
Verwendet werden die Blätter; bei festsitzendem Husten und Bronchitis inhalieren; befreit die Schnupfennase. Äußerlich bei Muskel- und Weichteilrheuma. Vorsicht -  reizt den Magen! 

Farn: verwendet werden Wurm-, Adler-, Frauenhaar-, Tüpfelfarn
Bei Rheuma oder Rückenschmerzen Farnkraut auf die betroffenen Stellen auflegen. Bei Venenentzündungen die Beine in Aufguss aus Farnwedeln baden.
Wurmfarn treibt Bandwürmer aus.
Farnkissen: hilft bei Rheuma und Rückenschmerzen; dazu Farnwedel trocknen, in ein Leinenkissen geben und auf die betroffene Stelle auflegen.
Farngeist: 200 Gramm getrocknete Farnwurzeln und -kraut in einen halben Liter Schnaps einlegen; im Dunklen zwei Wochen ziehen lassen. Schmerzende Stellen damit einreiben; hilft bei Kopf-, Rücken-, Muskel-, Gelenkschmerzen, Rheuma, Arthrose.
Farnsalbe: eine Hand vol Farnwedel kleinschneiden oder zerstampfen; 250 Gramm warmes Fett dazugeben und aufkochen. Einen Tag ziehen lassen, nochmal aufkochen und den Farn abseihen. Schmerzende Gelenke damit einreiben.
Farn-Fußbad: einige Farnwedel mit heißem Wasser übergießen, etwas abkühlen lassen und Füße darin 15 bis 20 Minuten baden. Hilft bei schmerzenden Füßen.
Bei brennenden Füßen Farn in die Schuhe legen.
Farnsirup: einen Teil Frauenhaarfarn, zehn Teile Wasser und 19 Teile Zucker miteinander aufkochen. Der Sirup hilft bei Erkältungen, Husten, Bronchialkatarrh.
Mit Farnwedeln kann man gut Mücken vertreiben.

Faulbaum: Faulbaumrinde enthält Anthraglykoside; regen Darmperistaltik an. Tee aus Faulbaumrinde als Abführmittel, zum Blutreinigen und für Entfettungskuren. Nur Rinde verwenden, die mindestens ein Jahr gelagert worden ist. Frische Rinde verursacht Erbrechen und Darmkoliken.

Fenchel: enthält ätherisches Öl. Verdrängt ihre Nachbarpflanzen; wächst lieber für sich alleine im Beet.
Verwendet werden die Samen als Tee bei festsitzendem Husten und Bronchitis; wirkt antibakteriell; regt Milchfluß an; reguliert Menstruation; appetitanregend, diuretisch, verdauungsfördernd; gegen Blähungen und Würmer.
Fenchelöl hilft bei trockener, spröder Haut; wundheilend, desinfizierend.

Fichte: immergrünes Kieferngewächs; hat hängende und als ganzes abfallende Zapfen
Fichtennadeln machen saures Milieu; das mögen Schnecken nicht. Soll man im Garten gegen Schnecken auf den Boden streuen.
Fichtennadel-Tee: hilft bei Atemwegserkrankungen.
Für Fichtennadel-Tee einen TL Fichtennadeln (getrocknet oder frisch) auf eine Tasse Wasser geben, kurz aufkochen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen.
Das ätherische Öl der Fichtennadeln hilft bei Erkältungen, wirkt krampflösend und beruhigt.
Umschläge aus Fichtenpech: entzündungshemmend und desinfizierend bei Wunden
Salbe aus Fichtenpech: hilft bei Rheuma, Gelenk- und Muskelschmerzen und Hexenschuss.
Fichten-Sirup: ein Pfund frische Fichtentriebspitzen in einen Topf geben und einen Liter Wasser dazuschütten. Kochen, bis das Wasser milchig-weiß wird und anschließend abseihen. Dem Wasser zwei Kilo Zucker beigeben und drei bis fünf Stunden kochen. Abkühlen lassen und in Gläser abfüllen. Löffelweise einnehmen oder in Tee auflösen hilft bei Erkältungen, Husten und Grippe.
Fichten-Bad: 200 Gramm Fichtennadeln auf einen Liter Wasser geben, fünf Minuten kochen und dem Badewasser beigeben. Bad beruhigt, regt die Durchblutung an und macht die Atemwege frei.
Fichten-Tinktur: frische Fichtentriebspitzen mit Schnaps übergießen, bis sie völlig bedeckt sind. In einem verschlossenen Glas in der Sonne drei Wochen ziehen lassen, abseihen und in ein dunkles Glas gießen. Damit einreiben bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Ischias, Hexenschuss.

Fieberklee: enthält Bitter- und Gerbstoffe. Verwendet werden die Blätter innerlich als Tee bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Völlegefühl, Magenbeschwerden, Verstopfung und zu schwacher Blutung.

Fingerhut: enthält Herzglykoside - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Schwindel, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig.
Wird in der Medizin bei Herzschwäche eingesetzt.

Flohsamen: ist mit Spitzwegerich verwandt; enthält Schleimstoffe; diese quellen im Wasser auf und wirken erweichend, reizlindernd, abführend, antibakteriell.

Frauenmantel: enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe, die leicht stopfend wirken. Nicht länger als zehn Minuten kochen, sonst gehen die Wirkstoffe verloren. 
Tropfen auf dem Frauenmantel kommen aus der Pflanze selbst (Guttation).
Verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Frauenkrankheiten; äußerlich als Waschung bei Wunden; als Sitzbad zur Reinigung nach der Geburt. 
Wickel mit Frauenmantel straffen die Bauchdecke nach der Geburt.
Bei Migräne: Tropfen auf die Stirn reiben.
Für die Zeit der Übergänge; gibt Ruhe und Geborgenheit; sein Mantel schützt.
Blätter kann man in Quark oder Salat geben.

Galgant: Ingwergewächs aus Südasien; Wurzel wird als Gewürz verwendet, z.B. in Currymischungen. Hilft bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Völlegefühl, Bauchkrämpfen. 
Bei Hildegard von Bingen war es ein Allheilmittel.
In Espresso einen TL Pulver reingeben; wirkt wie Magenbitter nach dem Essen.

Gänseblümchen: enthält Saponin, Bitter-, Schleim- und Gerbstoffe, ätherisches Öl
Verwendet werden die Blüten bei Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden
(“Arnika für die Gebärmutter”), Schlafstörungen, Husten; wirkt schleimlösend.
Hilft gut bei Kindern mit Mißbrauch; auch fürs Innere Kind; macht fröhlich, beschwingt. Gänseblümchen ist das “Stehaufmännchen” unter den Kräutern.

Gänsefingerkraut: enthält Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe; wirkt adstringierend, schmerzstillend und stopfend. Verwendet wird das Kraut als Tee äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und Hämorrhoiden; innerlich bei schmerzhaften und zu schwachen Regelblutungen und Durchfall. Wirkt auf die quergestreifte Muskulatur krampflösend.

Gartenbohne: diuretisch; gegen Eiweiß im Harn; blutreinigend bei Diabetes; hilft bei Arteriosklerose.
Nicht roh essen; enthält Blausäureglykoside; verursacht Erbrechen und Magenkrämpfe.

Gartenkresse: enthält Senfölglykoside und viele Vitamine. Die Keimlinge sind ein aromatisches Gewürz für kalte Gerichte (Salat, Quark etc.)
Gartenkresse ist blutreinigend, antiviral und stärkt das Immunsystem..

Gefleckter Schierling: enthält Alkaloid Coniin - giftig! Verzehr verursacht Brennen im Mund, vermehrten Speichelfluß, Erbrechen, Lähmungen, Bewußtseinstrübung. Die Lähmung steigt von unten nach oben im Körper, bis der Tod durch Atemlähmung eintritt.
Der griechische Philosoph Sokrates wurde dazu verurteilt, den Schierlingsbecher zu trinken.

Geißraute: enthält Saponine, Gerb- und Bitterstoffe. Verwendet wird das blühende Kraut als Tee; fördert den Milchfluß; senkt den Blutzuckerspiegel.

Gelber Enzian: enthält Bitterstoffe. Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Verdauungsstörungen, Appetitmangel und Reizdarm. Aus ihm wird ein beliebter Verdauungsschnaps gebrannt.

Gelbe Rüben: Mögen im Beet Mangold, Radi und Zwiebeln als Nachbarn; mögen keine Roten Rüben und Dill.
Heilpflanze für den Darm; ihr Pektin bindet Giftstoffe im Darm. Geriebene Gelbe Rüben helfen gegen Würmer (zusammen mit Knoblauch). Bei Pickeln und Ausschlägen geriebene Gelbe Rüben auflegen.
Ihre Samen regen den Milchfluss an, diuretisch, aphrodisierend, gegen Blähungen. Nicht für Schwangere!

Gelbwurz: verwendet wird die Wurzel; regt die Verdauung an, lindert Völlegefühl und hilft bei Gallenstörungen; wirkt antioxidativ

Gemeiner Bocksdorn: Nachtschattengewächs; Blätter und Wurzeln enthalten Hyoscyamin; Vergiftung ist ähnlich wie bei Tollkirsche; nur rote Beeren sind ungiftig. 
Die getrockneten Beeren (Gojibeeren) wirken immunstärkend und antioxidativ und sind sehr vitaminreich. Besonders in der TCM sind Gojibeeren sehr beliebt.

Gemeines Kreuzkraut: enthält Pyrrolizidinalkaloide - giftig! Verzehr schädigt die Leber. Wächst auch als Unkraut in Gärten. Blätter ähneln der Rauke.

Germer: enthält Protoveratrin u.a. Alkaloide - giftig! Verzehr verursacht Brennen im Mund, Erbrechen, Koliken, Schweißausbruch, Durchfall, Herz- und Kreislaufstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders dir Wurzeln.

Giersch: enthält Eisen, Kalium, Vitamin C, Karotin. Wo er wächst, ist der beste Boden (humos, locker) - ein Trost für alle, die ihn als Unkraut im Garten haben.
Bei Mückenstichen Saft aus Blatt rausreiben und draufträufeln.
Früher wurde Giersch als Mittel bei Rheuma, Gicht und Arthritis verwendet.
Heute ist er ein schmackhaftes und gesundes Küchenkraut. Dafür ganz junge Blätter verwenden; kann man ganzjährig ernten für Salat, Pesto oder Gemüse.
Nicht mit Hollerblättern oder Geflecktem Schierling verwechseln - giftig! Man erkennt Giersch an den dreikantigen Stengeln.

Giftlattich: enthält viele Bitterstoffe; weißer Milchsaft ist schmerzstillend, narkotisierend; wird zum Strecken von Opium verwendet.

Ginkgo: enthält Saponin-Glykoside. Verwendet werden die Blätter bei Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen, und Durchblutungsstörungen im Gehirn; lindert arterielle Durchblutungsstörungen im Herz und in den Beinen (Raucherbein); fördert das Gedächtnis und hilft bei Demenz.
Ginseng: Jen-shen = "Menschenwurzel" wegen ihrer menschlichen Gestalt.
Verwendet wird die Wurzel als Tinktur zur Stärkung und Steigerung der Leistungsfähigkeit; hat tonische Wirkung.

Ginseng, sibirischer: hilft innerlich bei Herpes und Leistungsschwäche. 
Kann die Wirkung von Gerinnungshemmern, Beruhigungs- und Diabetesmitteln verstärken.

Ginseng, asiatischer: hilft innerlich bei Krebs, Diabetes und Impotenz.
Kann die Wirkung von Antidepressiva und Diabetesmitteln beeinflussen.

Goldlack: enthält Herzglykoside - giftig! Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen.

Goldregen: enthält Alkaloid Cytisin - giftig! Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Bewußtlosigkeit. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen und Hülsenfrüchte.

Goldrute: enthält Saponine, Flavonoide und Gerbstoffe. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Blasenentzündung und Nierenerkrankungen; diuretisch. Nicht einnehmen bei Ödemen infolge von Herz- oder Niereninsuffizienz.

Gundermann: hat viel Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Vitamin C, Saponine.
Pionierpflanze; verträgt harte, magere Böden. Bildet in der Natur und im Garten ganze Flächen, Teppiche, v.a. an dunklen Stellen. Die Blätter sind rauh mit kleinen Härchen; werden bei viel Sonne bläulich-dunkel (= Sonnenschutz durch eingelagerte Farbstoffe).
Gundermann wurde früher wegen seiner Bitterstoffe zum Bierbrauen verwendet; Bier war Kräftigungsmittel. 
Wurde in der Volksheilkunde gegen die Pest eingesetzt; apotropäische Wirkung.
Gundermann in Öl einlegen und einige Tage in die Sonne stellen; Öl wirkt wundheilend.
Bad aus Gundermann hilft bei Knochenbrüchen und Quetschungen.
Gundermann ist sehr würzig; für Suppe nur ein paar Blättchen nehmen. Blüten sind essbar; auf Salat streuen.
Steht für das Thema “Loslassen”. Wirkt auf die Atmung; Ausatmen = Loslassen.

Gurke: Gurken mögen im Beet Zwiebeln, Bohnen und Rote Rüben als Nachbarn; sie mögen keine Tomaten, Radi und Paprika.
Gurke regt den Darm an; löst Nierensteine; diuretisch bei Nierenentzündung, Ödemen, Fettleibigkeit.
Gurkensaft als Hautpflegemittel ist erfrischend, reinigend, glättend; Gurkenscheiben auflegen bei Ausschlag und Sonnenbrand.

Hafer: enthält Vitamine der B-Gruppe, Kieselsäure und Zink. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen; äußerlich als Bad oder Waschung bei Hautentzündungen und Schuppen.

Hanf: kommt ursprünglich aus dem Industal. Seit knapp 5000 Jahren werden aus dem Bast der Hanfpflanze Fasern gewonnen. Aus ihnen werden feste Tuche, Seile und Papier hergestellt; Jeansstoffe waren früher aus Hanf.
THC: Wirkstoff im Hanf; wirkt auf Stamm- und Kleinhirn ein. 
Hanf wirkt krampflösend und beruhigend. Hanftinkturen helfen bei Schlaflosigkeit und Nervosität
Aus Hanfsamen gewinnt man ein hochwertiges Speiseöl mit nussigem Geschmack. Es findet auch in der Kosmetikindustrie Verwendung. Bei Ohrenentzündungen kann man das Öl in die Ohren träufeln. Außerdem hilft es bei entzündlichen Hauterkrankungen.

Hamamelis: enthält viele Gerbstoffe. Verwendet werden die Blätter innerlich bei Durchfall; äußerlich bei Mund- und Rachenentzündungen und schlecht heilenden Wunden; als Salbe oder Zäpfchen bei Hämorrhoiden. Hamamelis in Kosmetika macht einen schönen Teint und hilft bei Akne. Bei fettigen Haaren nach der Haarwäsche Hamameliswasser einmassieren.

Hasel: Lebensstrauch; kann 500 Jahre alt werden. Wächst an Abhängen, Waldrändern, Gebüschen.
Mit Haselruten auf Finger und Waden schlagen gegen “Erkalten” (fängt bei Händen und Füßen an); das facht die Lebensgeister an.
Grippetee: einen Teil Haselkätzchen, einen Teil Hollerblüten; zwei TL davon mit kochendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen.
Hauswurz: “Deutsche Aloe”; Saft in den Blättern hilft bei Verbrennungen, Hühneraugen, Hautflechten.

Heidekraut: enthält Phenylglykoside; macht den Harn zu sauer für Bakterien und hilft bei Blasenentzündung.

Heidelbeere: wirkt desinfizierend und adstringierend

Herbstzeitlose: Liliengewächs; enthält Colchicin - giftig! Verzehr führt zu Brennen im Mund, Erbrechen, Durchfall, Koliken, Kreislaufstörungen und Organschäden. Alle Pflanzenteile sind giftig. Die Blätter können leicht mit Bärlauch verwechselt werden.

Herkulesstaude: Riesenbärenklau; enthält Furanocumarine; macht die Haut nach Kontakt lichtempfindlich und löst eine Photodermatitis aus. Neophyt, der ursprünglich aus dem Kaukasus kam.

Herzgespann: verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei nervösen Herzbeschwerden v.a. im Klimakterium; beruhigend, blutdrucksenkend, krampflösend.

Himbeere: Blätter enthalten Gerbstoffe, Flavonoide und Vitamin C.
Verwendet werden die Blätter innerlich als Tee bei Durchfall und zu schwacher Blutung; adstringierend, gewebefestigend; zum Gurgeln bei Mund- und Rachenentzündungen; äußerlich als Waschung bei Hauterkrankungen. Himbeerblätter werden vielen Teemischungen beigegeben.

Hirtentäschel: verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei zu starken Regelblutungen und Nasenbluten; äußerlich bei schlecht heilenden Wunden.

Hohlzahn: hat ähnliche Wirkung wie Ackerschachtelhalm.

Holler: enthält Sambunigrin - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Durchfall, Krämpfe. Alle Pflanzenteile sind giftig. Durch Erhitzen zerfällt Sambunigrin und die Beeren werden genießbar.
Verwendet werden die Blüten innerlich als Tee oder Saft bei fiebrigen Erkältungen zum Schwitzen und zur Schleimlösung bei Bronchitis.
Hopfen: enthält Bitterstoffe; ist mit dem indischen Hanf eng verwandt. Nur die Dolden der weiblichen Pflanzen werden zum Bierbrauen verwendet.
Verwendet werden die Blüten innerlich als Tee bei Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Magenbeschwerden, Appetitlosigkeit. Können getrocknet in Kräuterkissen für guten Schlaf gegeben werden.  
Östrogenhaltig; dämpft bei Männern die Lust (=> Bier für Mönche). Kann die Wirkung der Antibabypille beeinflussen.

Huflattich: lateinisch Tussilago = Hustenvertreiber; enthält Gerb-, Bitter-, Schleimstoffe und Alkaloide; nicht über längere Zeit anwenden. Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit!
Pionierpflanze, verträgt harte, magere Böden.
Verwendet werden die Blätter innerlich als Tee bei Heiserkeit, trockenem Reizhusten; zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.

Hundspetersilie: enthält Polyetin Aethusin - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Kopf- und Bauchschmerzen, Lähmungen. Alle Pflanzenteile sind giftig. Wird leicht mit der Wilden Möhre verwechselt.
Hundsrose: enthält Vitamin C.
Verwendet werden die Früchte (Hagebutten) innerlich bei Erkältungen.

Ingwer: enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe. Verwendet wird die Wurzel innerlich bei nervösem Magen, Übelkeit, Appetitmangel, Blähungen, Verdauungsstörungen, Reisekrankheit; schweißtreibend.
Kann zu Blutungen führen und die Wirkung von Bluthochdruckmitteln verstärken.

Isländisch Moos: enthält Bitter- und Schleimstoffe. Ist eine Flechte und wächst in trockenen Gegenden, in Nadelwäldern und auf Heiden. Gesammelt wird es im Hochsommer.
Verwendet wird Isländisch Moos innerlich als Tee bei Husten, Erkältungen, Entzündungen in Mund und Rachen und Appetitmangel. Auch bei Akne hilft der Tee. Dazu einen TL Isländisch Moos in einer Tasse kochendem Wasser 10 bis 15 Minuten ziehen lassen; mit Honig süßen.
Sirup aus Isländisch Moos: zwei Hände voll Isländisch Moos in einem Liter Wasser kochen und den Absud wegschütten. Das Isländisch Moos nochmal in Wasser aufkochen und abseihen. Ein Pfund Rohrzucker in den Sud geben und ein paar Stünden köcheln lassen. Anschließend in sterile Gefäße abfüllen. Hilft bei Schwäche, Erschöpfung, Husten, Erkältung, Schleimhautentzündung. 

Jakobskreuzkraut: enthält Pyrrolizidin-Alkaloide; leberschädigend; darf nicht in Heu oder Silage kommen, da es bei Weidetieren zum Tode führt.

Johannisbeere: enthält viel Vitamin C.
Saft aus Johannisbeere stärkt Bindegewebe und Gefäße; Tee aus den Blättern hilft bei Rheuma.

Johanniskraut: enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe, in den Blüten Hypericin.
Ist der Legende nach aus dem Blut des abgeschlagenen Kopfes von Johannes dem Täufer entstanden.
Verwendet wird das blühende Kraut; wirkt entzündungshemmend und antibakteriell; innerlich als Tee oder Tinktur bei Depressionen, Angst, Nervosität, Erschöpfung, Schlafstörungen; äußerlich bei Wunden, Verbrennungen, Herpes, Psoriasis, Neurodermitis.
Rotöl: 150 Gramm frische Blüten mit einem halben Liter Olivenöl ansetzen; vier Wochen an der Sonne ziehen lassen, dabei täglich schütteln.
Johanniskraut verringert die Wirkung vieler Medikamente, der Antibabypille und von Immunsuppressiva, die nach Transplantationen verabreicht werden. Hypericin läßt die Haut lichtempfindlich werden.

Kalmus: mag sumpfige Böden; enthält ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe. Verwendet wird die Wurzel bei Verdauungsbeschwerden, Magenproblemen, Blähungen, Appetitmangel.

Kamille: Pionierpflanze, verträgt harte, magere Böden. Mag im Beet keine Pfefferminze als Nachbarn.
Echte Kamille: Blütenköpfchen zerdrücken => riecht intensiv; unterscheidet sich dadurch von der Hundskamille, die keine Heilwirkung hat.
Verwendet werden die Blüten innerlich als Tee bei Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden, Reizdarm, Schlaflosigkeit und Menstruationsstörungen; äußerlich bei schlecht heilenden Wunden, Hautentzündungen, Schleimhauterkrankungen; verbessert das Hautbild; Kamillenöl wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Heißen Dampf der Kamille bei Erkältungen und Bronchitis inhalieren.
Bad mit Kamille wirkt beruhigend und entzündungshemmend; bei Hautleiden; als Sitzbad oder Waschung zur Reinigung nach der Geburt; bei schmerzhafter Monatsblutung; bei zu schwacher Blutung, fördert die Monatsblutung.
Kamillensirup: zehn Gramm. getrocknete Kamillenblüten, 100 ml Wasser, zum Tee kochen, fünf Minuten ziehen lassen, 65 Gramm Zucker dazugeben, ca. zwei Minuten kochen lassen, dabei ständig umrühren. in Marmeladenglas abfüllen; bei Entzündungen im Hals, Rachen, oberer Verdauungstrakt, Darm.
Kamille kann die Wirkung von Blutverdünnern verstärken.

Kapuzinerkresse: enthält Senfölglykoside und Vitamin C. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Blasenentzündung, Erkältungen, Verdauungsproblemen; diuretische, antibakterielle, antivirale Wirkung.
Blüten und Blätter kann man in Salat geben.
Karde: mit den getrockneten Blütenköpfen wurde früher Wolle gebürstet.
Verwendet wird die Wurzel innerlich als Tee oder Tinktur bei Borreliose; reinigt und entschlackt, regt Lymphfluss an.

Kartoffel: enthält Alkaloid Solanin - giftig! Verzehr verursacht Schleimhautreizung, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Blut im Urin, Atemlähmung, Koma. Alle Pflanzenteile sind giftig, außer die reifen Kartoffelknollen.
Umschläge aus erhitzten Kartoffelblättern helfen gegen Gelenkschmerzen, Ausschlag, Pickel, Herpes.

Katzenminze: enthält ätherisches Öl. Verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei festsitzendem Husten, Bronchitis, Grippe, Verdauungsstörungen, Appetitmangel; antibakterielle und beruhigende Wirkung.
Keulen-Bärlapp: wächst in feuchten, dunklen Wäldern. Die Stängel wachsen am Boden kriechend und tragen nadelartige Blätter. Die Fruchtstände sind kolbenartig.
Gesammelt wird er von Juli bis September.
Tee aus den Trieben regt die Leber an und ist diuretisch; kann auch zur Mundspülung verwendet werden.
Für Bärlapp-Tee einen TL Bärlapp auf eine Tasse kochendes Wasser geben und kurz ziehen lassen. Zwei Tassen täglich trinken bei Leber- und Blasenleiden.
Bei Durchfall einen TL getrockneten Bärlapp in einem Glas Wasser acht Stunden ziehen lassen und schluckweise trinken.
Bei Frühjahrsmüdigkeit und “Kater” morgens nüchtern eine Tasse Bärlapp-Tee trinken regt die Leber an.
Bei Nackenschmerzen Bärlappbrei oder -blätter auflegen.
Bärlapp-Kissen: getrockneten Bärlapp mit Farn und Birkenblättern in eine Leinensäckchen geben. Bei Rheuma auf die schmerzenden Stellen legen.
Bärlapp-Bad: 100 Gramm getrockneten Bärlapp über Nacht kalt ansetzen und ins Badewasser geben. Regt die Nieren an.
Der Sporenstaub kann als Wundpuder verwendet werden.
Nicht mit dem Tannen-Bärlapp verwechseln - giftig!

Kirschlorbeer: enthält zyanogene Glykoside - giftig! Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen, Bauschmerzen. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Klatschmohn: junge Blätter und Samen sind als Salat essbar; Blüten als Tee zur Beruhigung oder bei Husten

Klette: Wildgemüse; regt Lymphe, Leber, Galle an; fördert Haarwachstum

Knoblauch: enthält ätherisches Öl, Spurenelemente (u.a. Selen) und schwefelhaltige Inhaltsstoffe
Verwendet werden die Knollen innerlich bei Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Arteriosklerose, altersbedingten Gefäßerkrankungen, Blähungen, Wurmbefall; regt den Gallenfluß an. Wirkt antibiotisch, z.B. bei Helicobakter; tötet auch Bakterien im Darm ab. Wirkt antimykotisch, z.B. bei Lungenpilzen.
Ätherisches Öl im Knoblauch macht die Atemwege frei; auswurffördernd. 
Vorsicht Geruchsbelästigung: Knoblauch ist lungengängig und wird über die Lunge abgeatmet.
Rezept: 100 ml Milch erwärmen, gequetschte Knoblauchzehe rein, aufkochen,  zehn Minuten ziehen lassen; Knoblauch abseihen, trinken; entschleimt die Lunge bei Erkältungen und Lungenentzündung; hilft gegen Lungenpilze.
Knoblauch kann den Blutzuckerspiegel senken und die Wirkung von Gerinnungshemmern und Diabetesmitteln verstärken.
Knoblauchrauke: enthält ätherisches Öl. Verwendet werden die Blätter innerlich bei Erkältungen und Asthma; diuretisch, antiseptisch; äußerlich auf Insektenstiche auflegen.
Die Blätter sind ein aromatisches Küchenkraut. Nicht erhitzen, weil sich dabei die geschmacksgebenden Inhaltsstoffe schnell verflüchtigen.

Königskerze: enthält Saponine, Schleimstoffe und Flavonoide.
Läßt nach Hildegard von Bingen das Herz weich werden.
Verwendet wird das blühende Kraut innerlich als Tee bei Erkältungen, Husten und Bronchitis; auswurffördernd, schleimlösend. 
Zur Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt (15.8.) kommt eine Königskerze in die Mitte des Kräuterbuschens.

Kohl: enthält viel Vitamin C. Sauerkraut wurde früher auf Schiffen gegen Skorbut gegessen.
Kohl mag im Beet Endivien, Rhabarber und Tomaten als Nachbarn; er mag keinen Knoblauch oder Zwiebeln.
Kohlsaft hilft gegen Magengeschwüre 
Kohlwickel helfen gegen Ausschläge und Wunden. Heiße Kohlblätter auf die betroffenen Stellen auflegen bei Muskelzerrungen, Neuralgien, Ischias, Rheuma, Bronchitis.
Sauerkraut hilft gegen Verstopfung; reinigt den Darm; gut für die Darmflora.

Kohldistel: läßt sich als Gemüse zubereiten. Ihr Milchsaft hilft bei Leberbeschwerden, Sodbrennen, Kurzatmigkeit

Koriander: enthält ätherisches Öl. Verträgt sich im Beet gut mit Anis.
Verwendet werden die Samen innerlich bei Verstopfung, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Übelkeit, Darminfektionen, Krämpfen; antibakteriell und antimykotisch.

Kümmel: enthält ätherisches Öl. Verdrängt seine Nachbarpflanzen; wächst lieber für sich alleine im Beet.
Verwendet werden die Samen innerlich bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Krämpfen, Koliken, Blähungen und Gallenbeschwerden; fördert den Milchfluß. Kümmelöl tötet Pilze ab.

Kurkuma: enthält Farbstoffe und ätherisches Öl.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Reizdarm und Gallenbeschwerden; antiseptisch. Nicht verwenden bei Gallensteinen und -verschluß. 

Lärche: wird bis zu 40 Meter hoch. Die nadelförmigen Blätter stehen in Büscheln zusammen. Im Herbst werden sie golden und fallen ab.
Lärchenpech (= Lärchenharz) enthält ätherische Öle; es steigert die Durchblutung und desinfiziert Wunden.
Lärchenpech-Pflaster: bei Verletzungen und eitrigen Wunden.
Lärchenpech-Salbe: aus 1/3 Lärchenpech, 1/3 Bienenwachs, 1/3 Schweinefett; für Insektenstiche, Schrunden und rissige Hände
Lärchenpech erwärmen und inhalieren hilft bei Bronchitis und Husten.

Latschenkiefer: strauchartige Kiefer; wächst an felsigen Berghängen
Latschen-Sirup: ein Pfund frische Zapfen und Triebe in ein Pfund Zucker geben und in einem verschlossenen Glas in der Sonne ziehen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Anschließend abseihen und in Flaschen abfüllen. Wenn man Schnaps hinzugießt, wird daraus Latschen-Schnaps. Hilft bei Erkältungen, Husten, Bronchitis.
Latschenöl: zur Inhalation bei Erkältungen, Husten, Sinusitis; zum Einreiben und als Bad bei Muskel- und Weichteilrheuma. 
Zum Inhalieren ein paar Tropfen Latschenöl mit einem EL Honig mischen und in einen halben Liter warmes Wasser geben.
Latschenöl fördert die Konzentration, hilft bei Müdigkeit, Erschöpfung und wirkt anregend auf die Sinne. Zur Stärkung einige Tropfen auf einen Zuckerwürfel geben.
Latschenöl-Bad: drei EL Honig mit fünf Tropfen Latschenöl verrühren und ins Badewasser geben; wirkt belebend und stärkend.
Latschen-Tinktur: “Franzbranntwein”; zum Einreiben bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Gicht, Verspannungen, schlechter Durchblutung

Lavendel: enthält ätherisches Öl. Pionierpflanze, verträgt harte, magere Böden. Lavendel hat keine Parasiten oder Krankheiten; er hält diese sogar von anderen Pflanzen in seiner Nähe fern. Lavendel verträgt sich im Beet gut mit Salbei, Rosmarin und Thymian.
Verwendet werden die Blüten innerlich als Tee bei Gallenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Blähungen, Kopfschmerzen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Angstzuständen.
Lavendelöl als Badezusatz bei Kreislaufproblemen; fördert die Durchblutung; als Einreibung bei Rheuma. Lavendelöl ist antibakteriell und antimykotisch; fördert die Wundheilung. Gegen resistente Keime Lavendelöl versprühen; desinfiziert.
Gegen Motten Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten in den Kleiderschrank legen.
Lavendel kann Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Frieren verursachen. Lavendelöl ähnelt weiblichen Hormonen; kann Männer verweiblichen lassen. 

Lein: Leinsamen enthalten Schleimstoffe; diese quellen im Wasser auf und wirken erweichend, reizlindernd, abführend, antibakteriell; bei Entzündungen der Schleimhäute. Äußerlich verwendet als Wickel bei Geschwüren und Furunkeln.

Leinkraut: wird verwendet als Tee zum Waschen von Wunden, Umschläge bei Fisteln und schlecht heilenden Geschwüren; diuretisch

Liebstöckel: Maggikraut; enthält ätherisches Öl. Mag fette Böden.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich als Durchspülungstherapie bei Blasenentzündungen und Nierengrieß, bei Magenbeschwerden, Blähungen, Husten. 
Die Blätter (frisch oder getrocknet) sind ein aromatisches Gewürz für Eintöpfe und Deftiges.

Linde: hat herzförmige Blätter und Baumform => wirkt aufs Herz.
Verwendet werden die Blüten innerlich bei fiebrigen Erkältungen und Bronchitis, um zu schwitzen.
Löwenzahn: “Bayerischer Ginseng”; es gibt ca. 2000 Arten von Löwenzahn. Hat viele Inhaltsstoffe, z.B. Vitamin C, Kalium und Bitterstoffe (regen Verdauungsdrüsen an).
Verwendet werden Kraut und Wurzeln. Wurzeln im Herbst oder zeitigen Frühjahr ernten, Blätter das ganze Jahr.
Innerlich anwenden bei Gallen- und Magenbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit, Rheuma; immunstärkend; diuretisch, deshalb für Blasenentzündung und Ödeme.
Wirkt auf Leber und Galle anregend; Leber wandelt Giftstoffe um => Entgiftung
Leber = Wut; Galle = “da kommt mir die Galle hoch”
Thema: Wurzeln schlagen und gleichzeitig in den Himmel wachsen; im Fluß sein; zwischen oben und unten verbinden.
Frische, junge Blätter kann man in Salat geben und aus den Blüten einen Sirup herstellen.
Milchsaft im Stengel ist nicht giftig.

Lungenkraut: enthält Kieselsäure, Saponine, Schleim- und Gerbstoffe. Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei trockenem Reizhusten; schleimlösend.

Lupine: enthält Alkaloid Spartein - giftig! Verzehr verursacht Kreislauf- und Darmstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Mädesüß: enthält Gerbstoffe und Salicylsäure (natürliches Aspirin). Der Name kommt von Metsüße; wurde früher zum Süßen von Met verwendet.
Verwendet werden die Blüten innerlich als Tee bei fiebrigen Erkältungen (als Schwitzkur) und bei rheumatischen Schmerzen; diuretisch, schmerzlindernd.

Maiglöckchen: enthält Herzglykoside - giftig! Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig. Blätter können mit denen des Bärlauch verwechselt werden.

Majoran: enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Blähungen und Verdauungsstörungen.

Malve: enthält Schleimstoffe. Verwendet wird das blühende Kraut innerlich bei Magen-Darm-Entzündungen, Erkältungen und Reizhusten; wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und beruhigend.
Malven-Bad wirkt beruhigend und ausgleichend.

Mariendistel: enthält Flavonoide und Silymarin
Legende: Maria hat auf der Flucht Jesus unter der Distel gestillt. Dabei sind Tropfen der Milch auf die Blätter gefallen und haben ihr weiße Flecken gegeben.
Verwendet werden die Früchte innerlich bei Lebererkrankungen, Verdauungsstörungen, Blähungen, Völlegefühl.
Enthält Silymarin, das die Leberzellen zu Regeneration und Neubildung anregt. Wird bei Vergiftung mit Knollenblätterpilz hochdosiert als Gegenmittel gegeben. Wird intravenös bei Hepatitis B und C gegeben.

Meerrettich: enthält ätherisches Öl, Senfölglykoside und viele Mineralien und Vitamine; wirken antiseptisch, fördern die Verdauung.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Blasenentzündung und Bronchitis; äußerlich bei Gicht, Muskel- und Weichteilrheuma und Furunkel; antibakteriell, antiviral, antimykotisch.

Meisterwurz: kleine Schwester der Engelwurz.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Verdauungsbeschwerden und Bähungen. Ist Bestandteil vieler Kräuterschnäpse.
Meisterwurz-Schnaps: 25 Gramm getrocknete Meisterwurz zerkleinern und in einen halben Liter Schnaps geben. Zwei Monate im Schatten ziehen lassen und gelegentlich schütteln. Danach abseihen.
Getrocknete Meisterwurz eignet sich gut zum Räuchern.

Melde: frische Blätter sind als Suppengemüse verwendbar
Melisse: wächst oft mit Brennesseln zusammen; braucht Platz; anspruchslos. Beschattet den Platz, drunter wächst kein Unkraut. Wurzeln kann man teilen und wieder einpflanzen.
Für Phlegmatiker und Sensible; „Pflanze des Trostes“. Ist sehr sanft; kommt z.B. in Baby-Bädern zum Einschlafen vor.
Verwendet werden die Blätter innerlich als Tee bei nervösen Verdauungsstörungen, Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen.
In den Fastentee Melisse mit dazugeben; unterstützt das Fasten.
Zusammen mit Ringelblume zum Auswaschen von Wunden verwenden; brennt nicht so wie Kamille.
Melissenöl: löst Spannungen im Schulter- und Nackenbereich. Bei Lippenherpes zusammen mit Lavendel verwenden.

Mistel: Schmarotzer; trägt zur Wintersonnwende Früchte.
Verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Bluthochdruck. 
Mistel findet in der Tumorbehandlung Verwendung; Krebs = Schmarotzer.
Wirkung kommt drauf an, auf welchem Wirtsbaum sie gewachsen ist; ist demnach unterschiedlich.
Mistel kann die Wirkung von Blutverdünnern, Bluthochdruck- und Beruhigungsmitteln verstärken.
Mönchspfeffer: verwendet werden die Früchte innerlich bei schmerzhafter Regelblutung und PMS.

Mutterkraut: enthält Parthenolid. Verwendet werden die Blätter innerlich bei Migräne und Arthritis; verdauungsfördernd, wurmtreibend.
Kann die Wirkung von Gerinnungshemmern verstärken.

Myrrhe: verwendet wird das Harz als Tinktur äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und bei Furunkeln; wirkt adstringierend und desinfizierend.

Nachtkerze: enthält Gamma-Linolensäure. Verwendet werden die Samen. Das fette Öl hilft bei Ekzemen, Schuppenflechte, Neurodermitis, PMS, Wechseljahrsbeschwerden, Asthma.
Nachtkerze kann epileptische Anfälle auslösen.

Nelkenwurz: reinigt die Leber

Odermennig: enthält Gerb- und Bitterstoffe. Nicht länger als zehn Minuten kochen, sonst gehen die Wirkstoffe verloren.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Durchfall; äußerlich bei Heiserkeit, Mundschleimhautentzündung und schlecht heilenden Wunden.

Oleander: enthält Oleandrin (Herzglykosid) - giftig! Verzehr verursacht Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen. Alle Pflanzenteile sind giftig.  Vorsicht, wenn Milchsaft über eine Wunde in den Organismus gelangt. 

Oregano: enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe und Vitamin C.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Verdauungsstörungen; krampflösend und appetitanregend.

Orthosiphon: enthält Saponine, Flavone, ätherisches Öl und Kaliumsalze. Verwendet werden die Blätter innerlich bei Blasen- und Nierenentzündung.
Nicht anwenden bei Ödemen durch Herz- oder Niereninsuffizienz.

Pappel: verwendet werden die Blattknospen innerlich bei fiebrigen Erkältungen und chronischen Schmerzen; äußerlich bei Muskel- und Weichteilrheuma.

Passionsblume: strahlige Blüten erinnern an das Leiden Christi: drei Griffel = Nägel, Staubblätter = Dornenkrone, gezackte Blätter = Lanze, Ranken = Geißeln.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Nervosität und Schlafstörungen.

Pestwurz: verwendet werden Blätter und Wurzeln innerlich bei Blasenschmerzen, Spannungskopfschmerz, Asthma, Menstruationsbeschwerden und Magen-Darm-Krämpfen.
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.

Petersilie: verwendet werden die Früchte/Samen innerlich bei Blasenentzündung und Rheuma; diuretisch, krampflösend, appetitfördernd; hilft dem Körper zu entgiften; regt Milchbildung und Monatsblutung an.
Vorsicht - wirkt in hoher Dosierung abortiv! Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
Petersilienblätter sind ein beliebtes Gewürz und harmlos.
Vorsicht vor der Hundspetersilie, die giftig ist. Ihre Blätter glänzen an der Unterseite und riechen unangenehm.

Pfaffenhütchen: enthält Alkaloid Evonin und Herzglykoside - giftig! Verzehr verursacht Koliken, Krämpfe, blutigen Durchfall, Kurzatmigkeit. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen.
Pfefferminze: enthält ätherisches Öl, Flavonoide und Gerbstoffe. Mag fette Böden; mag im Beet keine Kamille als Nachbarn.
Verwendet werden die Blätter innerlich bei Gallenbeschwerden, Verdauungsstörungen und Reizdarm; äußerlich bei Kopfschmerzen; Pfefferminzöl zur Inhalation bei Erkältungen.
Geschmacksumwandler; macht bittere Tees geschmacklich besser.
Pfefferminze kann die Wirkung von Herz- und Bluthochdruckmitteln erhöhen.

Primel: Schlüsselblume, Himmelsschlüssel; enthält Saponine
Verwendet werden Wurzelstock und Blüten; hemmt das Wachstum von Erkältungsviren; antibakteriell, antimykotisch; erleichtert das Abhusten.

Purpur-Sonnenhut: Echinacea; verwendet werden das Kraut und die Wurzeln innerlich zur Unterstützung des Immunsystems; äußerlich bei infizierten Wunden.

Quecke: enthält Schleimstoffe. Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Bronchitis, Husten, Blasenentzündung, Prostataleiden.

Radi und Radieserl: enthält Senfölglykoside, Bitterstoffe, viele Vitamine und Mineralstoffe
Hilft bei Gallebeschwerden und Husten; antibiotisch, schleimlösend.

Rainfarn: enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe. Wächst an Wegrändern. Blätter ähneln denen vom Farn.
Sein Geruch hält Insekten fern. Läusemittel: getrocknet in Strohsack geben.

Rhabarber: enthält Oxalsäure; bindet Calcium zu Kristallen, die sich in den Nieren ansammeln; Calciumspiegel im Blut sinkt => Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall.
Rhabarberwurzeln enthalten Anthraglykoside; regen Darmperistaltik an; als Abführmittel, zum Blutreinigen und für Entfettungskuren.
Nicht für Kinder, während Schwangerschaft und Stillzeit und bei Darmverschluß anwenden.

Ringelblume: enthält ätherisches Öl und Flavonoide
Verwendet werden die Blüten äußerlich bei Verletzungen, Hautentzündungen und unreiner Haut. Bad daraus hilft bei Knochenbrüchen und Quetschungen.
Ringelblumenöl: zwei Handvoll Blüten in einem halben Liter Olivenöl drei Wochen ziehen lassen; abseihen und dunkel lagern. Bei Hautproblemen und Venenleiden Umschläge damit machen.
Ringelblumen-Tee: bei Magen- und Darmproblemen täglich ein bis zwei Tassen trinken. Äußerlich bei Wunden anwendbar.

Rizinus: Wunderbaum; die Samenschalen enthalten das tödliche Gift Rizin, das die roten Blutkörperchen verklumpen läßt. Vergiftungssymptome: Übelkeit, Schwindel, Darmkrämpfe, Durchfall; Tod durch Kreislaufkollaps. Ein Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht reicht als tödliche Dosis; Gegengift gibt es keines. Hautkontakt führt zu Rötungen und Juckreiz.
Rizinusöl als Abführmittel kannten schon alte Ägypter.
Äußerlich wird es bei Warzen und Ringelflechte angewendet.

Rose: fünf rote Blätter und Dornen => fünf Wunden Jesu und Dornenkrone. 
Rosenduft regt die innersekretorische Drüsen an.
Rosenöl wirkt entkrampfend, beruhigend, entzündungshemmend.
Verwendet werden die Blütenblätter innerlich als Tee bei Herzschwäche, Kopfschmerzen und Schwindel.
Rezept: Einen TL getrocknete Rosenblüten in einer Tasse heißem Wasser zehn Minuten ziehen lassen. 
Rosmarin: enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe und Flavone. Verträgt sich im Beet gut mit Salbei, Lavendel und Thymian.
Verwendet werden die Blätter innerlich bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Gallenbeschwerden. Stärkt den Herzmuskel und die Gefäße; lindert Kreislaufbeschwerden und Erschöpfung. 
Rosmarinöl als Einreibung bei Muskel- und Weichteilrheuma. Als Bad bei Kreislaufschwäche und Hauterkrankungen.
Bei Gastritis 20 Gramm Rosmarinblätter und zehn Gramm Weinrauteblätter in einem Liter Wasser aufkochen. Täglich drei Tassen davon trinken.

Rosmarinheide: enthält Andromedotoxin - giftig! Führt zu Verlangsamung des Herzschlages und Atemlähmung. 
Moorpflanze; ist mit Porst verwandt.

Rosskastanie: enthält Saponin Aescin. Verwendet werden die Kastanien äußerlich bei Wadenkrämpfen, Ödemen, schweren Beine, Krampfadern, Weichteilschwellungen und Hämorrhoiden; innerlich bei Venenleiden.
Rosskastanie kann die Wirkung von Blutverdünnern und Diabetesmitteln verstärken.

Rotes Weinlaub: hilft bei Venenschwäche. Flavonoide in den Blättern dichten Gefäßwände ab und verbessern die Durchblutung.

Rote Zaunrübe: enthält Cucurbitacine - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Durchfall, Koliken, Krämpfe, Nierenschmerzen. Bei Hautkontakt gibt es Blasen und Nekrosen auf der Haut. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln.  

Rotklee: enthält Phytoestrogene; natürliche Hormone für die Wechseljahre.
Blüten und junge Blätter sind eßbar.
Rotklee kann die Wirkung von Blutverdünnern beeinflussen.

Ruprechtskraut: enthält Gerbstoffe. Verwendet wird das Kraut als Tee zum Gurgeln bei Mund- und Rachenentzündungen; adstringierend, entzündungshemmend. Bei Ohrenschmerzen frische Blätter in die Ohren stecken.

Salbei: enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe. Verträgt sich im Beet gut mit Lavendel, Rosmarin und Thymian.
Verwendet werden die Blätter innerlich bei Verdauungsstörungen und übermäßigem Schwitzen; äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei übermäßigem Schwitzen und Schweißfüßen (Fußbäder mit Salbei). Heißes Bad mit Salbei ist beruhigend und entzündungshemmend.

Sanddorn: enthält Vitamin C, Provitamin A und Vitamine der B-Gruppe.
Verwendet werden die Beeren innerlich bei Erkältungskrankheiten.

Sauerampfer: enthält viel Vitamin C und Oxalsäure. Nicht zu viel davon Verzehren, weil Oxalsäure Nieren- und Blasensteine entstehen läßt.
Wächst auf sauren, feuchten Wiesen, an Wegrändern und Böschungen.
Verwendet werden die Blätter innerlich bei Verdauungsbeschwerden: äußerlich bei Hauterkrankungen. 
Junge Blätter sind eßbar, z.B. in Salat, Suppe, Soßen oder als Spinat zubereitet.

Schachtelhalm: enthält Kieselsäure und Kaliumsalze. Verwendet wird das Kraut innerlich bei Nieren- und Blasenerkrankungen; diuretisch. Bad aus Schachtelhalm hilft bei Blasenbeschwerden und Unterleibserkrankungen. Wickel damit straffen die Bauchdecke nach der Geburt.
Nicht einnehmen bei Ödemen durch Herz- oder Niereninsuffizienz.

Schafgarbe: enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe. Pionierpflanze, verträgt harte, magere Böden; wächst auf Wiesen, sonnigen Hängen, an Acker- und Wegrändern. Doktor der Pflanzen; heilt durch ihre Wurzeln andere Pflanzen.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Blähungen, Appetitlosigkeit, Gallenbeschwerden, Magen-Darmproblemen, Gastritis, Frauenleiden, Erkältung, Fieber; äußerlich bei Hautproblemen und Wunden. Wirkt blutstillend, entzündungshemmend, wundheilend und immunstärkend.
Als Sitzbad bei Menstruationsbeschwerden, Frauenleiden und Unterleibsbeschwerden.

Scharbockskraut: Hahnenfußgewächs; enthält viel Vitamin C; Scharbock = Skorbut (Vitamin C-Mangelkrankheit). 
Hilft als Salbe gegen Hämorrhoiden; hat kleine Bollen an den Wurzeln, diese erinnern nach der Signaturenlehre an Hämorrhoiden.
Blätter kann man in Salat oder Quark geben. Blätter nicht mehr essen, wenn er blüht - giftig!

Scharfer Hahnenfuß: enthält Alkaloid Protoanemonin - giftig! Verzehr verursacht Haut- und Schleimhautreizungen, Harndrang, Lähmungen. Alle Pflanzenteile sind giftig. Gift kann auch über die Haut aufgenommen werden - Vorsicht beim Pflücken!

Schöllkraut: enthält Alkaloide Chelidonin und Chelerythtin - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Magen- und Darmstörungen, Krämpfe. Alle Pflanzenteile sind giftig. 
Bei Warzen mehrere Tage den frischen gelben Milchsaft draufträufeln, bis diese verschwinden. Saft ist ätzend; nicht in die Augen bringen!

Schwarzer Nachtschatten: enthält Sapoalkaloid Solanin in den Stengeln, Blättern und unreifen Beeren; Atemlähmung; reife Beeren sind ungiftig.

Schwarzkümmel: Schwarzkümmelöl hilft bei Verdauungsproblemen, Allergien, Neurodermitis, Psoriasis, Asthma; stärkt das Immunsystem

Seidelbast: enthält Mezerein und Daphnetoxine - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Kolik, Schleimhautschwellungen. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders Rinde und Früchte. Hautkontakt kann zu Blasenbildung führen.

Seifenkraut: enthält viele Saponine; diese verringern die Oberflächenspannung des Wassers.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich bei festsitzendem Husten und Bronchitis; schleimlösend; diuretisch, galletreibend, abführend.
Wird zum Reinigen von Textilien verwendet.

Senf: enthält Senfölglykoside. Mag im Beet keinen Beinwell als Nachbarn.
Verwendet werden die Samen als Pulver äußerlich als Wickel bei Bronchitis und Rheuma. 
Senf als Gewürz fördert die Verdauung und regt den Appetit an.

Senna: Sennesblätter enthalten Anthraglykoside; regen Darmperistaltik an; als Abführmittel, zum Blutreinigen und für Entfettungskuren.

Spargel: Wurzel wirkt diuretisch, entschlackend; bei Gicht, Rheuma, Ödemen; regt Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse an.

Spinat: hat viel Oxalsäure (wie Ampfer und Rhabarber), deshalb nicht bei schlechten Nieren, Gicht, Diabetes essen; gibt sonst Nieren- und Blasensteine. Oxalsäure bindet Eisen und verhindert die Calciumaufnahme.
Spinatsamen wirken abführend. 

Spitzwegerich: enthält Schleim- und Gerbstoffe, Zink und Kalium. 
Verwendet wird das Kraut innerlich bei trockenem Husten; äußerlich bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Insektenstichen, Hauterkrankungen; fördert die Wundheilung. Bei Mückenstichen Saft aus Blatt rausreiben und draufträufeln.
Frische Blätter kann man in Salat geben.

Steinklee: enthält Cumaringlykoside. Verwendet wird das Kraut innerlich und äußerlich bei Venenleiden; verhindert Blutgerinnung; gegen Thrombose.

Stiefmütterchen: enthält Schleim- und Gerbstoffe. Verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Hautproblemen und zur Blutreinigung; äußerlich als Umschlag oder Waschung bei Hautunreinheiten, Schuppen, Milchschorf. Regt die Bildung von Hyaluronsäure im Hautgewebe an.
Rezept: 1,5 Gramm Stiefmütterchen mit einer Tasse heißem Wasser aufgießen; dreimal täglich Problemhaut damit waschen.

Süßholz: enthält Saponine und Flavonoide. Verwendet werden die Wurzeln innerlich als Tee bei Bronchitis, Husten und Magen-Darmbeschwerden; tonisch, blutreinigend, krampflösend.

Sumpfdotterblume: Hahnenfußgewächs; wächst in Sümpfen. Enthält Protoanemonine - giftig! Reizt die Schleimhäute. Durch Hitze werden giftige Protoanemonine zerstört.
Wurzeln, junge Blätter und Blütenknospen können im Frühling als Gemüse gegessen werden. Wurzel als Tee bei Verstopfung; schweißtreibend, diuretisch.

Sumpfporst: Moorpflanze
Wurde vor dem Reinheitsgebot als Bierzusatz verwendet.
Tee ist schleimlösend bei Erkältung und Husten

Tanne: immergrünes Kieferngewächs; die Zapfen stehen aufrecht am Zweig
Tannennadel-Tee: hilft bei Atemwegserkrankungen.
Für Tannennadel-Tee einen TL Tannennadeln (getrocknet oder frisch) auf eine Tasse Wasser geben, kurz aufkochen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen.
Das ätherische Öl der Tannennadeln hilft bei Erkältungen, wirkt krampflösend und beruhigt.
Umschläge aus Tannenpech: entzündungshemmend und desinfizierend bei Wunden
Salbe aus Tannenpech: hilft bei Rheuma, Gelenk- und Muskelschmerzen und Hexenschuss.
Tannen-Sirup: ein Pfund frische Tannentriebspitzen in einen Topf geben und einen Liter Wasser dazuschütten. Kochen, bis das Wasser milchig-weiß wird und anschließend abseihen. Dem Wasser zwei Kilo Zucker beigeben und drei bis fünf Stunden kochen. Abkühlen lassen und in Gläser abfüllen. Löffelweise einnehmen oder in Tee auflösen hilft bei Erkältungen, Husten und Grippe.
Tannen-Bad: 200 Gramm Tannennadeln auf einen Liter Wasser geben, fünf Minuten kochen und dem Badewasser beigeben. Bad beruhigt, regt die Durchblutung an und macht die Atemwege frei.
Tannen-Tinktur: frische Tannentriebspitzen mit Schnaps übergießen, bis sie völlig bedeckt sind. In einem verschlossenen Glas in der Sonne drei Wochen ziehen lassen, abseihen und in ein dunkles Glas gießen. Damit einreiben bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Ischias, Hexenschuss.

Teebaum: Teebaumöl hilft äußerlich bei Pilzen, Akne, Schuppen, Wunden, Warzen, Psoriasis, Zahnfleischentzündung, Hautinfektionen; antiseptisch, antibakteriell, antimykotisch. 
Aus den Blättern kann auch ein Tee zubereitet werden.
Teebaum ähnelt weiblichen Hormonen; kann Männer verweiblichen lassen.

Teufelskralle: wächst auf Wiesen und in Bergwäldern; krallenförmiger Blütenstand.
Verwendet werden die Wurzeln innerlich als Tee bei Schmerzen am Bewegungsapparat, Rheuma und Gallenbeschwerden; als Kur 6 Wochen einnehmen.
Nicht anwenden bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür.
Achtung: kann die Wirkung des Blutverdünners Phenoprocoumon verstärken!

Thuja: enthält Thujon in den ätherischen Ölen - giftig! Verzehr verursacht Krämpfe, Magen- und Darmstörungen, Leber- und Nierenschäden. Bei Hautkontakt kann es zu Rötung und Juckreiz kommen. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Thymian: enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe. Pionierpflanze; verträgt harte, magere Böden. Verträgt sich im Beet gut mit Salbei, Lavendel und Rosmarin.
Krankenzimmer mit Thymian ausräuchern wirkt antiviral und antibakteriell. Weihrauchfaß hieß früher Thymiaterium.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Grippe, Erkältungen, festsitzendem Husten und Bronchitis; äußerlich bei Mund- und Rachenentzündungen. Bad mit Thymian wirkt schleim- und krampflösend. Bei festsitzendem Husten und Bronchitis inhalieren.
Thymian-Tee: einen TL Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen; fünf Minuten ziehen lassen.
Thymian-Honig: einen TL getrocknete und zerkleinerte Thymianblätter mit einem TL Honig vermischen. Mehrmals täglich zu sich nehmen.
Thymian kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Atemnot, verlangsamten Puls und Schwindel verursachen.

Tollkirsche: Nachtschattengewächs; enthält Alkaloid Hyoscyamin - giftig! Beeren ähneln der Heidelbeere - Vorsicht Verwechslungsgefahr! Verzehr führt zu Pupillenerweiterung, trockener Haut, vermindertem Speichelfluß, Herzrasen, Krampfanfällen, geistiger Verwirrtheit, Bewußtlosigkeit. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Beeren. 
Früchte sind Bestandteil der Hexensalbe; halluzinogen. 
Innerlich in der Notfallmedizin bei drohendem Herzstillstand; äußerlich in der Augenheilkunde zur Pupillenerweiterung. Wird als Belladonna gerne in der Homöopathie verwendet.

Traubensilberkerze: verwendet werden die Wurzeln bei Migräne, neuralgischen und rheumatischen Schmerzen, Herzbeschwerden und unregelmäßigem Puls. Hilft in der Schwangerschaft, bei PMS, Menstruationsbeschwerden und in den Wechseljahren.
Traubensilberkerze kann die Wirkung von Bluthochdruckmitteln verstärken.

Vogelknöterich: enthält Gerbstoffe
Junge Blätter sind als Gemüse essbar.
Als Tee innerlich bei Erkältung, Blasenbeschwerden, Durchfall; zum Gurgeln bei Entzündungen in Mund und Rachen; äußerlich zur Wundbehandlung und bei unreiner Haut; adstringierend
Wacholder: immergrünes Zypressengewächs; enthält ätherisches Öl. Wächst auf trockenen, kalkigen Böden. 
Wacholder ist in Deutschland geschützt; die Beeren dürfen nicht gepflückt werden.
Wacholder war früher ein Mittel gegen die Pest.
Verwendet werden die Beeren innerlich bei Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, zur Anregung des Appetits, bei Gicht, Rheuma und zum Durchspülen bei Blasenentzündungen, diuretisch; äußerlich als Einreibung bei Muskel- und Weichteilrheuma.
Wacholderbeeren sind ein beliebtes Gewürz in Sauerkraut und Wildgerichten und regen die Verdauung an.
Wacholderbeeren-Tee: einen TL zerquetschte Beeren in eine Tasse heißes Wasser geben und fünf Minuten ziehen lassen. Regt die Verdauung an, hilft bei Völlegefühl und Blähungen; diuretisch, entkrampfend, schmerzlindernd, blutreinigend.
Wacholder-Tinktur: eine Handvoll Wacholderbeeren mit einem Liter Schnaps aufgießen, einen Monat in einem geschlossenen Glas an der Sonne ziehen lasen und abseihen. Bei Rheuma und Gelenkschmerzen die Stellen zweimal täglich damit einreiben; erwärmt und lindert die Schmerzen.
Wacholderöl: einen TL Wacholderbeeren, einen TL Wacholdernadeln, einen TL Rosmarinnadeln und einen TL Lavendelblüten mit 200 ml Öl vermischen. In ein Glas geben und vier Wochen ziehen lassen; immer wieder mal durchschütteln. Abseihen und in ein dunkles Glas abfüllen. Zum Einreiben bei Gelenkschmerzen und Rheuma; durchblutungsfördernd.
Wacholder-Sirup: ein Pfund Wacholderbeeren in drei Liter Wasser weichkochen, abseihen, zerdrücken und nochmal mit wenig Wasser aufkochen. Durchpassieren und nach dem Abkühlen Honig hinzugeben, bis eine zähflüssige Masse entsteht. Den Sirup in Gläser abfüllen. Hilft bei Appetitlosigkeit Erkältungen und Husten.
Wacholder-Schnaps: eine Handvoll Wacholderbeeren zerdrücken und in einen Liter Schnaps geben. Ein paar Wochen in einer Flasche in der Sonne ziehen lassen und gelegentlich schütteln. Danach abseihen.
Wacholder-Bad: eine Handvoll Wacholderzweigspitzen zerkleinern und mit einem Liter kochenden Wasser übergießen. Ein paar Minuten ziehen lassen und abseihen. Das Wasser dem Bad zufügen und 20 Minuten baden. Danach sich warm in Tücher einwickeln und nachwirken lassen. Hilft bei Gicht, Rheuma und Muskelverspannungen.
Wacholderbeeren nicht in der Schwangerschaft anwenden!

Waldmeister: wächst gerne unter Buchen. Vor der Blüte ernten, weil er danach zu viel Cumarin enthält - Vorsicht bei Nierenleiden!
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Venenleiden und Durchblutungsstörungen.

Waldweidenröschen: Nachtkerzengewächs
Enthält Gerbstoffe; adstringierend
Frische Triebe im Frühling sind als Gemüse essbar.
Als Tee innerlich bei Entzündungen, Durchfall, Gebärmutterblutungen, Harnwegsinfektionen; zum Gurgeln bei Mandel- und Zahnfleischentzündungen

Walnuss: enthält viele Gerbstoffe
Verwendet werden die Blätter als Waschung bei Hautproblemen, Ausschlägen, Flechten, Sonnenbrand, Erfrierungen; gerbend, adstringierend.

Wasserdost: mag sumpfige Böden.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Atemwegsinfektionen. Wirkt wie Echinacea immunanregend, ist aber mehr herzöffnend. Bad daraus hilft bei Knochenbrüchen und Quetschungen.

Wasserminze: wächst an Wasserläufen und feuchten Wiesen. Ist schärfer als die Pfefferminze.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei Krämpfen, Magenverstimmung, Kopf- und Ohrenschmerzen.

Wasserschierling: enthält Polyetin Cicutoxin - giftig! Verzehr verursacht Brennen im Mund, Bauchschmerzen, Schwindel, Krämpfe. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln. 

Wegmalve: enthält Vitamin C und Saponine
Frische Blätter können als Salat oder Gemüse gegessen werden.

Wegrauke: junge Blätter sind als Salat essbar; Samen schmecken nach Senf und lassen sich als Gewürz verwenden.
Verwendet werden die Blätter als Tee zum Gurgeln bei Heiserkeit und Stimmbandentzündung.

Wegwarte: verwendet werden die Wurzeln innerlich bei Appetitlosigkeit, zum Anregen des Gallenflusses und bei Verdauungsstörungen.

Weide: enthält Salicylsäureverbindungen
Verwendet wird die Rinde als Tee bei Rheuma und Grippe; fiebersenkend,  entzündungshemmend, schmerzstillend.
Weide kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen und die Wirkung von Gerinnungshemmern verstärken.

Weidenröschen: wächst auf trockenen Hängen und Wiesen.
Verwendet wird das Kraut innerlich bei  Prostatabeschwerden; entzündungshemmend.
Weidenröschen-Tee: Blätter zerkleinern, mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Jeweils morgens und abends eine Tasse trinken

Weißdorn: verwendet werden Blätter, Blüten und Früchte als Tee bei Herzschwäche, Altersherz, Herzrhythmusstörungen, Angina Pectoris, Blutdruckstörungen, schwachem Kreislauf und Asthma. Durchblutung des Herzmuskels wird gefördert.
Weißdorn kann die Wirkung von Herzmitteln verstärken.

Weiße Taubnessel: verwendet werden Kraut und Blüten als Tee innerlich bei festsitzendem Husten und Bronchitis sowie bei Durchfall; äußerlich bei Mund- und Rachenentzündungen. Bei Frauenleiden als Sitzbad.

Wermut: enthält Thujon. Verdrängt ihre Nachbarpflanzen; wächst lieber für sich alleine im Beet.
Wermutschnaps (Absinth) verursacht irreparable Nervenschäden.
Verwendet wird das frische blühende Kraut innerlich als Tee und Tinktur bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Völlegefühl und zur Anregung des Gallenflusses.
Nicht in der Schwangerschaft anwenden!

Wilde Möhre: Wildgemüse; Samen sind diuretisch, fördern die Milchbildung, gegen Blähungen; Blätter sind wundheilend

Winterkresse: enthält Senfölglykoside; wirkt appetitanregend, blutreinigend, diuretisch, antibakteriell und hilft bei Erkältungen.

Winterschachtelhalm: blutstillend, diuretisch; als Waschung bei Hautproblemen

Wolfsmilch: hat grüne Blütenblätter; Milchsaft ist giftig. Bestandteil der Flugsalben; halluzinogen.
Wächst im Garten als Unkraut. Hilft gegen Wühlmäuse.

Wolfstrapp: verwendet wird das Kraut innerlich als Tee bei Schilddrüsenüberfunktion und daraus resultierenden Herzbeschwerden.

Ysop: verwendet wird das Kraut innerlich bei Appetitlosigkeit, Gallenbeschwerden, Verdauungsstörungen, Blähungen.

Zierapfel: Kerne enthalten zyanogene Glykoside - giftig! Die Kerne sind sehr klein und lassen sich schwer entfernen. Verzehr verursacht Übelkeit und Bauchschmerzen.

Zimt: öffnet die Zellen für den Zucker. Verbessert Durchblutung der Magenschleimhaut. Hilft bei Verstopfung.

Zirbe: 
Zirbensirup: 15 Zapfen in Scheiben schneiden und über Nacht mit einem halben Liter Wasser ansetzen; abseihen und die Flüssigkeit mit 1,5 Kilo Zucker kochen. Hilft bei Husten und Erkältungen.
Zirbengeist: Im Frühsommer Zirbenzapfen sammeln, in Scheiben schneiden und mit Schnaps ansetzen. Auf einen Liter kommen vier Zirbenzapfen. Das Gewicht der Zapfen kommt an Honig bzw. Zucker mit dazu. Vier Wochen ziehen lassen und abseihen. In der Sonne stehen lassen, bis er klar und rosarot ist. Kein Wasser mit dazu geben!

Zwiebeln: Mögen im Beet Gelbe Rüben, Gurken und Dill als Nachbarn; mögen keinen Kohl, Erbsen oder Bohnen. 
Enthalten Senfölglykoside; diese wirken antiseptisch und fördern die Verdauung.
Machen das Blut flüssig, senken den Blutdruck und helfen bei Arteriosklerose. Helfen bei Erkältungen, Katarrh, Husten, Schwindsucht. Bei Ohrenschmerzen Zwiebelsäckchen auflegen.

Zypressen-Wolfsmilch: enthält Triterpene im Milchsaft - giftig! Verzehr verursacht Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen, Kreislaufstörungen. Bei Hautkontakt gibt es Blasen und Nekrosen auf der Haut.

Allgemeines:

Kräuter sammeln: zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten bzw. Mondphasen; Blätter und Stengel am Vormittag (nur bei trockenem Wetter), Wurzeln am späten Nachmittag; ihrer Planetensignatur entsprechend am jeweiligen Wochentag, z.B. Kürbis (= Mondpflanze) am Montag.

Trocknen: dunkel, trocken, kühl (Keller, Dachboden); nicht in die Sonne legen zum Trocknen.
Kräuter trocknen im Backofen bei 50°.
Nicht abbrausen, sonst gehen Wirkstoffe verloren.
Getrocknete Pflanze ist stärker wirksam als frische Pflanze, weil frische Pflanze viel Wasser enthält.

Verarbeitung von Kräutern:
Hygiene! Keimfreie Arbeitsmittel, Gläser etc.; mit Alkohol desinfizieren.

Verwendete Pflanzenteile:
- Wurzeln: bei Kopf- und Nervenleiden (z.B. Baldrian für Nerven, Meerrettich für Migräne)
- Blätter: für Kreislauf und Lunge (z.B. Brennessel zur Blutreinigung)
- Blüten, Samen und Früchte: bei Verdauungsstörungen, für Unterleib (z.B. Kamille für Gebärmutterkrämpfe, Scheinblütlersamen für Verdauung, Blähungen) 

Zubereitungen von Kräutern:
- Tee: für Kräuter, die ätherische Öle enthalten.
- Abkochung: Kräuter in kaltem Wasser ansetzen und langsam zum Sieden bringen. Ist nicht für Kräuter mit ätherischen Ölen geeignet. Gut für schleimhaltige Kräuter (Malve, Eibisch, Enzian, Wurzeln der Hundsrose und des Blutwurz)
- Kalter Auszug: bei Pflanzen, deren Wirkstoffe durch Erhitzen zerstört würden. Über Nacht in Wasser einweichen und abseihen; kann auch mit Wein, Öl, Schnaps gemacht werden.
- Tinktur: Auszug in Alkohol (Wodka, Korn, Schnaps); wird durch Alkohol von selbst desinfiziert. Wasserlösliche Öle und Harze bleiben so erhalten; z.B. für Gundermann, Löwenzahn, Gänseblümchen, Frauenmantel. Sechs Wochen an sonnigem Platz stehen lassen; abseihen, in Tropfenfläschchen abfüllen; täglich 20 bis 25 Tropfen nehmen.
- Salben, Pomaden, Balsam: nur trockene Pflanzen verwenden wegen der Haltbarkeit. Wirkstoffe werden dabei in Fett oder Wasser gelöst. Zum Salbenkochen keine Gefäße, Löffel etc. aus Metall verwenden; Metall reagiert chemisch mit den pflanzlichen Substanzen.
- Ölauszug: die ersten drei Tage Feuchtigkeit rauslassen; nur mit Tuch abdecken.
- Umschläge: zerstampfte Kräuter oder Wurzeln werden aufgelegt und mit Mullbinde befestigt; z.B. Beinwellwurzel bei Knochenprellung.
- Wickel: 
Nicht wickeln, wenn dem Patient kalt ist. Keine Wadenwickel bei Schüttelfrost. Bei warmen Wickel Wärmflasche mit dazu geben.
Drei klassische kalte Wickel:
1. Waden (Fieber)
2. Hals (Angina)
3. Schulter (Schleimbeutelentzündung)
Warme Wickel: bei geschwollenen Lymphknoten
Halsschmerzen: kalter Essigwickel aus Branntweinessig; keine Essig-Essenz! Zwei EL Essig in Schüssel Wasser, Tuch darin eintauchen
Muskelkater: Wickel mit Arnika
Quarkwickel: hilft, Wasser aus Gelenk (z.B. Knie) zu ziehen; Speisequark auf Küchentuch streichen; so lange einwirken lassen, bis Quark trocken ist.
Man kann Lavendel oder Wacholderöl mit dazu geben.
Wasser im Gelenk ist Reparaturversuch des Körpers, wenn Gelenkflächen aufeinander reiben.
Leberwickel: heißes, feuchtes Geschirrtuch auf  Leberbereich legen; trockenes Tuch drüber, Wärmflasche drauf und Tuch rundherum wickeln
oder: Kräuteröl auf Leberbereich auftragen und Wärmflasche drauflegen

PMS:
Tee aus Frauenmantel, Kümmel, Ringelblume, Gänsefingerkraut – zu gleichen Teilen; ein bis zwei Tassen pro Tag; zehn Minuten ziehen lassen.
Bauchmassage mit Muskatellersalbei: fünf Tropfen auf zehn ml Trägeröl, im Uhrzeigersinn massieren (Richtung der Verdauung).
Rosmarin/Melisse/Lavendel-Bad: je sechs Tropfen in 100 ml fette Milch, schütteln, ins Badewasser geben.
Nichts Blähendes essen; eher warm als kalt essen; Sport machen

Schwangerschaft: kein Vollbad mit Kräutern machen!

Ätherische Öle: bei Babys und Kleinkindern nur nach ärztlichem Rat anwenden; können Stimmritzenkrämpfe und Erstickungsanfälle auslösen!
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