MINERALIEN

ACHAT
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Der Name Achat Name kommt wahrscheinlich vom Fluß Achates in Sizilien.
Achat zählt zu den kryptokristallinen Quarzen. Er ist ein durchscheinender Chalcedon, der meist Hohlräume in basischem vulkanischem Gestein schichtweise ausfüllt (sog. Mandeln). Manchmal kommt Achat auch in anderen Gesteinen als Spaltenfüllung vor.
Man erkennt Achat an seiner typischen konzentrischen radialstrahligen Bänderung. Die äußere Schicht besteht meist aus Opal, die weiteren Schichten aus Chalcedonfasern. Im Kern der Mandel bilden sich oft mit bloßem Auge sichtbare Kristalle. Ein Achat muß sich nicht “am Stück” gebildet haben, sondern kann auch über längere Phasen mit Pausen dazwischen entstanden sein. Dann bilden sich zwischen den Chalcedonfaserschichten weitere Kristallbänder.
Manchmal erinnern die Musterungen im Achat an Augen. Diese sollen gegen den “bösen Blick” und nach der Signaturenlehre bei Augenleiden helfen.
Die verschiedenen Farben des Achats rühren von Einlagerungen winzigster Kristalle her (z.B. Hämatit, Glimmer, Serpentin), die zwischen den Quarzkristallen eingelagert sind. Achate aus der Gegend um Idar-Oberstein enthalten viel Eisen und weisen deshalb eine besonders schöne farbliche Bänderung auf. Achate aus Brasilien, dem Hauptexporteur von Achaten, sind dagegen blasser und werden deshalb meist gefärbt. Weitere große Achat-Fundstätten sind in Madagaskar und Uruguay.
Achat sieht in seiner Art so typisch aus, daß er kaum mit anderen Steinen verwechselt werden kann.
Achat kann bei schnellem Temperaturwechsel Sprünge bekommen, ist ansonsten aber ein recht unempfindlicher Stein.

AMAZONIT
Mohs-Härte: 6
Kristallform: triklin 
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Amazonit ist ein grüner undurchsichtiger Kalifeldspat pegmatitischer Herkunft. Er ist eine Varietät des Mikroklin und erhält seine grüne Farbe von Blei. Amazonit weist oft dünne weiße Albitadern auf, die in typischen Längsstreifen eingelagert sind.
Früher kam Amazonit v.a. aus Norwegen, heute aus Brasilien (Minas Gerais), Madagaskar, Mosambik, Südafrika, Russland (Ural, Halbinsel Kola) und den USA.
Amazonit wird meist zu Trommelsteinen oder Cabochons verarbeitet. Bereits im alten Ägypten wurden aus ihm Ziergegenstände hergestellt.
Amazonit kann mit Jade oder Türkis verwechselt werden.
Amazonit ist leicht spaltbar und mag keine Laugen und Säuren.

AMETHYST
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxid
Strichfarbe: weiß
Amethyst ist ein Quarz violetter Farbe. Meist kleidet er Blasenhohlräume im Vulkangestein mit kurzprismatischen Kristallen vollständig aus. In Erzgängen und alpinen Klüften findet man auch langprismatische Kristalle.
Sein Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet „nicht betrunken“. Deshalb wurde er früher gerne gegen Trunksucht eingesetzt. Amethyst ist ein sehr beliebter Edelstein und findet auch in der Kirche z.B. als Papstring Verwendung.
Die schönsten Amethyste kommen aus Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Namibia, Sambia und Russland.
Die violette Farbe des Amethyst stammt von Eisen, das Silizium ersetzt. Manchmal wird bei der Farbe mit Röntgenstrahlen „nachgeholfen“. Im Handel sind auch viele synthetische Amethyste, die sich allerdings schwer identifizieren lassen. Gute Amethyste in homogener Farbe werden in Karat (= 200 mg) gehandelt.
Amethyst kann mit Beryll, Fluorit, Kunzit, Spinell, Topas oder Turmalin verwechselt werden.
Amethyst ist unempfindlich gegen Laugen und Säuren (außer Flußsäure). Vorsicht: Amethyst kann verblassen, wenn er dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Auch Hitze verträgt er nicht gut; bereits bei 150° C kann er seine Farbe verändern.

AMETRIN
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Ametrin ist ein Quarz, der in sich den violetten Amethyst und den gelben Citrin vereinigt. Er ist auch unter den Bezeichnungen Bolivianit, Amecitrin oder Trystin im Handel.
Ametrin wird zu Schmucksteinen verarbeitet und ist auch als Heilstein sehr bliebt. Er ist erst seit 1989 auf dem Markt.
Wichtigste Abbaugebiete für natürlichen Ametrin sind Bolivien und Brasilien (Rio Grande do Sul).
Ametrin ist in seinem zweifarbigen Aussehen so einzigartig, dass er nicht mit anderen Steinen verwechselt werden kann.
Ametrin ist ebenso licht- und hitzeempfindlich wie Amethyst.

ANDENOPAL
Mohs-Härte: 5 - 6 1/2
Kristallform: amorph
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Opale bestehen aus drei Gruppen: Edelopale, Feueropale und Gemeine Opale. Edelopale weisen das typische Opalisieren auf, das beim Feueropal und Gemeinen Opal fehlt.
Opal ist ein wasserhaltiges Siliciumdioxid, das hydrothermal oder durch Verwitterung von Silikaten entstanden ist.  Er setzt sich aus kleinen Kügelchen zusammen, den Sphärolithen.
Andenopale stammen aus dem peruanischen Teil der Anden und gehören zu den Gemeinen Opalen. Sie sind meist undurchsichtig, selten fast klar. Es gibt sie in blauen, türkisen und grünliche Farben (Chrysopal) und in Rosatönen (Pinkopal). Chrysopal findet man in Nickellagerstätten. Häufig weisen Andenopale Dendriten oder eine Bänderung auf.
Chrysopal kann vom Aussehen her mit Chalcedon, Aquamarin oder Chrysopras verwechselt werde, fühlt sich aber anders an.
Wie alle Opale, ist auch der Andenopal sehr empfindlich. Da Andenopal wasserhaltig ist, sollte man ihn nie in die Sonne legen oder direkt einer Lichtquelle aussetzen. Er trocknet dadurch aus und bekommt Risse. Opale dürfe auch nicht mit Chemikalien in Berührung kommen (Parfüm, Spülwasser); auch mag er keine Temperaturschwankungen oder Hitze. Immer darauf achten, daß der Andenopal genügend Feuchtigkeit hat!

ANGELIT
Mohs-Härte: 3 - 3 1/2
Kristallform: orthorombisch
Mineralklasse: Sulfate
Strichfarbe: weiß
Angelit ist ein blaues Calciumsulfat; sein mineralogischer Name ist Anhydrit (vom Griechischen “anhydros” = wasserlos). Angelit ist die Handelsbezeichnung für einen durchscheinenden, grau-blau-violetten Anhydrit-Kristall.
Anhydrit entwickelt meist grobkörnige, massige Aggregate, manchmal aber auch prismatische Kristalle. Er kommt in Salzlagerstätten, Sedimenten, hydrothermalen Gängen und auf alpinen Klüften vor. Begleitminerale sind Gips(spat) und/oder Calcit.
Wichtige Fundorte sind in Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Polen, Mexiko, sowie in den USA (Idaho und Pennsylvania).
Angelit kann mit Calcit verwechselt werden; dieser braust aber mit verdünnter Salzsäure.
Vor Temperaturschwankungen, Hitze und längerer Lichteinstrahlung schützen.

APACHENTRÄNEN
Mohs-Härte: 5 - 5 1/2
Kristallform: amorph
Mineralklasse: Natürliche Gläser
Strichfarbe: weiß
Apachentränen zählen zu den Obsidianen und heißen auf Grund ihrer rauchigen Farbe auch Rauchobsidian. Obsidian ist ein amorphes, vulkanisches, kieselsäurereiches Gesteinsglas, das schnell erstarrt ist. Er ist meist von dunkler Farbe und leicht durchscheinend, wenn man ihn gegen das Licht hält. 
Apachentränen sind kugel- oder linsenförmig und stammen aus Schmelztuffen. Sie wurden nach dem gleichnamigen Indianerstamm in Arizona/USA benannt. 
Apachentränen können mit dunklem Glas verwechselt werden.
Wie alle Obsidiane splittern auch Apachentränen leicht.

APATIT
Mohs-Härte: 5
Kristallform: hexagonal
Mineralklasse: Phosphate
Strichfarbe: weiß
Der Name Apatit kommt vom griechischen Wort “apatao” und bedeutet “täuschen”. Diesen Namen bekam er, weil er wegen seiner Ähnlichkeit oft mit anderen Mineralien “vertauscht” worden ist. Apatit tritt in vielen verschiedenen Farben auf; häufig sind gelbe und blaue Apatite. Knochen von Wirbeltieren enthalten winzige Apatitkristalle.
Apatit ist ein Calcium-Phosphat und kommt in magmatischen Gesteinen, Pegmatiten, alpinen Klüften und in Sedimenten vor. Seine Hauptvorkommen sind in Myanmar, Brasilien, Sri Lanka, Indien, Madagaskar, Mexiko und USA (Maine). Apatit wird auch synthetisch hergestellt.
Wie sein Name schon besagt, kann Apatit mit vielen anderen Steinen verwechselt werden, z.B. mit Beryll, Topas oder Turmalin.
Apatit ist empfindlich gegen Säuren und Hitze und mag keine Ultraschallreinigung.

AQUAMARIN
Mohs-Härte: 7 1/2 - 8
Kristallform: hexagonal
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Aquamarin gehört zur Beryllgruppe, bildet hexagonale Kristalle und entstand in Pegmatiten, in Glimmerschiefer und in hydrothermalen Kalkspatgängen. Seine Name stammt wegen seiner Farbe von lateinisch “aqua” = Wasser und “marina” = Meer. Die Farbe des Aquamarins kommt von Eisen. Aquamarinkristalle können mehrere Kilos schwer sein. Gute Aquamarine dürfen keine Einschlüsse haben; aus Steinen mit Einschlüssen werden Cabochons gemacht. Blasse Aquamarine werden bestrahlt, wodurch sie gelb werden, anschließend erhitzt, dann werden sie blau. Die Farbe kann dann so blau sein wie bei einem Tansanit; allerdings kann sich die Farbe im Laufe der Zeit wieder auflösen. Vorsicht: Steine mit Einschlüssen zerspringen beim Erhitzen! Alle blauen Aquamarine sind gebrannt - allerdings muß der Handel das nicht angeben. Wenn synthetischer Aquamarin angeboten wird, handelt es sich in Wirklichkeit um synthetischen Spinell.
Aquamarinvorkommen gibt es in Brasilien, Madagaskar, Russland, Namibia, Sambia, Nigeria, Mosambik, Simbabwe, Indien. Berühmt sind die Aquamarine der Santa Maria Mine in Brasilien. 1991 wurden in Mosambik Aquamarine gefunden, die von der Qualität der Farbe her denen der Santa Marie Mine ähneln und deshalb Santa Maria Africana genannt werden.
Aquamarin kann mit Euklas, Disthen, Topas, Turmalin oder Zirkon verwechselt werden.
Aquamarin ist empfindlich gegen Laugen und Säuren und verliert bei direkter Sonneneinstrahlung seine Farbe.

AVENTURIN
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Aventurin ist ein mikrokristalliner Quarz mit metallischem Glimmern von Fuchsit- (grüner Chromglimmer), Glimmer- oder Hämatiteinschlüssen, die das sog. Aventurisieren erzeugen. Aus Aventurin werden gerne Cabochons und Ziergegenstände gefertigt.
Seine Fundstätten liegen in Indien, Brasilien, Simbabwe und in Russland (Ural).
Roter und Oranger Aventurin werden oft mit Aventurin-Feldspat (Sonnenstein) verwechselt. 
Aventurin gibt es in diesen Farbvarietäten:
Roter Aventurin: Glimmer- oder Hämatit-Schüppchen; erhält seine rötliche Farbe durch Eisen.
Grüner Aventurin: eingeschlossene Fuchsit-Schüppchen 
Blauer Aventurin: eingeschlossene Krokydolith- oder Rutil-Fasern
Oranger Aventurin: Hämatit-Schüppchen

AZURIT
Mohs-Härte: 3 1/2 - 4
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Karbonate
Strichfarbe: blau
Azurit hat seinen Namen von seiner azurblauen Farbe her. Früher wurden aus ihm Farbpigmente für die Malerei hergestellt. Aus Azurit werden Cabochons geschliffen und Ziergegenstände hergestellt.
Azurit kommt oft zusammen mit Malachit in Kupferlagerstätten vor. Azurit bildet oft kugelige Gruppen, auch in länglichen Tafeln und kleinen Prismen kommt er vor.
Azuritvorkommen sind in Russland (Ural, Altai), Frankreich, USA, Chile, Mexiko, Australien.
Azurit kann mit Dumortierit, Lapislazuli, Lazulith und Sodalith verwechselt werden.
Wegen seiner geringen Härte ist Azurit sehr stoß- und wärmeempfindlich. Auch Laugen, Säuren und Ultraschallreinigung verträgt er nicht.
Achtung: Azurit ist auf Grund seines Kupfergehaltes giftig! Wenn man Edelsteinwasser zum Trinken damit ansetzen möchte, den Azurit in ein fest verschließbares Glasröhrchen geben, damit er keinen direkten Kontakt zum Wasser bekommt. Auch das Bearbeiten oder Zerkleinern von Azurit ist gefährlich. Der dabei entstehende Steinstaub enthält lösliches Kupfer und ist giftig.

BAUMACHAT
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Baumachat ist ein derber weißer Quarz mit grünen Einschlüssen aus Chlorit. Er entstand in der pegmatitischen Phase. Als er abkühlte, lagerte sich Chlorit in den sich bildenden Rissen im Quarz ab. Dies führte zu den grünen Einlagerungen, die oft Muster bilden, die an Laubwerk erinnern: daher der Name “Baumachat”.
Baumachat wird v.a. in Indien gefunden.
Verwechslungsmöglichkeiten bestehen kaum.
Baumachat ist relativ unempfindlich. Man sollte ihn aber vor längerer Lichteinstrahlung und Hitze bewahren.

BERGKRISTALL
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Bergkristall gehört zur Familie der Quarze und ist reine kristallisierte Kieselsäure. Sein Name kommt vom griechischen Wort „crystallos“ für „Eis“, weil man ihn für ewig gefrorenes Eis hielt.
Bergkristall ist farblos, klar, durchsichtig und makrokristallin. Gelegentlich findet man in Bergkristall Einschlüsse von Gold, Pyrit, Rutil, Turmalin oder Goethit. Vom Bergkristall hat man tonnenschwere, über 1 m große Exemplare gefunden. 
Bergkristall wird gerne zu Schmuck verarbeitet und findet oft Verwendung in kirchlichen Gegenständen wie Kreuzen oder Kelchen. In der Technik wird Bergkristall für Frequenzregler, Ultraschallgeräte u.ä. hergenommen.
Hauptfundgebiete des Bergkristalls sind Brasilien, USA (Arkansas), Namibia, Madagaskar und Russland. Auch in den Alpen findet man wunderschöne Bergkristalle.
Als Kristall ist Bergkristall auf Grund seiner Kristallflächen eindeutig zu identifizieren. Als geschliffener Stein kann er mit allen farblosen Edelsteinen und Glas verwechselt werden.
An sich ist Bergkristall ein relativ unempfindlicher Stein. Weist er aber Risse und Sprünge auf, so ist Vorsicht geboten. Diese können bei Hitze oder schnellem Temperaturwechsel zum Zerspringen des Steins führen.

BERNSTEIN
Mohs-Härte: 2 - 2 1/2
Kristallform: amorph
Mineralklasse: Organische Substanzen
Strichfarbe: weiß
Bernstein ist ein fossiles Harz der ausgestorbenen Kiefer Pinus succinifera. Es gibt ihn in den Farben hellgelb bis braun, rot, weißlich, blau, schwarz und grünlich. Sein Name kommt vom Mittelhochdeutschen “börnen” = brennen.
Bernstein wurde schon in prähistorischer Zeit zu Schmuck und Kultgegenständen verarbeitet. Besonders beliebt sind sog. Inklusensteine, das sind Stücke mit eingeschlossenen Pflanzen und Insektenteilen. Bernstein lädt sich durch Reiben elektrisch auf, weshalb ihn die alten Griechen “Elektron” nannten.
Große Vorkommen des Bernsteins liegen im Samland (ehem. Ostpreußen) in der „Blauen Bernsteinerde“. Außerdem wird Bernstein in Rumänien, Italien, Mexiko, China, Japan, Myanmar und der Dominikanischen Republik gefunden.
Imitationen von Bernstein werden aus Kopal (Harz tropischer Bäume), Kunstharz und Glas hergestellt. Kleine Reststücke und Bernsteinstaub werden unter Hitze gepreßt und als „Echt-Bernstein“ (Ambroid) verkauft.
Bernstein ist empfindlich gegen Säuren und Laugen und verträgt keine Ultraschallreinigung. Auch Kontakt mit Kosmetika und Putzmitteln tut ihm nicht gut. Bernstein kann mit der Zeit nachdunkeln.

CALCIT
Mohs-Härte: 3
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Carbonate
Strichfarbe: weiß
Calcit (Kalkspat), ein Calciumcarbonat, gibt es in vielen verschiedenen Färbungen. Calcit kommt meist in Form von Rhomboedern vor. In Sedimentgestein ist Calcit meist mikrokristallin. Bekannt ist beim Calcit die Form des “Schweinszahn” und des “Hundszahn” sowie der Doppelspat, der einen Lichtstrahl in zwei Strahlen aufteilt.
Calcit entstand u.a. in Hohlräumen in Erzgängen, vulkanischem Gestein und in Karbonatgestein. Größere Calcitvorkommen sind in Brasilien, USA und Mexiko. Auch in den Alpen findet man schöne Sammlerstücke.
Calcit kann mit Dolomit, Quarz, Gips oder Anhydrit verwechselt werden.
Da Calcit sehr weich ist, wird er nur selten zu Schmuck verarbeitet. Durch seine leichte Spaltbarkeit bekommt er schnell Sprünge und zerbricht. Auch schnelle Temperaturwechsel können Sprünge im Calcit hervorrufen. Säuren und Laugen schaden dem Calcit. 

CARNEOL
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Carneol wurde seiner Farbe wegen entweder nach der Kornelkirsche benannt oder erhielt seinen Namen vom Lateinischen „carnis“ für Fleisch. Er ist eine orange bis rotbraune nicht gebänderte Chalcedon-Varietät, die ihre Farbe durch Eisen erhält.
Die schönsten Carneole kommen aus Indien, wo bräunliche Färbungen aufgehellt werden, indem man die Steine in die Sonne legt. Die meisten Carneole bei uns sind Achate aus Brasilien oder Uruguay, die durch Eisennitratlösung gefärbt wurden. Unterscheiden kann man gefärbte von nichtgefärbten Carneolen dadurch, daß gefärbte, wenn man sie gegen das Licht hält, gestreift sind, während sich bei ungefärbten die Farbflächen wolkig verteilen.
Carneol ist ein relativ unempfindlicher Stein. Bei direkter Sonnenbestrahlung kann er allerdings verblassen.

CHALCEDON
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Dieser Stein ist ein kryptokristallines Quarzaggregat und wurde nach der Stadt Kalchedon am Bosporus benannt.
Seit der Antike wird er für Gemmen und Kameen verwendet.
Chalcedon ist ein Oberbegriff für verschiedene Varietäten:
Achat: gebänderter Chalcedon
Chrysopras: durch Nickel grün gefärbter Chalcedon
Chromchalcedon: durch Chrom grün gefärbter Chalcedon
Dendriten-Chalcedon: mit schwarzen Manganoxid-Dendriten durchsetzter Chalcedon
Kupfer-Chalcedon: enthält metallische Einschlüsse von Kupfer
Rosa Chalcedon: durch Mangan rosa gefärbter Chalcedon
Punktachat: hat rote Tupfen aus Hämatit
Carneol: durch Eisen rotorange gefärbter Chalcedon
Sarder: durch Eisenoxid braun gefärbter Chalcedon
Onyx: durch Mangan und Eisenoxid schwarz gefärbter Chalcedon
Wenn wir von Chalcedon sprechen, meinen wir im allgemeinen die blaue Varietät. Er ist grau bis hellblau, selten auch blau-weiß gestreift. Die gebänderten Chalcedone, die man im Handel erhält, sind blau gefärbte Achate.
Chalcedon wird gerne zu Kugelketten, Anhängern und Trommelsteinen verarbeitet.
Chalcedon wird v.a. in Brasilien, Indien, Madagaskar, Mosambik und Uruguay gefunden. Die schönsten Chalcedone kommen aus Namibia und Südafrika.
Rosa Chalcedon stammt u.a. aus Mexiko und USA (Arizona).
Chalcedon tritt gerne zusammen mit Opal, Heliotrop oder Chrysopras auf.
Die Vielzahl der Chalcedon-Varietäten können mit vielen anderen Steinen verwechselt werden.
Chalcedon wird gerne gefärbt, gebrannt oder mit Glas nachgeahmt.
Chalcedon ist ein relativ unempfindlicher Stein. Bei direkter Sonnenbestrahlung kann er allerdings verblassen und grau werden.

CHAROIT
Mohs-Härte: 5 - 6
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Charoit, ein wasserhaltiges Silikat, ist erst seit 1978 als eigenständiges Mineral anerkannt. Es erhielt seinen Namen nach dem russischen Wort “chary” für Zauber, Magie.
Charoit ist undurchsichtig und weist unterschiedliche Violettnuancen auf. Er bildet zähe, blättrige Massen, oft mit Einschlüssen von grünschwarzem Aegirin, grüngrauem Canasit und gelbem Tinaksit. Charoit entstand während der Jurazeit (vor ca. 200 Mill. Jahren) in kaliumreichem Syenitgestein.
Charoit wird gerne für Schmuck und Ziergegenstände verwendet. V.a. im Cabochonschliff oder zu Kugelketten verarbeitet sieht man ihn häufig.
Weltweit kommt Charoit nur in Ost-Sibirien vor, wo er tonnenschwere Blöcke bildet.
Charoit kann mit Lepidolith oder Sugilith verwechselt werden.
Vor praller Sonne und Salzwasser schützen, weil Charoit sonst matt wird!

CHRYSOKOLL
Mohs-Härte: 2 - 4
Kristallform: meist amorph, selten monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: grün
Chrysokoll (Kupfergrün) ist ein hydroxylhaltiges Kupfersilikat und bildet traubige, derbe Massen. Es gibt ihn in verschiedenen Grün/Blautönen. Chrysokoll tritt in Verbindung mit Kupferlagerstätten auf und hat oft Azurit und Malachit als Begleiter dabei.
Der Name Chrysokoll kommt aus dem Griechischen und heißt “Goldleim”. Wegen seiner attraktiven Farbe wird Chrysokoll gerne zu Schmuck und Ziergegenständen verarbeitet.
Chrysokoll wird in Chile, Russland, Zaire und den USA gefunden. Gelegentlich kommt es zu Verwechslungen mit Türkis oder Malachit.
Da Chrysokoll ein sehr weicher Stein ist, ist er auch entsprechend empfindlich und verkratzt leicht. Er mag keine Hitze, Putzmittel, Kosmetika oder Schweiß und auch keine Ultraschallreinigung.

CHRYSOPRAS
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Chrysopras ist ein durch Nickel apfelgrün gefärbter Chalcedon. Er ist ein seltener und deshalb wertvoller kryptokristalliner Quarz. Chrysopras ist sedimentär entstanden und tritt in Verwitterungszonen von Nickelerzlagerstätten auf.
Chrysopras wird seit dem Mittelalter verarbeitet. Der berühmte schlesische Chrysopras verzierte schon im 14. Jahrhundert die Wenzelskapelle auf der Prager Burg. Auch Friedrich der Große ließ sein Schloß Sanssouci damit schmücken.
Chrysopras wurde jahrhundertelang in Frankenstein/Oberschlesien abgebaut, wo die Vorkommen aber inzwischen erschöpft sind. Weitere Fundstellen gibt es in Brasilien und Australien (Queensland), von wo die schönsten Chrysoprase mit einer kräftigen dunklen Farbe kommen. Außerdem gibt es ihn in Südafrika, Tansania, USA (Kalifornien) und Kasachstan.
Vorsicht: Achat oder Chalcedon werden grün gefärbt und als Chrysopras verkauft!
Bei Chrysopras kommt es zu Verwechslungen mit Jade, Serpentin, Prehnit, Variscit, Smithonit, Prasem oder Grünem Jaspis.
Chrysopras nicht längere Zeit in die Sonne legen, weil er ausbleicht!

CITRIN
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Citrin ist die gelbe, durchsichtige Varietät des Quarzes. Das Farbspektrum reicht von ganz hellem, blassem Gelb bis Grüngelb. Die Farbe erhält Citrin durch Eisen oder schwache Radioaktivität des Nachbargesteins. Wird Citrin über 200° C erhitzt, verblaßt seine Farbe.
Die meisten Citrine sind durch Erhitzen von Amethyst entstanden, der in Brasilien sehr häufig gefunden wird. Bei 470° C wird Amethyst hellgelb, bei 550° C dunkelgelb bis bräunlich. Auch aus Rauchquarz läßt sich bei 300-400° C Citrin „brennen“. Gebrannte Amethyste gehen von der Farbe her leicht ins Rötliche; natürliche Citrine sind vorwiegend blaßgelb. Im Handel tauchen gebrannte Amethyste auch als “Goldtopas“ oder “Madeiratopas” auf, obwohl diese mit Topas rein gar nichts zu tun haben. Es gibt auch synthetische Quarze, die durch Eisen gelb sind oder durch Gammastrahlung gelb gefärbte Quarze.
Schöne Naturcitrine werden facettiert zu Schmuck verarbeitet. Minderwertige Qualitäten oder gebrannte Amethyste werden zu Cabochons oder Kugelketten verarbeitet. 
Natürliche Citrine sind selten und werden v.a. in Brasilien (Minas Gerais), Indien, Madagaskar, Sambia, USA (North Carolina), Russland gefunden. Auch in Spanien (Salamanca) und in Schottland (Insel Arran) gibt es hochwertige Citrine.
Citrin kann vom Aussehen her leicht mit gelbem Beryll, Orthoklas, gelbem Topas und gelbem Turmalin verwechselt werden.
Citrin von direkter Lichteinstrahlung, Wärme und schnellem Temperaturwechsel fernhalten!

COVELLIN
Mohs-Härte: 1 1/2 - 2
Kristallform: hexagonal
Mineralklasse: Sulfide
Strichfarbe: schwarz

Covellin wird auch Kupferindig genannt und weist einen blauschwarzen Metallglanz auf. Wenn man Covellin in Wasser gibt, erscheint er violett.
Covellin gehört zu den Kupfersulfiden und bildet hexagonale Kristalle, die sich meist zu derben Aggregaten zusammenschließen. Er kommt in hydrothermalen Gängen vor, oft zusammen mit Pyrit und Kupferkies.
Fundstätten von Covellin liegen in den USA, Chile und Bolivien.
Covellin kann durch sein charakteristisches Aussehen nicht mit anderen Steinen verwechselt werden.
Da Covellin ein sehr weicher Stein ist, soll man ihn entsprechend vorsichtig behandeln.

DISTHEN
Mohs-Härte: 4 - 4½, 6 - 7
Kristallform: triklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Disthen wird auch als Kyanit oder Cyanit (griechisch “kyanos” = blau) bezeichnet. Er bildet stengelige, tafelige Prismen, die im Muttergestein eingewachsen sind. Disthen ist ein metamorphes Silikat, das unter hohem Druck und bei Temperaturen von ca. 1500°C entstanden ist. Seine Vorkommen sind in Hohlräumen in vulkanischem Gestein und in Kieslagerstätten.
Eine Besonderheit ist sein Mohs-Härte-Unterschied, der ihm auch den Namen Disthen (“zweifache Mohs-Härte”) verliehen hat: in der Längsrichtung hat er die Mohs-Härte 4 - 4½, in der Querrichtung 6 - 7. Dadurch läßt er sich nur schwer schleifen.
Disthen findet man in Österreich, der Schweiz, Myanmar, Brasilien, Kenia und in den USA.
Blauer Disthen kann mit Aquamarin und Topas verwechselt werden, grüner Disthen mit Turmalin.
Durch die unterschiedliche Härte zerspringt Disthen leicht; keine Reinigung mit Ultraschall!

DUMORTIERIT
Mohs-Härte: 7
Kristallform: rhombisch
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: blau/weiß
Dieser Stein wurde nach dem französischen Paläontologen Eugene Dumortier benannt.  Dumortierit bildet meist Aggregate aus blauen nadeligen Kristallen oder kleinen Tafeln. Eher selten formt er lange Prismen aus. Manchmal kommt Dumortierit in Quarz eingebettet vor (Dumortierit-Quarz). Dumortierit wird hauptsächlich zu Cabochons verarbeitet.
Vorkommen sind in Frankreich, Polen, Brasilien, Sri Lanka, Kanada, Madagaskar, Namibia, USA.
Dumortierit kann mit Azurit, Lapislazuli, blauem Aventurin und Sodalith verwechselt werden.
Dumortierit ist empfindlich gegen Wärme und Säuren.

ERDBEERQUARZ
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Erdbeerquarz ist ein undurchsichtiger, derber, rosafarbener Quarz. Die rosa Farbe kommt von Mangan; oft weist er dunkle Einlagerungen von Manganoxid auf.
Man findet Erdbeerquarz in Pegmatiten, wo er bei hohen Temperaturen im sauren Magma entstanden ist. Größere Vorkommen von Erdbeerquarz sind in Südafrika, wo man große Brocken von ihm findet.
Erdbeerquarz kann mit anderen rosa Steinen wie Rhodonit oder Thulit verwechselt werden.
Erdbeerquarz sollte man nicht längere Zeit der Sonne aussetzen, weil er sonst verblasst. Hitze kann Sprünge und Risse entstehen lassen. Ansonsten ist er ein eher unempfindlicher Stein.

FEUEROPAL
Mohs-Härte: 5 1/2 - 6
Kristallform: amorph
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Feueropal ist ein durchsichtiger roter Opal, der vulkanisch entstanden ist. 
Bedeutende Vorkommen sind in der Türkei, USA, Brasilien, Guatemala, Honduras und Australien. Die schönsten Feueropale kommen aus Mexiko. Vom Feueropal gibt es auch Imitationen aus Glas.
Wie alle Opale, ist auch der Feueropal sehr empfindlich. Da Feueropal wasserhaltig ist, sollte man ihn nie in die Sonne legen oder direkt einer Lichtquelle aussetzen. Er trocknet dadurch aus und bekommt Risse. Opale dürfe auch nicht mit Chemikalien in Berührung kommen (Parfüm, Spülwasser); auch mag er keine Temperaturschwankungen oder Hitze. Immer darauf achten, daß der Feueropal genügend Feuchtigkeit hat!

FLINT, FEUERSTEIN
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal (Quarzanteile) und amorph (Opalanteile)
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Flint-/Feuersteine sind graubraune, manchmal löchrige Knollen, die aus kryptokristallinen Quarz- und Opalschichten bestehen. Gebildet wurden sie in den Kreidegesteinen der Ostsee und Englands. Sie besitzen oft Bestandteile verkieselter, ehemals kalkhaltiger Fossilien. 
Bereits in der Steinzeit war Flint ein begehrtes Handelsobjekt. Man findet ihn auch weit weg von seinen ursprünglichen Herkunftsgebieten, was auf einen weitreichenden Handel schließen läßt. Der Name Flintstein stand Pate für die Flinte, denn dieser Stein wurde zum Erzeugen des Zündfunkens benutzt.
Auf Grund seiner Opalanteile ist Flint-/Feuerstein genauso empfindlich wie Opal.

FLUORIT
Mohs-Härte: 4
Kristallform: kubisch
Mineralklasse: Halogenide
Strichfarbe: weiß
Fluorit (Flußspat) kommt durch verschiedene Fehlstellen im Kristallgitter in allen Farben vor. Dabei kann ein Stein verschiedene Farben haben, z.B. Regenbogenfluorit. Er kommt manchmal in würfelförmigen Kristallen mit bis zu einem halben Meter Kantenlänge vor. Gelegentlich bildet Fluorit auch oktaedrische Kristalle. Er kommt in metallhaltigen Adern vor, oft zusammen mit Calcit, Quarz und Erzmineralien.
Fluorit läßt sich leicht bearbeiten, so daß aus ihm gerne Ziergegenstände gemacht werden.
Fluorit wird in der Oberpfalz, in England, China, Mexiko und den USA gefunden. Er wird auch synthetisch hergestellt.
Fluorit kann mit Amethyst, Apatit, Calcit, Quarz oder Steinsalz verwechselt werden.
Da Fluorit relativ weich ist, ist er sehr empfindlich gegen Stöße und bekommt schnell “Macken”. Deshalb eignet er sich schlecht als Schmuckstein. Fluorit reagiert auf sämtliche Säuren empfindlich. Wenn Fluorit in Kontakt mit Schwefelsäure gebracht wird, entwickelt er das giftige Fluorgas. Außerdem mag Fluorit keine Temperaturwechsel oder Ultraschallbäder. Fluorit kann sich verfärben, wenn er direkter Lichteinstrahlung ausgesetzt ist.

GRANAT
Mohs-Härte: 7 - 7 1/2
Kristallform: kubisch
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Die Bezeichnung Granat kommt vom Lateinischen “granum” für Korn, weil Granat oft wie Körner im Muttergestein (Glimmerschiefer, Gneis) auftritt. Der bekannteste Granat ist der böhmische rote Granat, der früher Karfunkelstein genannt wurde. Granat ist schon seit dem frühen Mittelalter ein beliebter Schmuckstein. Man benutzte ihn früher auch für Einlegearbeiten an Waffen.
Außer in Blau kommt Granat in allen Farben vor. Als Rohstein erkennt man ihn sofort an seinen rhombenförmigen Kristallflächen. Granat weist die gleiche Lichtbrechung wie Saphir auf.
Granat ist empfindlich gegen Säure und starke Hitze.
Mineralien der Granatgruppe (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!):
Pyrop: vom griechischen Wort für “feurig”; rot bis rotbraun; Begleitmineral der Diamanten. Ein beliebter Schmuckstein des 18. und 19. Jahrhunderts. Wird immer noch gerne für Trachtenschmuck verwendet. Vorkommen in Tschechien, Südafrika, Tansania, USA, Russland, Madagaskar, Mosambik. Kann mit Almandin, Spinell und Rubin verwechselt werden.
Almandin: dunkelrot, braunrot, fast schwarz, mit Violettstich. Enthält viele Einschlüsse und viel Eisen. Bildet große Kristalle (bis 1 Meter Durchmesser!). Almandin ist der häufigste Granat und kommt weltweit vor. Kann Asterismus aufweisen (Sterngranat). Wird in den Alpen gefunden, auch in Indien, Sri Lanka, Madagaskar, Afghanistan, Brasilien. Kann mit Pyrop, Spinell und Rubin verwechselt werden. 
Rhodolith: rosa, roter, rotbrauner bis violettroter Mischkristall aus Pyrop und Almandin. Er enthält Einschlüsse wie der Korund und ist deshalb der ideale Ersatzstein für Rubin. Er tritt auch als Begleitmineral des Korunds auf. Vorkommen sind in Indien, Sri Lanka, Tansania, Sambia, Brasilien, Mosambik.
Spessartin: “Mangangranat”; gelbrot, braunrot mit hohem Glanz. Vorkommen in Sri Lanka, Myanmar, Madagaskar, Brasilien, Australien, Mosambik, Simbabwe, Namibia. Kann mit Hessonit verwechselt werden. 
Kuene, Hollandit, Mandarin: gelber Spessartin.
Pyrop-Spessartin-Mischkristall: blaugrün bei Tageslicht, rot im Kunstlicht; seltener Sammlerstein. Vorkommen in Tansania.
Grossular: Lateinisch für “Stachelbeere”; es gibt hiervon unterschiedliche Varietäten, z.B. transparente Einkristalle oder undurchsichtige Aggregate. Wird im Volksmund Grüner Granat genannt. Kann mit Smaragd und Demantoid verwechselt werden.
Tsavolith: gelber, gelbgrüner bis grüner Grossular. Kann durch Vanadium smaragdgrün sein. Es gibt ihn nur an einer Fundstelle im Tsavo-Nationalpark (Kenia).
Hydrogrossular: wird als Jade verkauft (“Transavaal-Jade”). Sieht grün aus wie Jadeit oder Nephrit. Vorkommen in Südafrika, USA, Kanada.
Hessonit: bräunlich-gelb bis bräunlich-rot. Wird auch Zimtstein genannt. Vorkommen in Sri Lanka, Brasilien, USA. Kann mit Spessartin und Hyazinth verwechselt werden. 
Leukogranat: farbloser Grossular aus Kanada oder Mexiko.
Demantoid: durch Chrom grün gefärbter Andradit; enthält Bisolithfaser-Einschlüsse. Wertvollster, weil seltener Granat, der nur in kleinen Kristallen vorkommt. Vorkommen: Elba (Halbinsel Calamita), Russland (Ural). Kann mit Grossular, Peridot, Smaragd, Spinell, Turmalin und Vesuvian verwechselt werden. 
Grossular-Demantoid: Mischkristall aus Mali.
Uwarowit: undurchsichtiger bis durchscheinender dunkelgrüner Sammlerstein. Kann Asterismus und Changieren aufweisen. Vorkommen in Russland (Ural), USA, Finnland, Polen, Indien. Verwechslung mit Smaragd möglich. 
Melanit: durch viel Eisen schwarz gefärbter Granat; Vorkommen: Deutschland, Frankreich, Italien, Mali.
Topazolith: zitronengelber Andradit. Vorkommen in den Alpen.

HÄMATIT
Mohs-Härte: 6 1/2
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: rot bis rotbraun
Hämatit (Eisenglanz/Roteisenerz) wird auch Blutstein genannt, weil sein Schleifstaub das Wasser blutrot färbt. Sein Name kommt vom griechischen Wort “haimatitis” = blutrot. Hämatit kommt in den Farben Anthrazit, Schwarz und Braunrot vor, hat einen metallischen Glanz und ist undurchsichtig. Hämatit bildet oft übereinanderliegende, tafelige, hexagonale Kristalle, die sich manchmal zu “Eisenrosen” zusammenschließen. Er kommt auch in radialstrahligen derben Massen vor (“Roter Glaskopf”). Hämatit wird gerne von Magnetit und Pyrit begleitet.
Hämatit wird gebrannt, damit er einen höheren Glanz bekommt. Hämatin sieht rein äußerlich wie Hämatit aus; es handelt sich dabei aber um gesintertes Eisenoxidpulver.
Hämatit wurde seit der Jungsteinzeit als Farbpigment verwendet. Im alten Ägypten und Babylonien diente er bereits als Schmuck- und Amulettstein. Die Römer erachteten Hämatit als Mittel zum Blutstillen. Früher verarbeitete man Hämatit in Trauerschmuck. Heute werden aus ihm meist Kugelketten, Trommelsteine und Gravuren gefertigt.
Die wichtigsten Vorkommen des Hämatit sind in England (Cumberland); er wird aber auch in Saalfeld/Thüringen, auf Elba, in Norwegen, Schweden, Spanien, Russland, Brasilien, Neuseeland und in den USA gefunden.
Kann mit Ilmenit oder Magnetit verwechselt werden. Diese haben aber eine (grau)schwarze Strichfarbe, Hämatit eine rote bis rotbraune.
In so manch Steinebuch steht, daß Hämatit nicht mit Wasser in Berührung kommen darf, weil er sonst rostet. Das stimmt nicht! Hämatit ist nicht wasserlöslich und oxidiert nicht. Er ist allerdings empfindlich gegen Säuren, Salze, Hitze und Ultraschallbäder. 

HÄMATITQUARZ
Mohs-Härte: 6 1/2
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Hämatitquarz ist ein Kristallquarz, der Einlagerungen von Hämatit enthält. Er entstand in hydrothermalen Lösungen und kommt v.a. in Madagaskar vor.
Weiteres dazu siehe unter den Beschreibungen von Bergkristall und Hämatit.

HELIOTROP
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Heliotrop ist ein durch Chloritminerale dunkelgrüner, undurchsichtiger kryptokristalliner Chalcedon mit roten Farbsprenkeln aus Eisenoxid. Sein Name bedeutet eigentlich „Sonnenwender“; man kennt ihn auch unter der Bezeichnung “Blutjaspis”.
Im Mittelalter hielt man die roten Farbtupfen für das Blut Jesu Christi, weshalb man ihn für einen magischen Stein hielt. Er galt als Schutzstein der Kreuzritter und war ein beliebter Stein für Amulette. Aus Heliotrop wurden wegen seines gefälligen Aussehen auch gerne Ziergegenstände gefertigt. Heute macht man aus ihm meist Trommelsteine und Donuts.
Heliotrop entstand in kieselsäurereichem Wasser in Gesteinsspalten. Er kommt hauptsächlich aus Indien, aber auch aus Sibirien, Australien, Brasilien, China und den USA.
Eine Verwechslung mit grünem Jaspis ist kaum möglich, weil sich Heliotrop durch seine roten Punkte von diesem unterscheidet.
Heliotrop nicht längere Zeit der Sonne aussetzen, weil sonst die roten Farbsprengsel verblassen können!

JADE

Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Der Name Jade kommt vom Begriff “pietra de ijada” = Lendenstein, da er während der spanischen Eroberung der Neuen Welt bei Nierenerkrankungen eingesetzt wurde.
Jade ist ein Pyroxen, das Aluminium, Natrium und oft Chrom enthält. Sie bildet prismatische Kristalle, die in mikrokristallinen Massen vorkommen. Jade ist ein sehr zäher Stein, der sich gut zu Kunstgegenständen verarbeiten läßt.
Jade gibt es in weiß, grün, orange, gelb, violett, braun, schwarz. Am bekanntesten ist die  Imperial- oder Kaiserjade aus Myanmar, die durch Chrom smaragdgrün leuchtet. Jade ist seit langer Zeit unter dem Namen “Yü” der heilige Stein der Chinesen. Aus ihr werden nach wie vor Amulette, Schmuck und Ziergegenstände gefertigt.
Jade wird farblich aufgebessert, indem man sie mit farbigem Kunststoff imprägniert.
Jade findet man in Myanmar, China, Japan, Guatemala, Mexiko, USA (Kalifornien).
Jade kann mit einer Vielzahl anderer grüner Steine verwechselt werden.
Jade ist an sich ein recht unempfindlicher Stein; sie mag allerdings keine Hitze, direkte Lichteinstrahlung oder Ultraschallreinigung.

JASPIS
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß, gelb, braun, rot
Der Name Jaspis kommt von der griechischen Bezeichnung für „gesprenkelter Stein“. Jaspis ist ein dichtes, feinkörniges, mikrokristallines Quarz-Aggregat. Er ist undurchsichtig, braun bis rotbraun, auch gelblich bis grünlich. Diese farblichen Varianten werden durch Beimengungen fremder Stoffe hervorgerufen. Jaspis tritt oft in Verbund mit Achat auf (Achatjaspis bzw. Jaspachat).
Jaspis ist durch seine Farbenvielfalt und die dekorative Musterung ein beliebter Stein für Ziergegenstände oder Cabochons.
Jaspis wird weltweit gefunden. Je nach Farbe und Fundort ist er unter vielen verschiedenen Namen im Handel.
Jaspis kann durch seinen großen Variantenreichtum leicht mit diversen anderen Steinen verwechselt werden.
Jaspis ist an sich ein recht unkomplizierter Stein, der allerdings keine starke Wärme mag.

LABRADORIT
Mohs-Härte: 6 - 6 1/2
Kristallform: triklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Labradorit ist ein calciumreicher Mischkristall der Plagioklas-Reihe und gehört zur Feldspat-Gruppe. Er wurde nach der kanadischen Halbinsel Labrador benannt, wo er 1770 zum ersten Mal gefunden wurde. Labradorit schillert wie ein tropischer Schmetterling in den Farben Gelb, Blau und Grün. Dieser Effekt wird als „Labradorisieren“ bezeichnet und wird durch die Interferenz und Reflexion von Mikrolithen im Stein hervorgerufen.
Ein besonders schöner Labradorit, der im Südosten Finnlands gefunden wird, wird als Spektrolith bezeichnet. In Oregon (USA) werden orange schillernde Mischkristalle zwischen Labradorit und Oligoklas gefunden, die als “Oregon Sunstones” bezeichnet werden. In Madagaskar gibt es unter dem Namen „Madagaskar-Mondstein“ fast durchsichtige Labradorite.
Große Labradoritplatten werden zur Wandverkleidung oder als Bodenbelag verwendet. Kleine schleifwürdige Stücke werden zu Schmuck verarbeitet; beliebt ist hierbei die Cabochonform und Donuts.
Labradorit kristallisierte sich aus Magma heraus und wird in basischen Pegmatiten gefunden.
Große Vorkommen von Labradorit gibt es auf Neufundland (Kanada) mit metergroßen Kristallen. Auch im Staat New York (USA) gibt es große Labradoritblöcke. Ferner gibt es Fundstätten in Norwegen, Lappland nahe der Grenze zu Russland, in der Ukraine und in Südindien. Die schönsten Spektrolithe kommen aus Madagaskar.
Heller Spektrolith kann mit Mondstein verwechselt werden; dabei hat der Spektrolith aber einen dunkleren Blauschimmer.
Es gibt Fälschungen, bei denen geschmolzenem Glas Kupferspäne beigemischt werden.
Labradorit ist leicht spaltbar; deshalb sollte er vorsichtig behandelt werden. Er mag keine Ultraschallbäder oder schnellen Temperaturwechsel. Auch starkes Erhitzen tut ihm nicht gut.
LAPISLAZULI
Mohs-Härte: 5 - 5 1/2
Kristallform: kubisch
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: blau
Dieser Stein gehört zu den ältesten Schmucksteinen überhaupt. Bereits in ägyptischen Pharaonengräbern fand man Schmuck aus Lapislazuli. Sein Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “blauer Stein”.
Lapislazuli wird aus mehreren Mineralien gebildet, neben dem Hauptbestandteil Lasurit aus Augelith, Diopsid, Hauyn, Hornblende, Kalkspat und Pyrit. Deshalb ist Lapislazuli eigentlich ein Gestein und kein Mineral.
Lapislazuli kommt in natriumreichem Marmor vor. Sein Hauptfundort liegt im Hindukusch in Afghanistan. Lapislazuli dieser Region weist Einschlüsse von Pyrit auf, die oft mit Gold verwechselt werden. Auch in Russland (Baikalsee) und in den Anden in Chile wird dieser Stein gefunden. Lapislazuli aus Chile enthält jedoch große Anteile weißen und grauen Kalkspats und ist deshalb weniger wertvoll.
Steine, die zu viel weißgraue Anteile enthalten oder von der Farbe her zu blaß sind, werden häufig nachgefärbt. Auch andere Mineralien werden blau eingefärbt, wie z.B. der Nunkirchner Jaspis, der dann als Deutscher Lapis oder Swiss Lapis im Handel angeboten wird. Auch Marmor wird blau gefärbt und als Lapislazuli verkauft. Ferner gibt es Imitationen aus Glas und synthetischen Lapislazuli, einen durch Kobaltoxid gefärbten Spinell.
Lapislazuli kann mit Azurit, Dumortierit, Lazulith oder Sodalith verwechselt werden.
Lapislazuli ist empfindlich gegen Druck, hohe Temperaturen und längere Lichteinstrahlung. Er verträgt keine Säuren, Seifen, Laugen, Salze, Ultraschall, Silbertauchbäder, Putzmittel, Schweiß, Essig, Kosmetika etc. Obwohl Lapislazuli ein beliebter Schmuckstein ist, eignet er sich dafür durch seine Delikatheit eigentlich schlecht.

MALACHIT
Mohs-Härte: 3 1/2 - 4
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Karbonate
Strichfarbe: grün
Malachit ist ein wasserhaltiges Kupferkarbonat, das seine grüne Farbe vom Kupfer erhält. Sein Name kommt entweder vom Griechischen Wort “malakos” = weich oder “malache” = Malwe.
Malachit kommt meist in mikrokristallinen Aggregaten vor. Makrokristalle aus langen, nadelförmigen Prismen sind sehr selten und bei Sammlern begehrt. Malachit entstand in kupferhaltigen Lösungen in Kupferlagerstätten.
Malachit ist wegen seiner schönen hell- und dunkelgrünen Bänderung ein beliebter Stein für Schmuck oder Ziergegenstände. Bereits die alten Ägypter, Griechen und Römer schätzten ihn als Schmuck- und Amulettstein. Die Ägypter verwendeten pulverisierten Malachit als Schminke und Haarfärbemittel, obwohl er giftig ist! Auch in der Malerei fand er als Grünpigment Verwendung. Heutzutage macht man meist Kugelketten, Donuts, Trommelsteine und Gravuren aus Malachit.
Da es im Ural (Russland) große Malachitvorkommen gibt, verschenkten die russischen Zaren gerne Gegenstände aus Malachit. So gibt es z.B. in Schloß Linderhof  Tische mit Platten aus Malachit, die Bayernkönig König Ludwig II. vom Zaren geschenkt bekam.
Große Malachitvorkommen gibt es im “Copper Belt” (Kupfergürtel) in Afrika (Katanga und Sambia). Weitere Fundstätten sind in Marokko, Australien, Kongo, Simbabwe, Namibia, Arizona (USA), China (Provinz Gunagdong) und Chile.
Mit Malachit verwandt ist Azurit. Oft kommen beide Mineralien zusammen vor (Azurit-Malachit). Auf dem Sinai (Ägypten) gibt es Vermischungen von Malachit mit Türkis und Chrysokoll (Eilath-Stein).
Achat, Jaspis oder Marmor werden grün gefärbt und als Malachit verkauft. Es werden auch Imitationen aus Glas sowie synthetischer Malachit hergestellt.
Malachit mag keine Hitze, Säuren, Laugen, Salzwasser, Kosmetika, Ultraschallreinigung oder Silbertauchbäder! Nicht längere Zeit direkter Lichteinstrahlung aussetzen!
Achtung: Malachit ist auf Grund seines Kupfergehaltes giftig! Wenn man Edelsteinwasser zum Trinken damit ansetzen möchte, den Malachit in ein fest verschließbares Glasröhrchen geben, damit er keinen direkten Kontakt zum Wasser bekommt. Auch das Bearbeiten oder Zerkleinern von Malachit ist gefährlich. Der dabei entstehende Steinstaub enthält lösliches Kupfer und ist giftig.

MONDSTEIN
Mohs-Härte: 6 - 6 1/2
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Dieser Kalifeldspat aus der Feldspat-Gruppe entstand durch Entmischung aus Orthoklas. Er wurde nach seinem bläulich-weißem Schimmer (Adularisieren) benannt, der an das milchige Mondlicht erinnert. Mondstein aus Sri Lanka schimmert bläulich, der aus Indien rötlich.
Man findet Mondstein v.a. in Sri Lanka, aber auch in Australien, Myanmar, Brasilien, Indien, Madagaskar, Tansania und in den USA.
Imitationen von Mondstein werden aus farblosem synthetischem Spinell oder Bergkristall hergestellt, der als Cabochon geschliffen und von unten bedampft wird.
Mondstein ist leicht spaltbar und deshalb empfindlich gegen Stöße und Temperaturwechsel. Unter Wärme kann er seinen schönen Schimmer verlieren. Mondstein mag keine Säuren, Laugen, Ultraschallbäder, Putzmittel und starke Lichteinstrahlung.

MOOKAIT
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Mookait ist ein dichtes, feinkörniges, mikrokristallines Quarz-Aggregat und gehört zur Jaspis-Familie. Er kommt in cremefarbenen, roten und gelborangen Bänderungen vor. Die rötlichen Farblagen kommen von Eisenoxid, die gelblichen von Eisenhydroxid-Einlagerungen. Mookait kann auch Opal enthalten.
Mookait ist wegen seines attraktiven Aussehens ein beliebter Zier- und Schmuckstein. 
Größere Vorkommen von Mookait sind in Australien. Von dort hat er auch seinen Namen: “Mooka” ist ein Fluß, an dem er gefunden wird, und in der Sprache der Aborigines “Fließendes Gewässer” heißt.
Mookait hat zwar ein sehr charakteristisches Aussehen, kann aber mit rotem oder gelben Jaspis verwechselt werden.
Mookait ist an sich ein recht unkomplizierter Stein, der allerdings keine starke Wärme mag.

MOOSACHAT
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Moosachat ist ein farbloser, lichtdurchlässiger Chalcedon. Er wird von grünen röhrenförmigen Einlagerungen aus Eisenverbindungen durchzogen, die an Moos erinnern. Moosachat kommt in Gesteinsspalten oder als Geröll vor.
Moosachat wird gerne zu Ziergegenständen und Schmuck verarbeitet.
Die schönsten Moosachate werden in Indien gefunden. Weitere Fundstätten gibt es in China, Myanmar, Botswana und den USA.
Moosachat wird auch als Dublette hergestellt: zwischen zwei Chalcedonscheiben werden Eisen- und Manganverbindungen gegeben, die auskristallisieren.
Moosachat mag keine Säuren und Laugen, weil er sich dadurch verfärben kann. Auch gegen Hitze ist er empfindlich.

MOOSOPAL
Mohs-Härte: 5 1/2 - 6
Kristallform: amorph
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Moosopal ist ein Gemeiner Opal und enthält Mangandendriten, die wie Moos aussehen. Er wird auch Dendritenopal genannt. Moosopal kommt in unterschiedlichen Färbungen vor und kann von undurchsichtig bis durchscheinend auftreten.
Moosopal wir wegen seines hübschen Aussehens gerne zu Schmuck oder Ziergegenständen verarbeitet.
Moosopale gibt es in Niederösterreich, Süd-Böhmen, Türkei, Sambia. In einem schönen goldbraunen Ton gibt es die sog. “Goldlace Opalite” in West-Australien. Dort kommt auch ein blauer Moosopal mit hohem Chalcedon-Anteil vor. 
Moosopal mag keine Säuren und Laugen, weil er sich dadurch verfärben kann. Auch gegen Hitze ist er empfindlich.

OZEANJASPIS
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Ozeanjaspis ist ein Jaspacht, also eine Verbindung zwischen Jaspis und Achat. Er bietet ein große farbliche Vielfalt von weißen, gelben, blauen, grünen, schwarzen und roten Tönen. Die Farben sind oft zu Kreisen und konzentrischen Bänderungen angeordnet und bilden wunderschöne Muster. Die Fundstellen des Ozeanjaspis liegen in Madagaskar direkt an der Küste und im Meer - daher der Name!
Von Säuren, Laugen, Hitze und längerer Lichteinstrahlung fernhalten!

RAUCHQUARZ
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Rauchquarz ist ein Bergkristall mit rauchiger Farbe; die sehr dunkle Varietät wird Morion genannt. Rauchquarz hat seine Farbe durch eine Verschiebung im Raumgitter. Die Gitterstörungen kommen durch Gesteins- oder Höhenstrahlung zustande. Rauchquarz hat oft Einschlüsse von Rutil (siehe Rutilquarz).
Vorkommen sind in der Schweiz, Österreich, Russland, Ukraine, Pakistan, Brasilien, Madagaskar.
Rauchquarz kann mit Andalusit, Turmalin und Vesuvian verwechselt werden.
Bei Temperaturen über 100 Grad Celsius besteht die Gefahr, daß Rauchquarz seine Farbe verliert. Vorsicht auch bei Lichteinstrahlung - er könnte farblich in Mitleidenschaft gezogen werden. Rauchquarz ist unempfindlich gegen Säuren und Lauge und ist auch sonst eher robust.

RHODOCHROSIT
Mohs-Härte: 3 1/2 - 4
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Carbonate
Strichfarbe: weiß
Bereits die Indianer Nord- und Südamerikas schätzten Rhodochrosit als Heilstein. Den Inkas galt er als heiliger Stein. In Europa ist er erst seit den Fünfziger Jahren bekannt.
Wie beim Rhodonit kommt auch hier der Name vom griechischen Wort “rhodos” = Rose. Er wird auch Manganspat, Himbeerspat oder Rose der Inka genannt.
Rhodochrosit ist durch Mangan hell- und dunkelrosa gebändert; dabei verläuft die Bänderung oft in kleinen Zackenmustern. Die schönsten Rhodochrosite haben ein kräftiges Himbeerrosa. Rhodochrosit tritt meist in derben Massen auf; sehr selten und deshalb teuer sind durchsichtige Exemplare.
Aus Rhodochrosit werden gerne Cabochons, Kugelketten und Ziergegenstände gefertigt.
Vorkommen sind in Argentinien, Peru, Russland und den USA (Colorado). Klar durchsichtiger Rhodochrosit wird in Südafrika gefunden.
Rhodochrosit kann mit Rhodonit verwechselt werden. Beide Mineralien treten oft miteinander vergesellschaftet auf.
Rhodochrosit verträgt keine Säuren, Laugen, Essig, Putzmittel, Schweiß und Ultraschallbäder; unter Wärme kann er zerspringen. Starke Lichteinstrahlung läßt ihn verblassen. Auf Grund seiner geringen Härte ist ohnehin vorsichtiger Umgang beim Rhodochrosit angezeigt.

RHODONIT
Mohs-Härte: 5 1/2 - 6 1/2
Kristallform: triklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Rhodonit erhielt seinen Namen nach dem griechischen Wort “rhodos” = Rose und weist auf seine rosenrote Farbe hin. Die Rotfärbung kommt von Mangan; oft ist er mit schwarzem Einlagerungen aus Manganoxid durchzogen. Meist ist Rhodochrosit undurchsichtig und tritt in körnigen Massen auf; selten kommen auch klar durchsichtige Stücke vor.
Aus Rhodonit werden wegen seines hübschen Äußeren gerne Cabochons und Ziergegenstände hergestellt. Die russischen Zaren ließen aus ihm Gravuren und Wandverkleidungen anfertigen.
Vorkommen sind im Ural, Schweden, Kanada, USA, Brasilien, Mexiko, Indien, Madagaskar, Tansania, Südafrika, Japan, Australien. Rhodonit tritt oft vergesellschaftet mit Rhodochrosit auf.
Rhodonit kann mit Rhodochrosit und Thulit verwechselt werden.
Rhodonit verträgt keine Säuren, Laugen, Essig, Putzmittel, Schweiß und Ultraschallbäder; unter Wärme kann er zerspringen. 

ROSENQUARZ
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Rosenquarz gilt seit der Antike als Stein der Liebe und Fruchtbarkeit, den Amor selbst auf die Erde brachte.
Rosenquarz kommt normalerweise in mikrokristalliner Form in derben Massen vor, ist durchscheinend und von der Farbe her blaßrosa bis dunkelrosa. Die rosa Farbe kommt von winzigsten eingelagerten Dumortierit-Fasern. Bei 430 - 500° C verblasst Rosenquarz.
In Brasilien (Minas Gerais) und in den USA (Maine) wird Rosenquarz in makrokristalliner Form gefunden; dieser wird als Rosaquarz bezeichnet.  Er erhält seine Farbe durch Fehlstellen, die durch Aluminium und Phosphor verursacht wurden. Rosaquarz verliert bereits bei 70 - 100° C seine Farbe.
Rosenquarz ist ein sehr beliebter Stein und wird zu Cabochons, Kugelketten und Ziergegenständen verarbeitet. Transparente Rosenquarzstücke werden auch facettiert geschliffen. Begehrt sind Rosenquarze mit Sterneffekt (Asterismus), der zu Tage tritt, wenn der Stein in Cabochonform geschliffen wird.
Bei der Farbe wird schon mal durch künstliches Einfärben nachgebessert. Bei diesen Steinen sammelt sich rote Farbe in den Rissen.
Rosenquarz kommt in großen Mengen in Brasilien vor; die beste Qualität kommt aus Madagaskar. Weitere Vorkommen sind in Namibia (Rössing-Berge), Skandinavien, Russland (Ural), USA (South Dakota und Kalifornien). 
Rosenquarz sollte man nicht längere Zeit der Sonne aussetzen, weil er sonst verblasst. Hitze kann Sprünge und Risse entstehen lassen. Ansonsten ist er ein eher unempfindlicher Stein.

RUBIN
Mohs-Härte: 9
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Seit dem Altertum gehört Rubin zu den wertvollsten und beliebtesten Edelsteinen. 
Rubin ist die rote Varietät des Korunds und erhält seine rote Färbung durch Chrom. Er ist nach dem Diamanten das härteste Mineral. Sein Name kommt vom lateinische Wort „ruber“ für rot. Die beste Farbe für den Rubin ist das sog. Taubenblutrot, ein Rot mit einem Stich ins Bläuliche. Steine, die zu sehr ins Violette oder Braune tendieren, enthalten zu viel Eisen.
Oft wird Rubin durch Brennen in seiner Farbe verbessert. Dabei wird er zusammen mit Eisenoxid gebrannt, das in die Oberfläche des Rubins diffundiert und dem Stein eine kräftigere Farbe gibt. Spinell und Rhodolith werden als natürliche Imitationen des Rubin verkauft. Daneben gibt es Glasimitationen und Dubletten. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden synthetische Rubine hergestellt, die außer ihrer Verwendung in der Technik auch als Schmucksteine hergenommen werden.
Einschlüsse von Rutil im Rubin gelten als Echtheitsmerkmal und bewirken einen hellen Lichtglanz, der „Seide“ genannt wird. Dieser Glanz kommt dadurch zustande, daß Rutil eine höhere Lichtbrechung als Korund hat. Wird ein Rubin mit Rutileinschlüssen in Cabochonform geschliffen, zeigt sich der beliebte Sterneffekt (Asterismus) als sechsstrahliger Stern.
Hochwertige Rubine sind deutlich teuerer als vergleichbare farblose Diamanten. Hier wird Rubin nur von Farbdiamanten übertroffen. Rubine in geringerer Qualität werden auch zu Cabochons und Kugelketten verarbeitet. Aus Rubinen, die einen schönen Zoisit oder Fuchsit als Matrix haben, werden gerne Gravuren und Gemmen hergestellt. Auch für Trommelsteine ist diese Kombination beliebt.
Das Muttergestein des Rubins ist Marmor (in Pakistan), Gneis, Basalt und Zoisit-Amphibolit. Die schönsten Rubine kommen aus Myanmar; allerdings bezieht sich die Bezeichnung „Burma-Rubin“ auf die Qualität und nicht auf das Herkunftsland. Außerdem findet man Rubine in Thailand, Sri Lanka, Indien, Pakistan, Vietnam, Kenia, Tansania, Malawi, Madagaskar, Nepal, Pakistan, Afghanistan, Brasilien.
Wegen seiner Härte ist Rubin ein sehr robuster Stein. Seine Härte unterscheidet ihn auch von den ähnlich aussehenden Steinen, mit denen er verwechselt werden könnte.

RUTILQUARZ
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Rutilquarz ist ein Bergkristall oder Rauchquarz, der gelblichbraune Rutilnadeln enthält. Rutil ist ein eigenständiges Mineral aus Titanoxid. Im Volksmund wird Rutilquarz “Engelshaar” genannt. Manchmal sind die Rutilnadeln im Quarz so angeordnet, daß sich ein sechsstrahliger Stern bildet. Diese Rutilsterne sind bei Sammlern sehr beliebt. 
Rutilquarz wird in Brasilien, Madagaskar, den USA und auch in den Alpen gefunden. Er kann mit Turmalinquarz (schwarze Nadeln) oder Aktinolithquarz (grüne Nadeln) verwechselt werden.
An sich ist Rutilquarz ein relativ unempfindlicher Stein. Weist er aber Risse und Sprünge auf, so ist Vorsicht geboten. Diese können bei Hitze oder schnellem Temperaturwechsel zum Zerspringen des Steins führen.

SAPHIR
Mohs-Härte: 9
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Saphir gehört wie Rubin zur Korundgruppe. Mit Saphir bezeichnet man alle Korunde, die nicht rot sind. Es gibt ihn in den Farben Blau, Grün, Gelb, Orange (Padparadscha), farblos (Leukosaphir) und auch in Schwarz. Rosa Saphir ist eigentlich ein blasser Rubin. Bei blauen Saphiren gilt kornblumenblau als die schönste Farbe. Auch beim Saphir gibt es wie beim Rubin den Sterneffekt (Asterismus).
Ähnlich wie beim Rubin, werden auch vom Saphir zahlreiche Fälschungen angefertigt. Es gibt ihn als Dublette, Glasimitation, synthetischen Stein etc. Auch Sternsaphire werden durch entsprechende Techniken nachgeahmt.
Saphire findet man in Myanmar, Thailand, Sri Lanka, Kambodscha, Indien (Kaschmir), Australien, Tansania, Kenia, Malawi, Nigeria, Brasilien (Mato Grosso).
Wegen seiner Härte ist Saphir ein sehr robuster Stein. Seine Härte unterscheidet ihn auch von den ähnlich aussehenden Steinen, mit denen er verwechselt werden könnte.

SARDONYX
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Sardonyx ist als Chalcedon-Varietät ein kryptokristallines Quarzaggregat und tritt meist mit weiß-schwarz-rotbrauner Bänderung auf. Die Übergänge zum Carneol-Onyx (weiß-rot) und Onyx (weiß-schwarz) sind dabei fließend. Der helle Chalcedon wird durch Eisen rotbraun gefärbt, die schwarzen Anteile kommen von Eisen und Fremdstoffen wie Asche. Die Dreiheit der Farben ist ein Erkennungsmerkmal des Sardonyx.
Vorkommen von Sardonyx sind in Brasilien, Madagaskar, Mexiko, Pakistan, Uruguay und  USA. Oft werden gefärbte Achate oder Chalcedone als Sardonyx angeboten.
Sardonyx ist ein relativ unempfindlicher Stein. Bei direkter Sonnenbestrahlung kann er allerdings verblassen.

SERPENTIN
Mohs-Härte: 3 - 4
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Die Verarbeitung von Serpentin hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurden aus ihm Schmuck und Ziergegenstände hergestellt. In Niederösterreich wurde eine über 30.000 Jahre alte Figur aus Serpentin gefunden, die “Venus vom Galgenberg”.
Serpentin ist der Oberbegriff für eine ganz Mineralgruppe, die Antigorit (Blätterserpentin), Lizardit (Edelserpentin), Chrysotil (Faserserpentin) und Bowenit beinhaltet. Serpentin tritt auch zusammen mit Marmor als Connemara oder Verd-antique auf.
Serpentin kommt in dichten Massen vor, teils mit Aderungen, Streifen oder Flecken. Die Grünfärbung beim Serpentin rührt von Eisen her.
Vorkommen von Serpentin sind in Russland (Ural), Afghanistan, Indien, China, USA (New Jersey und Pennsylvania), Kanada, Südwestafrika. Auch in Sachsen und in den Alpen wird Serpentin gefunden. Chrysotilvorkommen sind in Polen, Lizardit in England (Cornwall).
Serpentin kann mit Jade oder Nephrit verwechselt werden. Eine Verwechslung mit Talk ist nur vom Aussehen her möglich, denn dieser ist noch viel weicher als Serpentin.
Da Serpentin ein weicher Stein ist, ist er entsprechend empfindlich und mag keine Säuren und Laugen.

SMARAGD
Mohs-Härte: 7 1/2 - 8
Kristallform: hexagonal
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Smaragd ist ein durch Chrom bzw. Vanadium grün gefärbter Beryll. Neben Aquamarin ist er der geschätzteste Stein der Beryllgruppe und gehört zu den teuersten Edelsteinen.
Kolumbianischer Smaragd weist einen warmen Grünton auf, dabei ist „Kolumbia-Smaragd“ mehr eine Farb- als eine Ortsbezeichnung. Smaragd aus Sambia enthält viel Eisen, wodurch ein Stich ins Blaugelbe entsteht; er ist deshalb billiger erhältlich. Vom indischen Smaragd gibt es meist nur kleine Stücke. 
Smaragde kamen zuerst aus Ägypten, wahrscheinlich auch aus Indien und Pakistan, später auch aus Afghanistan, Russland und Österreich (Habachtal/Hohe Tauern). Die spanischen Eroberer fanden bei den Inkas, Mayas und Azteken riesige Smaragdschätze. Um 1900 wurden von dem Edelsteinhändler Fritz Klein aus Idar in Kolumbien die Stellen wiederentdeckt, aus denen diese Smaragde stammten. Neben den großen Vorkommen in Kolumbien wird Smaragd heute in Russland, Brasilien, Simbabwe, Südafrika, Tansania, Sambia, Nigeria, Indien, Pakistan, Afghanistan, Australien und Madagaskar gefunden.
Vom Smaragd gibt es zahlreiche Fälschungen (Synthesen, Dubletten, Glasimitationen), weshalb Einschlüsse (Französisch “Jardin” = Garten) im Stein als Echtheitsmerkmal angesehen werden. Mitunter wird auch farbloser Beryll mit synthetischem Smaragd überzogen. Mit der Lupe kann man bei solch einem Stein viele kleine Risse erkennen.
Smaragde sind empfindlich gegenüber Wärme, Säure, Ultraschallreinigung.

SODALITH
Mohs-Härte: 5 1/2 - 6
Kristallform: kubisch
Mineralklasse: Silikat
Strichfarbe: weiß
Sodalith erhielt seinen Namen auf Grund seines hohen Natriumgehalts ( = Englisch “sodium”). Er tritt in derben Massen auf und enthält oft weiße Albitadern. Selten findet man zu Dodekaedern ausgebildete Kristalle. Das Farbspektrum des Sodalith reicht von verschiedenen Blautönen über Grau bis Weiß.
Schon die Indianer Boliviens nutzten Sodalith als Schmuckstein. Auch in der heutigen Zeit erfreut er sich großer Beliebtheit und wird zu Cabochons, Kugelketten, Trommelsteinen und Ziergegenständen verarbeitet.
Vorkommen von Sodalith sind in Brasilien (Bahia), Bolivien, Indien und in den USA (Maine, Arkansas, New Hampshire). In Kanada (Ontario), Südafrika (Karrasburg) und Namibia (Kaokoveld) werden riesige Sodalithblöcke gefunden. Auch in Russland (Halbinsel Kola und Baikalsee) und in Afghanistan gibt es Sodalith.
Sodalith wird gelegentlich als Lapislazuli angeboten. Dieser unterscheidet sich aber vom Sodalith durch die Pyriteinschlüsse. Auch der Blauton der beiden Steine weicht voneinander ab. Seit 1975 gibt es auch synthetischen Sodalith. Blau gefärbter Quarzit wird als Sodalith-Imitation verkauft.
Sodalith kann mit Azurit, Dumortierit, Hauyn oder Lazulith verwechselt werden.
Sodalith mag keine starke Lichteinstrahlung, Laugen, Säuren (auch Essig!), heißes Wasser, Salzwasser, Schweiß, Ultraschallreinigung.

SPINELL
Mohs-Härte: 8
Kristallform: kubisch
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Spinell gibt es in einer farblichen Bandbreite von farblos, gelb, orange, rot, violett, blau, grün bis schwarz. Diese Farbenvielfalt entsteht durch Beimischungen von Eisen, Chrom, Zink oder Mangan. Die Kristalle haben meist Oktaederform. Am bekanntesten ist der rote Spinell, der dem Rubin ähnelt und oft mit ihm verwechselt wird. Spinell hat gerne Korund oder Calcit als Begleitmineralien. Erst seit ca. 1800 ist Spinell ein eigenständiges Mineral; vorher wurde er den Rubinen zugeordnet.
Schwarzer Spinell heißt auch Pleonast und wird in Thailand gefunden. Die Thailänder haben ihm den Namen “Nin” gegeben und schätzen ihn als Glücksstein. Erst seit geraumer Zeit ist schwarzer Spinell bei uns im Handel als Heilstein erhältlich.
Spinell kommt aus Myanmar, Sri Lanka, Madagaskar, Australien, Brasilien, Nigeria, Tansania, Pakistan und den USA. Auf Sri Lanka werden Spinelle mit Sternen (Asterismus) gefunden.
Spinell kann mit vielen Edelsteinen der selben Farbe verwechselt werden: Amethyst, Chrysoberyll, Granat, Rubin, Saphir, Topas. 
Im Handel sind auch synthetische Spinelle; diese dienen nicht nur als Ersatz für Spinell, sondern auch für viele andere Edelsteine, z.B. für Rubin.
Spinell gehört zu den eher unempfindlichen Steinen.

STROMATOLITH
Mohs-Härte: 3
Kristallform: trigonaler Calcit und Quarzsand, trikline und monokline Tonmineralien
Mineralklasse: Carbonate (Calcitanteile), Oxide (Quarzanteile), Silikate (Tonmineralien)
Strichfarbe: weiß
Der Name Stromatolith setzt sich aus den griechischen Begriffe “stroma” = Decke und “lithos” = Stein zusammen. Stromatolithen sind Sedimentgesteine, die durch  Mikroorganismen in Gewässern entstanden sind. Cyanobakterien (Blaualgen) fällten in ihrem Stoffwechsel Kalk aus, der sich an den Küsten abgelagert hat.
Stromatolithen bestehen meist aus feingeschichtetem Kalkstein mit einer gewellten Bänderung. Die Wellenform entstand durch den Einfluß der Meereswellen. 
Durch die attraktive braun-beige Bänderung wird Stromatolith für die Herstellung von Ziergegenständen verwendet.
Stromatolith kommt in Bolivien, USA (Montana) und in Westaustralien vor.
Das ungeübte Auge kann Stromatolith mit Jaspis oder Tigerauge verwechseln, die aber viel härter sind.
Da Stromatolith sehr weich ist, sollte man ihn behutsam behandeln.

TIGERAUGE
Mohs-Härte: 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: gelbbraun
Tigerauge gehört zur Quarzgruppe, ist gelbbraun, undurchsichtig und besitzt einen wogenden Lichtschein (Chatoyance). Diesem “Katzenaugeneffekt” verdankt es auch seinen Namen.
Tigerauge wird in Sedimentgestein gefunden und kommt in Platten vor, die einige Zentimeter dick sind. Entstanden ist es durch die Einlagerung von bläulichen Hornblendeasbestfasern in Quarz. Durch Umwandlung der Fasern in bräunlich-gelbe Eisenhydroxide erhielt es den braunen Farbton. Beim nahe verwandten Falkenauge überwiegen die blauen Fasern. Die Übergänge zwischen beiden Steinen sind fließend.
Hauptfundort des Tigerauge ist Südafrika; es gibt ihn aber auch in Australien, Myanmar, Indien und USA (Kalifornien).
Durch starkes Erhitzen verfärbt sich Tigerauge rötlich und wird als “Rotes Tigerauge” verkauft.
Tigerauge ist von seinem Aussehen her so typisch, daß es nicht mit anderen Mineralien verwechselt werden kann.
Tigerauge verträgt keine Salzsäure oder Bleichmittel, ist aber ansonsten unempfindlich.

TIGEREISEN
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: braun
Tigereisen ist ein Aggregat aus Hämatit, rotem Jaspis und Tigerauge. Diese drei Mineralien sind schichtweise übereinander gelagert und bilden oftmals sehr schöne Musterungen. Deshalb ist Tigereisen ein beliebter Schmuckstein und wird auch für Ziergegenstände gerne verwendet.
Große Mengen von Tigereisen findet man in Westaustralien.
Tigereisen ist von seinem Aussehen her so typisch, daß es nicht mit anderen Mineralien verwechselt werden kann.
Zur Empfindlichkeit siehe unter Tigerauge, Hämatit, und Jaspis.

TÜRKIS
Mohs-Härte: 5 - 6
Kristallform: triklin
Mineralklasse: Phosphate
Strichfarbe: weiß
Türkis erhielt seinen Namen nach dem Land Türkei, weil dort Handelsrouten für den Türkishandel verliefen.
Türkis ist ein durch Kupfer blau gefärbter, undurchsichtiger Phosphat. Er kommt an der Oberfläche von Kupferlagerstätten vor, meist als Kugeln und Knollen. Oft ist Türkis mit grauer oder brauner Matrix vermischt. Er kommt auch in Verbindung mit Malachit und Chrysokoll vor.
Schon bei den alten Ägyptern war Türkis ein begehrter Schmuck- und Amulettstein. Bei verschiedensten Völkern gilt er als Schutzstein gegen Negativität. In der Biedermeierzeit war Türkis ein beliebter Modestein.
Vorkommen von Türkis sind im Iran, Tibet, China, Afghanistan, Israel, Tansania, Nordamerika, Südafrika, Australien.
Bereits seit der Antike werden Türkise nachgeahmt. Chalcedon, Magnesit oder Howlith etwa werden türkisfarben eingefärbt. Türkisbrösel werden mit Harz zusammengekittet. Zur Oberflächenveredelung werden Türkise mit Kunstharz geölt oder gehärtet. Seit gut 50 Jahren gibt es synthetische Türkise. Da Türkis zu den etwas teuereren Steinen gehört, kann man davon ausgehen, daß preisgünstige Türkise “getürkt” sind.
Türkis kann mit Amazonit, Chrysokoll, Lazulith, Serpentin, Smithonit und Variscit verwechselt werden.
Türkis ist sehr empfindlich und darf nicht mit Säuren, Laugen, Schweiß, Öl, Kosmetika und Silbertauch- oder Ultraschallbädern in Kontakt kommen. Schon das Händewaschen mit Wasser und Seife kann ihm schaden. Vorsicht vor zu viel Licht! Türkis ist wasserhaltig, trocknet aus und Risse entstehen. Auch Wärme verträgt er nicht gut. Bei 250° C kippt die blaue Farbe ins Grünliche.

TURMALIN
Mohs-Härte: 7 - 7 1/2
Kristallform: trigonal
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: weiß
Turmaline (aus dem singhalesischen Wort “Turamali” abgeleitet) sind eine Gruppe von Mischkristallen. Es gibt ihn in allen Farben, wobei meist an einem Kristall mehrere Farben vorkommen. Turmalinkristalle bilden längsgestreifte Prismen mit dreieckigem Querschnitt. Häufig sind Turmaline in Quarz eingewachsen (Turmalinquarz). Als Lichteffekte kommen bei Turmalinen Chatoyance und Changieren vor.
Die Farbenvielfalt des Turmalins kommt v.a. bei den Turmalinschnitten zur Geltung. Dabei werden Turmaline im Querschnitt in Scheiben geschnitten. Besonders wenn das Licht von hinten durch den Turmalinschnitt fällt, entfaltet sich der Zauber dieser Stein-Schönheiten.
Turmaline findet man in Brasilien (Minas Gerais, Paraiba, Bahia), Namibia, Madagaskar, Kenia, Tansania, Simbabwe, Russland, Afghanistan, Sri Lanka, Nigeria, Sambia, Mosambik und in den USA. Auch in den Alpen finden sich schöne Stücke, oft mit Quarz, Feldspat, Glimmer oder Beryll als Begleitmineralien.
Turmaline werden durch Erhitzen und Bestrahlen in ihrer Farbe verbessert. Im Handel sind auch synthetische Korunde und Spinelle in Turmalinfarbe und Glasimitationen.
Turmalin kann als Rohstein wegen seines typischen dreieckigen Querschnitts nicht mit anderen Mineralien verwechselt werden. In geschliffenem Zustand kann er mit alle Edelsteinen derselben Farbe verwechselt werden.
Turmalin ist wärmeempfindlich. Nicht längere Zeit Lichteinstrahlung aussetzen.
Turmalin wird der Farbe nach in folgende Varietäten unterteilt:
Achroit: farblos
Apyrit: pfirsichblütenfarbig
Chromturmalin: dunkelgrün
Dravit: gelbbraun bis dunkelbraun
Indigolith: blau
Rubellit: rot
Tsilaisit: gelb
Schörl: schwarz
Siberit: rosa bis violett
Verdelith: grün

UNAKIT
Mohs-Härte: 6 - 7
Kristallform: monoklin
Mineralklasse: Silikate
Strichfarbe: grau
Unakit (Epidot-Feldspat) ist ein Aggregat, das aus den Mineralien Epidot, Feldspat und geringen Teilen Quarz gebildet wird. Die grüne Farbe kommt vom Epidot, die rote von den Feldspatanteilen. Unakit tritt in derben Massen auf.
Unakit wird wegen seiner hübschen grün-roten Färbung gerne zu Cabochons, Kugelketten, Trommelsteinen und Ziergegenständen verarbeitet. 
Vorkommen von Unakit sind in China, Brasilien und Südafrika. Seinen Namen erhielt er allerdings nach dem Fundbereich Unaka in den USA (North Carolina).
Unakit kann durch seine typische Farbzusammensetzung kaum mit anderen Steinen verwechselt werden.
Von Hitze, Laugen und Säuren fernhalten!

VERSTEINERTES HOLZ
Mohs-Härte: 6 1/2 - 7
Kristallform: trigonal (Quarzanteile), amorph (Opalanteile)
Mineralklasse: Oxide
Strichfarbe: weiß
Versteinertes Holz besteht aus Siliciumdioxid in Form von Chalcedon und Opal. Im versteinerten Holz hat Kieselsäure den Platz der absterbenden Baumzellen eingenommen. Die Form und Struktur des ursprünglichen Holzes blieb dabei erhalten. Es ist also eine Pseudomorphose von Chalcedon bzw. Opal nach Holz. Es gibt ganze Wälder mit versteinerten Bäumen, z.B. in Chemnitz/Sachsen. Bei versteinertem Holz kann man noch gut die ursprüngliche Baumart erkennen. Häufig sind es Nadelhölzer und Farne.
Da versteinertes Holz sehr dekorativ ist, wird es gerne zu Ziergegenständen, Tischplatten u.ä. verarbeitet. Als Schmuck wird es meist in Form von Donuts verwendet; auch Trommelsteine sind beliebt.
Fundstätten von versteinertem Holz sind in Deutschland, Belgien, Frankreich, Portugal, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Griechenland, Russland, Türkei, Ägypten, Madagaskar, Namibia, Simbabwe,  Argentinien, USA, China, Indien, Indonesien, Australien. 
Die Chalcedonanteile im versteinerten Holz sind relativ unempfindlich. Probleme machen da eher die Opalanteile, die wie alle Opale keine Hitze, Säuren, Laugen, Ultraschallbäder etc. vertragen.



 
 
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Reiki und Mineralien, Dagmar Bernhard M.A.  | DagmarBernhard@aol.com